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19.07.2013

Prostituierte auf Straßenstrich verhaftet

Trotz Belehrung verstießen die Frauen gegen das Verbot

Seit Januar gilt in Augsburg ein striktes Verbot der Straßenprostitution. Erstmals musste sich jetzt die Strafjustiz mit einem Fall beschäftigen, bei dem gegen die vom Stadtrat erlassene Sperre verstoßen worden war. Drei junge bulgarische Frauen saßen deshalb zwei Wochen lang im Aichacher Gefängnis in Untersuchungshaft.

Junge Bulgarinnen waren als Touristinnen eingereist

Die Bulgarinnen im Alter von 18, 19 und 25 Jahren waren als Touristinnen eingereist. In der Nacht zum 30. Juni standen sie an der Donauwörther Straße und boten ihre Dienste als Prostituierte an.

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Eine Polizeistreife nahm sie in Gewahrsam und brachte sie zum Kriminaldauerdienst ins Polizeipräsidium. Dort wurden die drei Bulgarinnen ausführlich über das Verbot belehrt. Allerdings ohne jegliche Wirkung.

Unmittelbar nach ihrer Freilassung tauchten sie wieder in der Donauwörther Straße auf und warteten dort erneut auf Freier. Die Polizei griff ein zweites Mal zu – nun mit gravierenden Folgen. Weil die drei Frauen „beharrlich“, wie es im Gesetz heißt, gegen ein Verbot verstoßen hatten, war der Straftatbestand der „Ausübung der verbotenen Prostitution“ erfüllt. Nachdem sie keinen festen Wohnsitz in Deutschland hatten, wurden sie von der Ermittlungsrichterin in Untersuchungshaft genommen.

Geldstrafe und Arrest

Im Eilverfahren erhob die Staatsanwaltschaft Anklage, das Jugendgericht setzte sogleich einen Prozesstermin an. Die erwachsene Frau (Verteidiger: Jörg Seubert) wurde zu einer Geldstrafe, die beiden heranwachsenden Bulgarinnen (Verteidiger: Mandana Mauss und Marco Müller) erhielten zwei Wochen Dauerarrest. Alle Strafen sind mit der Untersuchungshaft abgegolten, sodass die Frauen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

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