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Augsburg

01.12.2019

Plädoyer für eine Straßenbahn in die Hammerschmiede

Im Bauausschuss wurde über eine Verlängerung der Tramlinie 1 in die Hammerschmiede diskutiert.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der Bauausschuss diskutiert über die Verlängerung der Linie 1 nach Norden. Was Referent Gerd Merkle dazu sagt.

Die Stadt will zusammen mit einem ansässigen Geschäftsinhaber den Gehweg vor dem Lechhauser Schlössle erneuern. Geschehen soll das im kommenden Jahr, wenn die Modernisierung des Schlössles als Ärztehaus abgeschlossen ist. Der Gehweg soll dann als Gegenstück zum ab 2022 neu zu gestaltenden Platz vor dem Grünen Kranz auf der anderen Seite der Neuburger Straße ein eineinheitliches Pflaster bekommen. Geplant sind in dem Bereich auch neue Fahrradständer, um das ungeordnete Abstellen von Rädern zu reduzieren.

Hammerschmiede-Tram im Nahverkehrsplan

Ein Gewerbetreibender will die Stadt bei dem auf 640.000 Euro veranschlagten Umbau mit 250.000 Euro unterstützen. Im Bauausschuss des Stadtrats fanden die Überlegungen Beifall. Eva Leipprand (Grüne) wollte wissen, inwieweit es eine Möglichkeit gebe, den Verkehr auf der Neuburger Straße zu reduzieren. Baureferent Gerd Merkle (CSU) sieht dafür nur eine Chance, wenn eine Straßenbahnlinie in Richtung Hammerschmiede käme.

Im Nahverkehrsplan taucht dieses Projekt auf, allerdings bauen die Stadtwerke aktuell an der Verlängerung der Linie 3 nach Königsbrunn und planen die Linie 5 zur Uniklinik. Konkrete Schritte für eine Hammerschmiede-Tram gibt es bisher noch nicht.

Plädoyer für eine Straßenbahn in die Hammerschmiede

Projekt hat für Merkle Vorrang vor Ausbau nach Hochzoll

Wünschenswert sei sie aber, weil die Neuburger Straße aus seiner Sicht zu breit sei und Lechhausen zerschneide, sagte Baureferent Gerd Merkle im Bauausschuss. Denkbar sei, die Tram auf einem Rasengleis zu führen. Aus seiner Sicht, so Merkle, habe dieses Vorhaben auch Vorrang vor der seit Jahren geplanten Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 von Lechhausen nach Hochzoll. Die Begeisterung in Hochzoll halte sich in Grenzen.

Falls man eine Straßenbahn in die Hammerschmiede baue, so Merkle, sei es sinnvoll, diese bis in den Norden zum Sportplatz durchzuziehen. „So haben möglichst viele Leute etwas davon und bekommen ein attraktives Angebot“, so Merkle. Parallel müsse man den Park-and-ride-Platz am Feuerdornweg erweitern, um von der Autobahn kommende Pendler dort abzufangen.

In den bisherigen Überlegungen wurde einer Tramverlängerung in die Hammerschmiede allerdings kein übermäßig hoher Kosten-Nutzen-Faktor zugeschrieben. Die Grenze zur Förderfähigkeit gilt als gerade mal so erreicht.

Lesen Sie dazu auch: Für die Linie 3 wird in Haunstetten gebaggert

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02.12.2019

Auch die Verlängerung nach Hochzoll-Süd wäre ein wichtiges Projekt, v.a. weil es auch umsteigefreie Direktverbindungen in die Innenstadt via Herrenbach erlauben würde. Es muss ja nicht immer die 1er von Hochzoll über Lechhausen nach Göggingen und die 6er von der City nach Friedberg fahren, sondern aus dem Herrenbach kommende Straßenbahnen könnten rechts abbiegen und Hochzoll-Süd ansteuern.

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01.12.2019

Das sinnvollste Straßenbahnpojekt Augsburgs geht vom Gersthofen Zentrum bis zum Königsbrunner Zentrum. An dieser Siedlungsachse wohnen so viele Menschen, dass sogar der Bau von einzelnen Tunnelabschnitten wirtschaftlich gewesen wäre. Hätte die Politik um 1970 herum intelligenter agiert, hätte es ggf. sogar Fordermittel dafür gegeben. Aber vor allem in Gersthofen haben sich die Kommunalpolitiker quergestellt.

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