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Augsburg

05.10.2018

Protest entlang des Kaufbachs kündigt sich an

Immer wieder verfängt sich achtlos weggeworfener Müll in den Sträuchern und Bäumen entlang des Kaufbachs an der Friedberger Straße. Jetzt muss das Grün dort womöglich teilweise gerodet werden.
Bild: Peter Fastl

 Anwohner befürchten weiteren Kahlschlag aufgrund eines Pilzes an den Linden entlang der Damaschkestraße.

Kaum hat sich die Situation über die Baumfällungen am Herrenbach etwas beruhigt, schon droht ein neuer Proteststurm durch den Blätterwald im Augsburger Osten zu fegen. Wie der SPD-Ortsverein (OV) Herrenbach-Spickel bei seiner jüngsten Sitzung im Restaurant „Zum Spickel“ erfahren hat, sind einige Bäume entlang des Kaufbachs an einem Pilz erkrankt. „Es handelt sich offenbar um einen Pilz, der die Triebe der Linden sterben lässt“, sagte OV-Vorsitzender Peter Biet. Betroffen wären vor allem die Bäume entlang der Damaschke- und der Gentnerstraße.

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Ein Mitglied des Ortsvereins hat vor Kurzem einen städtischen Angestellten auf einen Kontrollgang in der Damaschkestraße bemerkt. Auf Nachfrage bestätigte der Mitarbeiter, dass neben den ganz normalen Baumschnittarbeiten, um die Durchfahrbarkeit auch für höhere Fahrzeuge zu gewährleisten, auch Baumfällungen an den betroffenen Linden anstehen. Um wie viele Bäume es sich genau handelt und ob im weiteren Verlauf auch die Bäume an der Gentnerstraße betroffen sein könnten, soll nun eine Anfrage an den Umweltausschuss der Stadt klären. Möglicherweise könnten sogar noch wesentlich mehr Bäume betroffen sein, da der heiße und trockene Sommer zahlreiche Bäume geschädigt hat.

Lärm wegen starkem Verkehr

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Sollte jedoch der grüne Wall zwischen dem Spickel und der vierspurigen Friedberger Straße stark ausgedünnt werden, kündigten einige Mitglieder und Anwohner Protest an. Neben der ständigen Lärmbelästigung aufgrund des starken Verkehrs auf einer der Ostwest-Hauptachsen wären die Bewohner schließlich einem noch höheren Schadstoffausstoß ausgesetzt.

„Die einzige akzeptable Alternative wäre bei Rodungsmaßnahmen der Bau einer Schallschutzwand“, lautete eine Forderung. Eine solche Wand würde bereits ab dem Eiskanal in Richtung Hochzoller Brücke stehen. Eine Verlängerung in Richtung Gentnerstraße bis auf Höhe des Spickelbads sei daher die einzig logische und sinnvolle Konsequenz. Biet will sich nun schnellstmöglich mit dem Umweltausschuss der Stadt in Verbindung setzen, um ein ähnliches Fiasko wie am Herrenbach zu vermeiden.

Vermeiden will der SPD-OV aber auch weitere überflüssige Verkehrs- und Schadstoffbelästigung an der Kreuzung Siebentischstraße/Hofrat-Röhrer-Straße. Hier kreuzt regelmäßig die Localbahn. Abbieger, die von der Friedberger Straße kommend nach rechts auf die Hofrat-Röhrer-Straße abbiegen wollen, werden aufgrund des Rotlichts jedoch zum Anhalten gezwungen. „Dabei würden Abbieger die Gleise gar nicht kreuzen“, sagte ein Anwohner. Ebenso verhalte es sich beim Linksabbiegen von der Hofrat-Röhrer-Straße auf die Siebentischstraße in Richtung Metzgerei Happacher.

Rückstaus überflüssig

„Hier gibt es bei Rotlicht einen Rückstau bis zum Aldi“, hat der Anwohner beobachtet. Mit einer ganz simplen Maßnahme würde sich dies überflüssiger Rückstau vermeiden lassen. „Statt der roten Ampel für den gesamten Verkehr wäre ein roter Pfeil, der lediglich ein Rechtsabbiegen in Richtung Zoo und somit die Fahrt über die Gleise verbietet, vollkommen ausreichen“. Auch hier will sich Peter Biet an die Stadt wenden, um Bewegung in die aus Sicht des Ortsvereins und der Anwohner überflüssigen Rückstaus zu bringen.

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