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Augsburg

07.02.2019

Pferseer klagen über Taubenplage

Ein großer Taubenschwarm belagert regelmäßig ein Hausdach im Pferseer Zentrum in der Nähe des Platzes von St. Michael.
Bild: Annette Zoepf

Dem Tierschutzverein ist das Problem mit den Tauben bekannt. Warum es sich nicht so einfach lösen lässt.

Der Platz bei St. Michael und St. Paul hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Tauben entwickelt. Ein Anwohner spricht von einer Plage. Fährt der Bus an der Haltestelle gegenüber ein, so schildert er, dann fliegen die Tauben auf, knapp über die Köpfe der Wartenden hinweg und hinterlassen dabei auch schon mal ihren Kot. Verantwortlich dafür, dass die Tauben sich dort sammeln, scheint hauptsächlich eine ältere Frau zu sein, die sie immer wieder füttert. „Ist dies im Sinne des Naturschutzes oder wie kann man das ändern?“, fragt der Anwohner.

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Städtische Strategie zum Eindämmen der Tauben

„Das Problem ist uns bekannt“, sagte dazu die Geschäftsführerin des Tierschutzvereins, Sabina Gassner. Sie sei gerade dabei, dazu einen Ortstermin mit Verantwortlichen der Stadt zu organisieren. Eine Lösung zu finden, sei aber nicht ganz leicht. Generell verfügt die Stadt Augsburg über eine Strategie, um überhandnehmende Taubenpopulationen einzudämmen: das Augsburger Taubenmodell.


Dabei werden überall da, wo Schwärme der weiß-grauen Vögel gehäuft und dauerhaft auftreten, Taubenschläge geschaffen. Durch ein regelmäßiges Futterangebot werden die Tiere an diese Schläge gewöhnt.

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Tierschutzverein betreut das Taubenmodell

Ehrenamtliche Helfer sehen dort nach den Tauben, versorgen auch kranke Tiere, halten den Taubenschlag sauber und ersetzen vor allem die dort gelegten Eier durch Attrappen aus Holz oder Plastik. So werden der Vermehrung der Tauben Grenzen gesetzt, ohne dass sie vergrämt oder gar abgeschossen werden. Das Taubenmodell liegt seit einiger Zeit in den Händen des Tierschutzvereins.

Im Stadtgebiet gibt es derzeit etwa zehn solche Taubenschläge, zum Beispiel im städtischen Verwaltungsgebäude in der Kurzen Maxstraße oder im Oberhauser Bahnhof. Außerdem wurden in Göggingen und im Herrenbach hölzerne Taubentürme aufgestellt.

Taubenturm muss finanziert werden

Es ist laut Gassner aber nicht so, dass sich ein Taubenproblem auf diese Weise immer unkompliziert und schnell lösen lässt. Man braucht einen geeigneten Ort für die Tauben; in Pfersee müsste er sich in der Nähe des Platzes bei St. Michael befinden, damit die Tiere ihn finden und annehmen. Eventuell käme ein Taubenturm in Betracht, aber der muss finanziert werden.

Außerdem braucht man eine Reihe von Helfern. Sie müssen bereit sein, sich regelmäßig um die Tauben zu kümmern und sie zu füttern. Allgemein müssen die Helfer absolut zuverlässig sein. Sehen sie nicht kontinuierlich nach den Tauben, so funktioniert das Modell nicht, sagt Gassner.

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