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21.09.2013

Piraten wollen städtisches WLAN knacken

Kritik an politischer Entscheidung

Die Augsburger Piraten kritisieren die Entscheidung des Organisationsausschusses des Stadtrats, ein von der Stadt angebotenes WLAN auf dem Rathausplatz in die Hände eines privaten Betreibers zu geben. In der Beschlussvorlage der Verwaltung seien technische Gründe vorgeschoben worden, um die Freifunk-Initiative auszubooten, so die Piraten.

Der geplante Einsatz eines Web-Filters, um bestimmte Seiten zu sperren, sei Zensur. „Sobald weitere technische Details ans Licht kommen werden, spätestens jedoch, wenn das kastrierte Netz in Betrieb geht, werden wir Piraten Anleitungen veröffentlichen, wie die Bürger die Zensur umgehen können – und auch Dienste dafür bereitstellen“, kündigen die Piraten an. „Der Augsburger Stadtrat hat nicht den Mut, ehrenamtliches Engagement zu honorieren und bevormundet die Bürger lieber durch ein zensiertes Netz“, so David Krcek.

Die Stadträte hatten mehrheitlich dafür gestimmt, einen kommerziellen Anbieter mit der Einrichtung des kostenlosen mobilen Internets zu betrauen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass etwa pornografische Seiten abgerufen werden können. Dies allein werde zwar keinen Jugendschutz sicherstellen können, weil fast jeder Jugendliche heute ein internetfähiges Handy habe, so die Stadträte.

Es gehe aber auch darum, dass die Stadt keine Angriffsfläche bietet, so Pro Augsburg und Freie Wähler. Eine Filterung von Inhalten hatten die Freifunker aber aus prinzipiellen Erwägungen abgelehnt. (skro)

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