Newsticker
Lollitests verzögern sich in manchen bayerischen Grund- und Förderschulen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Prozess in Augsburg: Tierquäler brechen einem Raben am Kö das Bein

Prozess in Augsburg
05.07.2019

Tierquäler brechen einem Raben am Kö das Bein

Am Königsplatz quälten drei junge Männer einen Raben.
Foto: Bernd Hohlen

An einem Huhnskelett demonstrieren Zeugen im Gerichtssaal, wie drei Angeklagte einen Vogel festhalten und ihm Schmerzen zuführen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Auf dem Tisch vor der gerichtlich bestellten Sachverständigen, der Amtstierärztin Dr. Felicitas Allmann, steht unter Glas das Skelett eines Huhns. Es dient als Vergleichsobjekt für den Körperbau eines etwa gleich großen Raben, der in diesem Prozess vor Amtsrichterin Angela Reuber die dominierende Rolle spielt.

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, .

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

09.07.2019

Der gesamte Artikel ist nicht stimmig und ich frage mich, wie es überhaupt angesichts der im Artikel geschilderten Vorgänge und fehlender Beweise zu einer Verurteilung kommen konnte.

Fakt ist eben nicht, dass hier ein Tier gequält wurde, denn der Beweis dazu wurde nicht erbracht, zumindest gibt der Artikel keinerlei Informationen dazu.

Zwei Zeugen geben an, die drei Männer beobachtet und gehört (!) zu haben, wie sie einem Raben das Bein brachen.
Der laut Bericht, "offenbar verletzte Vogel schleppte sich humpelnd davon und verschwand in der Nacht".
Wo ist also der Beweis, dass dies tatsächlich so stattfand, wie die Zeugen angaben? Wo ist der Beweis, dass der Vogel tatsächlich von den Angeklagten vorsätzlich verletzt wurde und nicht schon, wie von den Männern geschildert, bereits verletzt gewesen war? Diese Aussage erscheint schlüssig , da das Tier sich sonst wohl kaum hätte einfangen lassen, bzw. sitzt ein Vogel des Nachts für gewöhnlich in den Bäumen.

Wenn ich das richtig verstehe, erfolgte die Verurteilung wegen roher Tiermisshandlung demzufolge alleine auf die Aussage der zwei Zeugen hin. Das kann ja wohl nicht sein!


Auch der zeitliche Ablauf, wie im Artikel geschildert, lässt hier einige Fragen offen.

Die Zeugen sahen die drei Beschuldigten mit einem Raben in der Hand. Sie riefen die Polizei. Als diese eintraf, was im günstigsten Fall mindestens 10 Minuten dauert, hielt der Angeklagte den Vogel immer noch in der Hand und ließ ihn erst fallen, als sich die Polizei näherte. Was passierte in der Zwischenzeit? Was taten die Zeugen? Sahen unbeteiligt zu, wie der Vogel minutenlang gequält wurde?

Wie konnte es so überhaupt zu einer Verurteilung kommen? Es wäre interessant zu erfahren, ob die drei Männer von einem Anwalt verteidigt wurden. Dies geht aus dem Artikel leider nicht hervor.


Permalink
08.07.2019

Egal welchem Kulturkreis diese Kerle angehören, Fakt ist doch, dass sie aus Jux und Tollerei dieses Tier gequält haben und dann auch noch "gefilmt" haben, was ja heutzutage wichtig zur und für die Information der Nachwelt ist um Gleichgesinnte zu animieren.(edit/mod)

Permalink
07.07.2019

Lassen Sie mich hier bitte einige Punkte anmerken, die dem aufmerksamen Leser ins Auge stechen.

Am Königsplatz in Augsburg hat man seit Jahren mit den Krähenkolonien zu tun, es wäre mir neu, dass sich nun dort auch Raben angesiedelt haben. Würde man es genau nehmen, müsste man dann schon "Rabenvogel" schreiben.

Des weiteren kritisiere ich sehr stark die völlig unnötige Ergänzung im Text, die mutmaßlichen Täter gehören "einem anderen Kulturkreis" an..
Ich verweise in dem Zusammenhang auf den Pressekodex 12.1 :

"In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte."

Nun frage ich mich als Leser, was mit der völlig unnötigen Nennung der Herkunft impliziert werden soll?

Sind alle Menschen aus anderen Kulturkreisen generell Tierquäler? (stimmt nicht)
Sind alle Menschen aus "unserem Kulturkreis" keine Tierquäler? (stimmt nicht)


Außerdem stellt sich mir die Frage, wie denn im Prozess die Beweise erbracht wurden, dass der Vorgang tatsächlich so stattgefunden hat, wie es die Zeugen angaben. So wie der Artikel zu verstehen ist, hat niemand gesehen, dass die Beschuldigten dem Vogel tatsächlich das Bein brachen. Die Zeugen gaben an, einen "Knacks" gehört zu haben. Wie nahe befanden sie sich, dass sie dieses Knackgeräusch hören konnten? Meines Erachtens fehlt doch völlig der Beweis, dass die Tat tatsächlich so stattfand, wie von den Zeugen behauptet. Das vermeintliche Opfer war nicht mehr auffindbar. Die Täter leugnen die Tat und geben an, das Tier bereits verletzt aufgefunden zu haben. Laut Bericht wurden Fotos gemacht. War darauf konkret zu sehen, dass das Bein mutwillig gebrochen wurde? Das geht leider aus dem Bericht nicht hervor.

Ich möchte betonen, dass ich jede Art von Tierquälerei aufs Schärfste verurteile, jedoch tut in diesem Fall eine sachliche Betrachtung der tatsächlichen Vorgänge not. Dieser Artikel schürt meiner Ansicht nach Ressentiments gegen eine bestimmte Volksgruppe und einen "Kulturkreis". Ich bin mit einer solchen voreingenommenen Berichterstattung in meiner Tageszeitung nicht einverstanden.


Dass die Tiere am Königsplatz und generell kein leichtes Leben bei uns haben, steht außer Frage.
Krähen werden gejagt und niemand möchte diese wunderbaren Tiere haben. Und oftmals werden die Tiere auch leider mutwillig gequält und das völlig unabhängig vom "Kulturkreis" der Quäler.
https://www.tz.de/muenchen/region/suche-nach-kraehen-quaelern-1000-euro-belohnung-9916457.html
https://www.tag24.de/nachrichten/leipzig-kraehen-raben-killer-moerder-tierquaeler-nabu-naturschutzbund-sachsen-tot-toeten-467574
https://www.rabenforum.de/threads/hilferuf-aus-augsburg.4348/

Permalink
08.07.2019

Wenn es vor Gericht erforderlich ist, wird die Thematik des Kulturkreises sicherlich auch von den Verteidigern der Angeklagten als strafmilderndes Argument vorgebracht werden. Wieso sollte also die Zeitung ein Geheimnis daraus machen?
Man tut Migranten keinen Gefallen, wenn man so tut, also wären sie keine. Geheimniskrämerei schürt nur Vorbehalte bei der einheimischen Bevölkerung.

Permalink
05.07.2019

(edit/mod)

Permalink