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Razzia

17.10.2019

Polizisten durchkämmen Hanf-Läden in Bayern

Bei einer Razzia haben Ermittler Hanf-Läden in Bayern durchsucht, darunter in Augsburg.
Bild: Oliver Berg/Illustration (dpa)

Mehr als 100 Polizisten haben am Mittwoch Hanf-Shops im Freistaat durchsucht, darunter in Augsburg. Es war nicht die erste Aktion dieser Art.

Mehr als 100 Polizisten haben am Mittwoch Hanfläden im Freistaat durchsucht, darunter in Augsburg. Wie die Staatsanwaltschaft München 1 auf Anfrage mitteilt, fand die Razzia in Hanfläden in Rosenheim, München sowie im Landkreis Erding statt. Insgesamt durchsuchten die Ermittler zwölf Objekte in Bayern. Die Aktion richtete sich den Angaben zufolge gegen vier Beschuldigte, die mit Cannabidiol-Produkten (CBD) handelten.

Razzia in Hanf-Läden in Bayern

Bereits im April diesen Jahres hatte es eine bayernweite Razzia in Hanf-Shops gegeben, damals allerdings nicht in Augsburg. Die Behörden begründeten den Schritt zu der Zeit damit, dass unter anderem Minderjährige bei Vernehmungen angegeben hätten, dass die bei ihnen aufgefundenen Cannabis-Produkte aus ihrer Sicht legal und von ihnen in verschiedenen Ladengeschäften erworben worden sein.

Kritik von Betreibern der Hanf-Läden an der Razzia

Die Durchsuchungen hatten damals deutliche Kritik der Laden-Betreibern hervorgerufen, die sich von den bayerischen Strafverfolgungsbehörden kriminalisiert fühlten.

Polizisten durchkämmen Hanf-Läden in Bayern

CBD-Produkte dürfen nur an gewerbliche oder wissenschaftliche Käufer gegeben werden. Viele Kunden, besonders Minderjährige, wissen das laut Staatsanwaltschaft nicht. CBD-Produkte sind zum Beispiel lose Cannabisblüten, Tees oder Öle. Von der Staatsanwaltschaft heißt es, es habe sich herausgestellt, dass die Geschäftsinhaber „weiterhin mit verbotenen CBD-Produkten handeln“. (jaka, dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.10.2019

1. brauchen wir eine einheitliche Regelung über CBD und Hanf Produkte. Es kann nicht sein, das kleine Läden mit Razzia überrand werden und neben an die großen Ketten, munter Hanf und CBD Produkte weiter verkaufen dürfen.
2. haben CBD Nutzhanf Produkte, Tee, Kosmetik, Öl und auch Blüten ein THC Gehalt von unter 0,2% da wird es schon verdammt schwierig sich einen Rausch anzueignen.
3. haben wir eine neue Drogenbeauftragte Frau Ludwig, die laut ihren Aussagen schaut, wie andere Länder, mit dem Themar Cannabis umgehen. Luxemburg gibt es grade frei.
4. Während die halbe Welt über eine Legalisierung nachdenkt, hinkt man in Deutschland hinterher und hält an alten Gesetzen und Meinungen fest. Die schon längst von Wissenschaftlicher Seite wiederlegt sind.
5. ist es wirklich schwer für Polizisten CBD Nutzhanfblüten (THC Gehalt unter 0,2%) von Cannabis Blüten (THC Gehalt über 0,2%) zu unterscheiden!
6. Logisch wird ein jugendlicher angeben das er es in einem Hanfladen vor Ort gekauft hat.
Wer bitte schön ist dann so blöde zuzugeben, das er echtes Cannabis beim Dealer gekauft hat.
7. macht es doch immer die Menge, die Menschen freiwillig zu sich nehmen.

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18.10.2019

Es muss endlich mal eine entkriminalisierung von Canabis erfolgen.
Andere Länder machen es vor. Aber nein, wir stecken in der Zeit fest und halten weiter an alten klischees fest...in Bayern läuft jedem Polizist der sabber wenn er jemand mit einem Joint erwischt. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Jedes Jahr saufen sich tausende auf der Wiesn das Hirn aus m Kopf. Das ist dann besser?! Oder hat vielleicht doch die Pharma Industrie Angst vor diesem "günstigen" Wirkstoff...

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18.10.2019

Drogen sind nicht zeitgemäß und es muss auch gar nichts entkriminalisiert werden.

https://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/archiv/2016/2016-2-quatarl/aktuelle-who-studie-zum-thema-cannabiskonsum.html?L=0

Während man beim Klima auf die Wissenschaftler hören soll, weiß es bei diesem Thema jeder Linksaktivist besser.

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18.10.2019

Zumal es in diesen Hanfläden ja gar nicht um berauschendes Cannabis, also THC geht, sondern um das völlig harmlose und entspannende CBD. Ich hoffe, dass in bälde Klarheit durch die Gerichte geschaffen wird.

Eine Stellungnahme der ehemaligen Drogenbeauftragen Marlene Mortler ist sicherlich nicht vertrauenswürdig, wenn man sich in dem Thema auskennt. Sie hat eben gerade nicht auf die vielen Wissenschaftler, Suchtexperten und Strafrechtler gehört. Wie man in zahlreichen Interviews sehen kann, weiß sie z.B. nichts über erfolgreiche Projekte in anderen Ländern und antwortet auf die Frage, warum Cannabis verboten ist: "weil es illegal ist". Übrigens scheint die neue Drogenbeauftragte durchaus offener zu sein.

Das hat übrigens rein gar nichts mit Linksaktivismus zum tun sondern mit falsch verstandenen Traditionen: Alkohol war schon immer erlaubt, deshalb ist es gesellschaftlich akzeptiert und wird noch exzessiv gefördert, siehe die Wiesn.

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18.10.2019

>> Eine Stellungnahme der ehemaligen Drogenbeauftragen Marlene Mortler ist sicherlich nicht vertrauenswürdig <<

Sie müssen schon mal lesen - das basiert auf einer WHO Studie!

https://www.who.int/substance_abuse/publications/cannabis/en/

Und es gibt auch genug andere Aussagen, wenn dem linksgrünen Spektrum die Aussage der CSU Drogenbeauftragten Mortler nicht gefällt.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cannabis-abhaengigkeit-die-gefahr-ist-gross-die-droge-zu-unterschaetzen-1.1775128

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20.10.2019

"Drogen sind nicht zeitgemäß und es muss auch gar nichts entkriminalisiert werden." - Aha? Genommen werden sie aber trotzdem. Was denken Sie, was das Verbot macht? Wayne Hall zitierte in seiner von Ihnen genannten WHO-Studie häufig die Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA. Die stellte bereits 2011 Untersuchungen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen dem Cannabiskonsum und den entsprechenden Strafen an und kam zu dem Schluss: "Über diesen Zeitraum von zehn Jahren konnte in den fraglichen (acht) Ländern jedoch kein deutlicher Zusammenhang zwischen den gesetzlichen Änderungen und den Prävalenzraten des Cannabiskonsums ermittelt werden." Report 2011, S. 53, obere Grafik, kurz: Das Verbot verfehlt sein Ziel völlig. http://www.emcdda.europa.eu/publications/annual-report/2011
Es bleiben nur die Nebenwirkungen des Verbots bestehen.

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