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Polizei

07.05.2019

Polizei in Augsburg: Aus einem Wachtmeister wird ein Präsident

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Norbert Zink

Der Schwabe Norbert Zink, 58, wechselt von Augsburg nach Regensburg und leitet jetzt dort das Polizeipräsidium. Was sein Aufstieg mit einer Bombe und einem Parteitag zu tun hat.

Er hat vor vier Jahrzehnten als einfacher Polizeiwachtmeister angefangen – und dann eine steile Karriere hingelegt. Norbert Zink, 58, ist jetzt zum 14. Mal in seiner Karriere befördert worden. Er war bisher Vizepräsident der nordschwäbischen Polizei. Nun hat er aber von Augsburg nach Regensburg gewechselt. Seit Mai ist er der neue Polizeipräsident für die Oberpfalz. Einen Nachfolger für den damit frei gewordenen Stellvertreterposten in Augsburg gibt es auch bereits. Es ist der 43-jährige Markus Trebes.

Nach mehreren erfolgreichen Großeinsätzen der Polizei in Augsburg, die Norbert Zink geleitet hatte, wurde polizeiintern schon seit einiger Zeit darüber spekuliert, dass der gebürtige Schwabe ein Kandidat für ein noch höheres Amt ist. Nun hat sich der Flurfunk bestätigt. Zink war im vorigen Jahr verantwortlich für den Polizeieinsatz beim AfD-Bundesparteitag. Gut 2000 Polizisten waren dabei in der Stadt tätig. Zu Spitzenzeiten demonstrierten an die 6000 Menschen gegen das Treffen der rechten Partei in der Schwabenhalle. Es blieb – bis auf kleinere Zwischenfälle – aber alles friedlich. Aus Polizeikreisen hieß es danach, Zink habe bei der Vorbereitung des Einsatzes vor allem auch auf die richtigen Leute gesetzt. Die Polizeiinspektion Augsburg-Mitte etwa war für sämtliche Demonstrationen gegen die AfD zuständig.

Er leitete den Einsatz wegen der Augsburger "Weihnachtsbombe"

Norbert Zink leitete zudem den Einsatz an Weihnachten des Jahres 2016. Mehr als 50.000 Augsburger mussten damals wegen der Entschärfung einer großen Weltkriegsbombe einen Tag lang ihre Wohnungen räumen. Innenminister Joachim Hermann (CSU) sagt, er schätze Zinks „ausgesprochen menschliche und ruhige Art, selbst unter großem Druck und in stressigen Situationen“.

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Intern heißt es, solch eine Karriere vom einfachen Beamten im mittleren Dienst bis ganz an die Spitze sei für Berufseinsteiger, die heute bei der Polizei beginnen, fast nicht mehr möglich – ähnlich wie in der normalen Wirtschaft auch.

Für den Neuen ist die Region Augsburg noch Neuland

Augsburg und Schwaben sind für den neuen Polizeivizepräsidenten Markus Trebes indes noch Neuland. Er hat den größten Teil seiner bisherigen Karriere bei der Polizei in München verbracht. Innenminister Herrmann lobt ihn als „hochengagierten Spitzenpolizist mit hervorragendem Fachwissen und hohen Führungsqualitäten“.

Markus Trebes stammt ursprünglich aus Oberfranken. Bei der Polizeiinspektion in seiner Geburtsstadt Kronach sammelte er die ersten Erfahrungen als Praktikant. Im Jahr 2006 hat er in München die Einsätze während der Fußball-WM mit betreut. Markus Trebes ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

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