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Augsburg

28.01.2020

Polizistin rettet verletzten Hund am Eiskanal

Am Ende ist der Einsatz geglückt: Polizeihundeführerin Heidi Manhart hat am Eiskanal einen verletzten Hund gerettet.
Foto: Polizei Schwaben Nord

Ein Hund wird auf der Friedberger Straße angefahren und rennt panisch davon. Für die Polizei wird der Einsatz zu einer Herausforderung.

Es ist nicht undenkbar, während der Arbeitszeit angeleint zu werden und eine Schwimmweste überziehen zu müssen. So ist es vor wenigen Tagen zumindest Heidi Manhart passiert. Nun muss man dazu sagen, dass Manhart seit 22 Jahren Hundeführerin bei der Polizei ist. In dieser Funktion kam es zu diesem außergewöhnlichen Einsatz.

Auf der Friedberger Straße würde ein Hund herumirren, meldete ein Verkehrsteilnehmer der Polizei. Die Hundeführerin und Kollegen fuhren dorthin. Das Tier war offenbar von einem Auto erfasst worden, verletzt und verängstigt. Es haute in Richtung Eiskanal ab.

Verängstigter Hund rannte in Richtung Augsburger Eiskanal

„Wir entdeckten den Hund schließlich auf dem Gelände des Kajakvereins. Er ließ sich dann auch einfangen“, erzählt Manhart. Allerdings überlegte es sich das Tier doch anders. Denn als es in eine extra Box gesteckt werden sollte, nahm der Hund alle vier Pfoten in die Hand und türmte. „Er flüchtete panisch über einen schmalen Steg über dem Eiskanal zu einer kleinen Betoninsel.“

Heidi Manhart blieb nichts anderes übrig, als zu dem armen Tier hinüber zu gehen. Die Situation war heikel. Das Wasser war an dem Tag reißend und Manhart sorgte sich, dass die verängstigte Jagdhündin in den Eisbach springen könnte, wenn sie sich im nähert. Es ging aber auch um ihre eigene Sicherheit.

Rettungseinsatz in Augsburg: Die Polizistin hat selbst einen Hund

Wie sie erzählt, organisierte die Berufsfeuerwehr Taucher, falls der Hund oder die Polizistin in den reißenden Eiskanal stürzen sollten. Zu ihrem eigenen Schutz bekam Manhart eine Schwimmweste angelegt und wurde mit einer Leine gesichert.

Nach dem Einfangen kam die Hündin zunächst in eine Tierklinik. Sie war offenbar nicht schlimm verletzt.
Foto: Polizei Schwaben Nord

Die Polizistin sagt, ihr habe das völlig verängstigte Tier, das sehr gezittert habe, leid getan. „In solchen Momenten leidet man mit“, meint die 46-Jährige, die selbst einen Hund hat – eine Mischung aus belgischen Schäferhund und bayerischen Gebirgshund. Letztendlich rettete sie den Jagdhund vom Eiskanal. Manhart lobte vor allem die Unterstützung durch die Berufsfeuerwehr. „Die Feuerwehr ist bei der Tierrettung sehr engagiert.“ Die Besitzer des Tieres wurden bald gefunden.

Wie die Hündin letztendlich heißt, erfuhr Manhart nicht. Sie hatte den Fall nicht mehr weiterverfolgt. Denn wie die Polizistin erzählt, ist sie meistens mit ihrem Hund nachts auf Personensuche im Einsatz. Hundeführerin Heidi Manhart mag ihren Job. „Das ist das Schöne an unserem Beruf. Man kann helfen – egal ob einem Mensch oder einem Tier.“

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