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Grüne

08.03.2011

Polit-Karriere in Berlin

Bettina Jarasch nach der Wahl zur Landesvorsitzenden.
Bild: Foto: dpa

Die gebürtige Augsburgerin Bettina Jarasch führt den Landesverband der Partei

In der Kommunalpolitik bleibt Augsburgs Frauen oft nur die zweite Reihe, doch bundes- und landesweit sorgen Frauen für Furore: Grünen-Chefin Claudia Roth, die bayerische FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß und jetzt Bettina Jarasch. Am Sonntag wurde die gebürtige Augsburgerin zur Vorsitzenden des Berliner Landesverbandes der Grünen gewählt, den sie nun zusammen mit Daniel Wesener führt.

Die 42-jährige Jarasch steht einer Partei mit ehrgeizigen Zielen vor. Bei den Wahlen am 18. September wollen die Grünen stärkste Kraft in der Hauptstadt werden; Spitzenkandidatin Renate Künast soll den SPD-Mann Klaus Wowereit als Regierenden Bürgermeister ablösen. Jarasch fordert deshalb von den eigenen Mitgliedern mehr Offenheit für neue Themen und Menschen. „Keine Angst vor der Volkspartei“, lautet ihr Credo. Aufmerksam verfolgt wird ihre Karriere in Neusäß, wo die Eltern wohnen. Papa Helmut Hartmann ist Augsburger Friedenspreisträger und stolz auf seine Tochter. Da auch Bettina Jaraschs Mann Oliver, der beim rbb als Journalist arbeitet, ein echter Augsburger ist, besucht die junge Familie mit ihren zwei Buben (drei und sechs Jahre alt ) regelmäßig Eltern und Schwiegereltern in Schwaben.

Nach Berlin zog die gelernte Journalistin Bettina Jarasch, die auch ein Jahr als Lokalredakteurin für unsere Zeitung arbeitete, 1992, um dort Philosophie und Politik zu studieren. Den praktischen Politikbetrieb kennt sie aus ihren neun Jahren als Referentin der grünen Bundestagsfraktion bestens, zuletzt arbeitete sie dort als Vorstandsreferentin für Renate Künast.

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Die Augsburger Herkunft präge Bettina Jarasch bis heute, notierte unlängst die Berliner Tageszeitung „taz“ und schrieb von „Stimmfärbung“. „Ein bisschen hörte man es noch an der Sprachmelodie“, sagt die 42-Jährige selbst. Den aufreibenden Alltag zwischen Familie, Politik und Kirche (sie ist Pfarrgemeinderatsvorsitzende einer katholischen Gemeinde in Kreuzberg) könne sie nur mithilfe einer „klaren inneren Grenze“ bewältigen. Ganz praktisch bedeutet das: Die Familie geht vor und die Mutter Bettina Jarasch sieht zu, dass sie ihre beiden Buben spätestens um 16 Uhr von Krippe und Ganztagesschule abholt. In derartigen Einrichtungen, die in Bayern vergleichsweise neu sind, sieht Bettina Jarasch einen klaren Vorzug ihrer neuen Heimat Berlin: „Hier gibt es eine ganz andere Infrastruktur.“

Wie die Parteien in Augsburg versuchen, Frauen in Führungspositionen zu bringen"Seite 34

Unsere Berichterstattung zum heutigen Weltfrauentag "Seiten 35, 2, 6

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