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Mord in Augsburg

30.10.2009

Polizei verhaftet Tatverdächtigen in London

In diesem Haus in Augsburg-Pfersee soll ein 40-jähriger Türke einen Landsmann ermordet haben.
Bild: dc5

Fahndungserfolg im Augsburger Mordfall Baris B: Die Polizei hat in London den mutmaßlichen Täter gefasst. Der 40-Jährige sitzt jetzt in Auslieferungshaft.

Fahndungserfolg im Augsburger Mordfall Baris B: Die Polizei hat inLondon den mutmaßlichen Täter Hasan A. gefasst. Der 40-Jährige sitzt jetzt inAuslieferungshaft.

Hasan A. steht im Verdacht, am 8. September den34-jährigen Türken Baris B. in dessen Wohnung in Augsburg-Pfersee getötet zu haben. Motiv der Tat: Hasan A. soll ein Verhältnis mit der Ehefrau von Baris B. gehabt haben.Die Ehefrau (31) des Getöteten sitzt bereits in Untersuchungshaft. Ihr wird Anstiftung zumMord vorgeworfen.

Hasan A. dagegen gelang die Flucht. Vorerst. Er war am Tattag von der Türkei aus nach Deutschlandgeflogen und reiste anschließend wieder zurück. Deshalb erwirkten diedeutschen Behörden einen internationalen Haftbefehl und ließen dentürkischen Kollegen ein Festnahmeersuchen zukommen. Doch die Fahndung nach dem mutmaßlichen Mörder blieb zunächst erfolglos.

Polizei verhaftet Tatverdächtigen in London

Bis Donnerstag. Denn da wollte Hasan A. von Istanbul aus nach Großbritannien reisen - und landete in der Falle. Die britischen Behörden waren längst darüber informiert, dass der 40-Jährige auf der Fahndungsliste steht. Als er vormittags auf dem Flughafen in London Heathrow ankam, klickten die Handschellen. Beamte der Metropolitan Police (New Scotland Yard) nahmen den mutmaßlichen Mörder fest.

Auf Grundlage des europäischen Haftbefehls sitzt Hasan A. jetzt in vorläufiger Auslieferungshaft in England.

"Die Ermittlungserfolg war nicht zuletzt wegen der hervorragenden Zusammenarbeit des Bundeskriminalamtes mit den englischen Polizeibehörden möglich", so Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Augsburg. Für sie war es ein Glücksfall, dass der verdächtige Türke in Großbritannien gefasst werden konnte. Denn die Türkei selbst liefert ihre Staatsbürger generell nicht ans Ausland aus.

So besteht jetzt die Chance, dass der Mordverdächtige nächstes Jahr in Augsburg vor Gericht gestellt werden kann - zusammen mit seiner mutmaßlichen Geliebten.

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