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Haunstetter Wald

18.08.2017

Polizei findet Marihuana-Plantage im Wald - teils in 25 Metern Höhe

Die Polizei hat im Haunstetter Wald Cannabispflanzen gefunden, teilweise in Baumwipfeln in 25 Metern Höhe.
Bild: Polizei

Unbekannte haben im Haunstetter Wald in Augsburg fast 300 Cannabispflanzen angebaut. Teilweise nutzten sie dafür Baumwipfel in 25 Metern Höhe. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.

Die Pflanzen mit den schmalen, langen Blättern kamen dem Spaziergänger, der Ende Juli im Haunstetter Wald unterwegs war, seltsam vor. Unüblich für hiesige Forste. Was ebenfalls unüblich war: Die Pflanzen standen in Töpfen am Waldrand. Es handelte sich bei ihnen um Cannabis, schloss der Mann, und verständigte die Polizei.

Und tatsächlich machten die Beamten, als sie in das Waldstück anrückten, eine ungewöhnliche Entdeckung. Sie fanden zunächst 35 Cannabispflanzen, die dort jeweils in Töpfen standen. Schon das wäre keine kleine Menge gewesen, und stellt doch nur einen Bruchteil der Plantage dar, die ein oder mehrere bislang unbekannte Täter im Haunstetter Wald angelegt hatten. Letztlich stellte die Polizei dort 275 Marihuanapflanzen sicher. Einige von ihnen waren 15 Zentimeter hoch, andere bis zu einem Meter. Viele der Töpfe waren den Blicken von Joggern oder Spaziergängern gut verborgen: Sie waren in den Baumwipfeln angebracht, auf einer Höhe von rund 25 Meter.

Fund ist einmalig

Ein Fundort, der für die Augsburger Ermittler eine Ausnahme darstellt. Immer mal wieder kommt es vor, dass die Polizei Marihuanaplantagen in der Region entdeckt, was später oft vor Gericht verhandelt wird. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr ein damals 50 Jahre alter Mann vor dem Augsburger Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, der in einem Dickicht in Lechhausen zehn Pflanzen versteckt und im Oktober 2015 geerntet hatte. 2014 erhielt eine Frau 18 Monate auf Bewährung, die in ihrem Appartement am Wittelsbacher Park Hanfpflanzen gezüchtet und dort Blätter und Blütenstände zu Marihuana getrocknet hatte, um sich ab und zu einen Joint zu genehmigen.

Art und Weise des nun aufgefundenen Drogenanbaus im Haunstetter Wald, sagt ein Polizeisprecher, seien allerdings einmalig. Um die Töpfe aus den Bäumwipfeln überhaupt bergen zu können, musste die Polizei auf die Unterstützung der Höhenretter der Berufsfeuerwehr zurückgreifen. Jemand habe viel Zeit und Arbeit investiert, heißt es von der Polizei. Anfänger auf dem Gebiet seien es wohl eher nicht gewesen. Nun ermittelt die Kriminalpolizei und bittet um Zeugenhinweise. Spaziergänger, die in dem östlichen Waldstück im Bereich der Krankenhausstraße ab Juli unterwegs waren und möglicherweise verdächtige Personen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Nummer 0821/323-3810 zu melden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

18.08.2017
Jetzt weiss ich, warum man von der Polizei keine Hilfe erwarten kann...die sind schwer beschäftigt mit diesem Schwachsinn. Gibt es niemand, der das ein bisschen steuern kann, es gibt wahrlich Wichtigeres...
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18.08.2017

Ja - gibt es. Aber würde sich die Polizei nur um ihre wichtigen hoheitlichen Aufgaben befassen, könnte man mindestens 1/3 einsparen.

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18.08.2017

Gebt endlich das Gras frei, siehe Schweiz und Holland, dann ist mit dem Schwachsinn gleich ein Ende.

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18.08.2017

100% Zustimmung. So ist es doch.

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