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22.07.2010

Pinkfarbener Anstrich in der Kita Herrenbach

Herrenbach Es ist ein Sommer, wie ihn Augsburg selten erlebt. Dennoch versammelt sich im Jugendhaus Lehmbau in Hochzoll ein gutes Dutzend junger Erwachsener aus neun Nationen, um freiwillig Hand anzulegen. Statt Urlaub zu machen, streichen sie die Kindertagesstätte im Herrenbach.

Sie kommen aus Taiwan, Südkorea, Kanada, Belgien, Frankreich, Serbien, Spanien, Russland und Deutschland. Der Leiter des inzwischen siebten Augsburger "Jugendworkcamps", Bora Erbil (24), stammt aus der Türkei. Es riecht nach Farbe. In einem der Zimmer steht ein Eimer, dessen Inhalt Pink angemischt ist. Mit Rollen und Pinseln gehen die Gäste zu Werke.

Die Motivation für ihren Aufenthalt ist ganz unterschiedlicher Natur. "Ich wollte einfach helfen", sagt Rae auf Englisch, "außerdem mag ich Kinder." Campleiter Bora Erbil hingegen, der das Projekt des IBG (Internationale Begegnung in Gemeinschaft e. V.) und des Amtes für Kinder, Jugend und Familie anführt, verspricht sich von seinem Aufenthalt in Deutschland vor allem eine Verbesserung seiner Sprachkenntnisse. Außerdem ist er davon überzeugt, dass die Stereotypen - sprich die Klischees - durch so einen Aufenthalt abgebaut werden können. Was sind aber die "Stereotypen", die den jungen Frauen und Männern hier begegnen. Bora nennt Pünktlichkeit und Disziplin, fügt aber noch etwas hinzu, was die Besucher offenbar nicht erwartet haben: "Sie sehen, dass die Deutschen auch Humor haben."

Bora selbst ist vom italienischen Stil der Augsburger Straßen angetan. Auch sonst ist der 24-Jährige, der seit 2005 Workcamps leitet, vom aktuellen Deutschlandaufenthalt überzeugt. In Zusammenarbeit mit der Stadt werden die Gäste zum Fußball ebenso eingeladen wie zu Empfängen von Oberbürgermeister Kurt Gribl, zum "Karneval der Welten" oder zu Begegnungen im Mehr-Generationen-Treff.

Pinkfarbener Anstrich in der Kita Herrenbach

Kinder sind schon ungeduldig

Yasemin Karaoglu von der Kita freut sich auf die renovierten Räume, ist jedoch froh, dass die Arbeiten dem Ende zugehen. Die Kinder, die in diesen Tagen im Freien betreut wurden, wollen ihrer Beobachtung nach langsam wieder nach drinnen. Wenn die Helfer ihre Arbeit gegen 16.30 Uhr beenden, freuen sie sich umso mehr aufs Baden. Schließlich sei der Kuhsee vom Lehmbau nicht weit weg. (sil)

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