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Verkehr

19.01.2019

Pflanzen an Lärmschutzwänden müssen weg

Um Lärmschutzwände zu sanieren, wurden bereits in der Vergangenheit Bäume gefällt. Jetzt sollen auch Rankgewächse verschwinden.

Die Stadt wird ab diesem Jahr im großen Maßstab Sträucher und Efeu an den Wänden entlang der Hauptverkehrsstraßen beseitigen. Warum die Gewächse Probleme bereiten

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren die Lärmschutzwände an Hauptverkehrsstraßen so zuwachsen lassen, dass es inzwischen nicht mehr möglich ist, sie regelmäßig auf ihre Standsicherheit zu überprüfen. Zum Teil haben Rankgewächse die Bauten auch beschädigt. „Wir werden nun nach einer Prioritätenliste die Wände freischneiden“, so Baureferent Gerd Merkle (CSU). Teils sorgt dies schon für Ärger mit Anwohnern.

Besonders dringlich ist die Situation laut Stadt aktuell an der B17 in Göggingen. Dort gibt es eine Holz-Glas-Lärmschutzwand, bei der tragende Holzelemente schon durch Feuchtigkeit verfault sind, weil der Bewuchs ein Trocknen verhindert. Weil Anwohner nach einem Rückschnitt direkt auf die Lärmschutzwand blicken, gebe es vor Ort teils Unmut, berichtet Merkle.

Ebenfalls noch vor Beginn der Vogelbrutzeit im März muss an der B17 im Bereich Ulmer Straße/Osterfeldpark und am Tunnel Hooverstraße (beides Kriegshaber) gerodet werden. Hintergrund ist, dass an den über die Fahrbahn ragenden Wänden Höhe Osterfeldpark im Sommer eine Sanierung ansteht, weil sich dort Blechteile gelöst haben. Momentan ist die Stelle aufgrund von Sträuchern gar nicht ohne Weiteres zugänglich. Auf Höhe Hooverstraße sind Fluchttüren zugewachsen.

In den kommenden Jahren werde man sich dem Thema verstärkt widmen müssen, so Merkle. Von den 15,6 Kilometern Lärmschutz- und Böschungsstützmauern entlang der städtischen Straßen seien etwa acht Kilometer so zugewachsen, dass etwas passieren muss. Teils handle es sich um gewünschtes Straßenbegleitgrün, teils um wild gewachsene Büsche und Rankgewächse.

Schon vor zwei Jahren hatte die Stadt Probleme mit dem Bewuchs an Lärmschutzwänden. Damals mussten um die 40 Bäume auf der Rückseite der Lärmschutzwände auf der Höhe von Göggingen gefällt werden. Der Hintergrund war, dass die Bauwerke bröckeln und für eine Untersuchung nicht zugänglich waren. Aus Kosten- und Kapazitätsgründen hatte die Stadt die nicht-öffentlichen Wege in den vergangenen Jahrzehnten nicht ausreichend freigehalten. (skro)

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