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München überschreitet Corona-Grenzwert

30.03.2009

Post-pubertär

Sie ist kein Superstar, nicht zu vergleichen mit Kollegen wie Michael Mittermeier, Mario Barth oder Paul Panzer. Sie füllt auch nicht die großen Hallen, lässt selbst im Barbarasaal so manchen der 360 Stühle unbesetzt. Dass Mirja Boes dennoch mit ihrem ersten Soloprogramm auf Deutschland-Tournee ist, verdankt sie einzig dem Fernsehen.

Denn Mirja Boes gehört zu jener Elite, die durch die Flimmerkiste zu Ruhm gekommen ist. Zunächst Ballermann- und Bierzelt-Chanteuse, war sie für die SAT.1-Sketch-Comedy "Die dreisten Drei" entdeckt worden. An der Seite ihrer Kollegen Ralf Schmitz und Markus Majowski hatte sie das TV-Publikum mit skurrilen Sketchen und Geschichten aus einer durchgeknallten Wohngemeinschaft zum Lachen gebracht.

Kusstabellen und Kinderdisco

Doch was im Trio funktionierte, tut sich solo oftmals schwer. Mirja Boes wandelt mit ihrem Programm "Morgen mach' ich Schluss! ... Wahrscheinlich!?" auf post-pubertären Pfaden, die nur bedingt überzeugen. Sie ist auf Zeitreise zu den hormongesteuerten Tiefpunkten ihrer imaginären Kindheit.

Ein Frauenprogramm, das da 120 Minuten über Kusstabellen, Kinderdisco, Alkoholkonsum und die Wehleidigkeit der Männer herzog. Vom "Perioden-Protestsong" auf der rosa E-Gitarre zur biologischen Uhr der Frau reichte das Panoptikum der selbst ernannten "spanischen Flamenco-Schönheit im Körper eines schwedischen Milchbrötchens", die manchen Lacher auf ihrer Seite hatte. (eric)

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