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Augsburg

08.02.2019

Pfersee: Diskussion um Bürgerhaus-Anbau geht weiter

Der Erweiterungsbau ist auf der Freifläche zwischen Jugendhaus (links) und Bürgerhaus Pfersee vorgesehen.
Bild: Annette Zoepf

In Pfersee soll das Vorhaben jetzt in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Warum der Sozialreferent hinter dem Projekt steht.

Eigentlich sollte der Stadtrat die Erweiterung des Bürgerhauses Pfersee in seiner jüngsten Sitzung beschließen und damit den Weg frei machen für einen Anbau und eine 1,4 Millionen Euro hohe staatliche Förderung. Weil es massive Kritik gibt an dem Vorhaben, für das ein Teil einer Freifläche geopfert werden müsste, kündigte Oberbürgermeister Kurt Gribl im Vorfeld der Sitzung eine Infoveranstaltung in Form einer Bürgerbeteiligung an. Ein Termin steht noch nicht fest.

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Zuständig für das Projekt ist Sozialreferent Stefan Kiefer. Im Stadtrat signalisierte er Bereitschaft für dieses Vorgehen. An dem Projekt an sich, für das Fördergelder reserviert seien, wolle er aber nicht rütteln. „Mir ist es wichtig, zwischen Bau und Konzeption zu entscheiden“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Man sei noch weit entfernt von einem Projektbeschluss, der fertige Pläne voraussetzt. Aktuell gebe es nur unfertige Pläne, wie die geplanten Einrichtungen in dem Gebäudekomplex untergebracht werden könnten.

Arbeiterwohlfahrt betreibt Bürgerhaus

Kiefer wendet sich gegen die von Bürgeraktion Pfersee und der CSU geäußerte Kritik, in dem Erweiterungsbau entstünden „unnötige Büroräume“. Richtig sei vielmehr, dass die Stadt beim Fördergeber mit der vorgelegten Konzeption überzeugt habe: der Erweiterung des Bürgerhausbetriebs nicht nur um Begegnungsräume, sondern auch inhaltlich um die Thematik „Familie“. Dazu zählten ein Familienstützpunkt, eine Großtagespflege und die Einbeziehung der Erziehungsberatung der Arbeiterwohlfahrt, die seit vielen Jahren im Auftrag der Stadt das Bürgerhaus betreibt. „Das passt wunderbar zusammen und ergibt große Vorteile für den Betrieb und die Bürgerschaft.“

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SPD versteht Kritik der CSU nicht

Unterstützung erfährt der Sozialreferent von der SPD Pfersee. „Wir sind davon überzeugt, dass dieses Projekt eine große Chance für die Weiterentwicklung von Pfersee als sozialem Standort darstellt“, so Vorsitzende Angela Steinecker. Es müsse Schluss damit sein, gleich immer wieder alles zu zerreden anstatt zusammen mit den Bürgern Pfersees die Planung weiter zu entwickeln. Die Kritik der CSU
verstehe sie nicht. „Für die vielen jungen Familien in Pfersee sind der Familienstützpunkt und die Großtagespflege in zentraler Lage wichtig.“ Die Planung bedeute keinen Eingriff in die Substanz des Schlössle-Parks, sondern ganz im Gegenteil gestalte sie den bisher hässlichen und vernachlässigten Zugang neu.

Wichtig sei auch, das aus allen Nähten platzende Bürgerhaus barrierefrei zu machen. Steineckers Stellvertreter Volkmar Thumser, zugleich Behindertenbeauftragter des Bezirks Schwaben, meint dazu: „Dass das stark frequentierte Bürgerhaus Pfersee bislang keinen Aufzug hat, ist völlig indiskutabel.“

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