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Augsburg

23.05.2012

Polizei reagiert auf Gewalt in der Innenstadt

Die Polizei hat ihre Kontrollen in der Maxstraße schon verstärkt. Jetzt will der Ordnungsreferent noch deutlich mehr städtische Ordnungskräfte.

Künftig passen mehr Beamte nachts auf das Partyvolk in der Augsburger Maxstraße auf. Kehrt keine Ruhe ein, bleibt als letzter Ausweg die Sperrzeit.

Es könnte als letzter Weckruf der Polizei verstanden werden: Sollte die Zahl nächtlicher Exzesse und Gewalttaten in der Maximilianstraße nicht dauerhaft gesenkt werden, bleibt aus Sicht der Ordnungshüter nur eine Antwort: Die Stadt muss über die Wiedereinführung der Sperrstunde nachdenken.

Polizisten werden immer öfter von Angetrunkenen attackiert.

Gestern informierten Polizei-Vizepräsident Werner Strößner und der Leiter der für die Innenstadt zuständigen Dienststelle, Werner Bayer, wie die Polizei gegenwärtig die „Partyszene“ beurteilt. Es ist kein schönes Bild, das da beschrieben wurde: Verstärkt würden Polizeibeamte von angetrunkenen Personen attackiert. Der Respekt gegenüber den Uniformierten sinke, nicht selten mischten sich zunächst unbeteiligte Dritte in die Auseinandersetzungen mit ein. Bei der Gewalt gegen Polizisten bleibt es nicht allein, so Strößner und Bayer. Auch unter den Partygängern, die zu früher Stunde nach Hause ziehen, wachse die Aggression. Die meisten von ihnen seien oft stark betrunken, die Hemmschwelle sinke.

Die Polizei will diesem nächtlichen Treiben nicht länger zusehen. Deutlich mehr Polizisten, die von Donnerstag bis Samstag eingesetzt werden, sollen für mehr Sicherheit sorgen. Sie sollen frühzeitig eingreifen, wenn sich eine Eskalation abzeichnet. „Ziel ist es nicht, die friedlich feiernden Gäste in die Schranken zu weisen“, sagt Strößner. Es sei eine gezielte Aktion der Polizei gegen Straf- und Gewalttäter.

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„Präsenz zeigen“ – so lautet das Konzept, das seit zwei Wochen greift. Zusätzlich zu den normalen Streifen, die nachts ihren Dienst verrichten, kümmern sich zwischen zehn und 30 Beamte speziell um die Situation in der Maximilianstraße. Beamte der Polizeiinspektion Mitte erhalten Verstärkung von der Bereitschaftspolizei und dem Einsatzzug. „Es ist sicher nicht immer gewährleistet, dass auch tatsächlich 30 Beamte im Dienst sind“, sagt Bayer. Ziel sei es aber, bis in die Morgenstunden mit mindestens zehn Beamten vor Ort zu sein.

Polizisten tragen nachts leuchtfarbene Kleidung

Dass mehr Einsatzkräfte nachts in der Maxstraße unterwegs sind, fällt auch deshalb auf, weil die Polizisten leuchtfarbene Kleidung tragen. Die Polizei will gesehen werden. „Wir wollen Ansprechpartner für die Bürger sein, die uns in diesen Nächten auf etwas hinweisen“, erläutert Bayer. Erste Erfahrungen an den zurückliegenden beiden Wochenende hätten gezeigt, dass Wirte und Bürger die verstärkten Fußstreifen positiv aufnehmen.

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