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Augsburg

02.07.2012

Prozess um Knabber-Fische im Kosmetikstudio

Kangalfische entfernen abgestorbene Haut (Symbolbild). Was für medizinische Zwecke zugelassen ist, ist im Kosmetikstudio nicht erlaubt.
Bild: dpa

Das Verwaltungsgericht muss am Mittwoch über einen kuriosen Fall entscheiden.

Sie werden einige Zentimeter groß, und wenn sie an menschlicher Haut vorbeischwimmen, dann knabbern sie die oberste Schicht an: Sogenannten Kangalfische, eine Unterart der Barbe aus der Türkei, werden seit einigen Jahren zur Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt, weil sie abgestorbene Haut schonend entfernen. Einem Kosmetikstudio in Augsburg hat die Stadt nun aber die Haltung der Tiere verboten. Am Mittwoch liegt der Fall vor dem Verwaltungsgericht.

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Das städtische Marktamt, das auch fürs Veterinärwesen zuständig ist, sieht in der Haltung einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, so Amtsleiter Werner Kaufmann. Laut Gesetz darf keinem Tier ohne einen vernünftigen Grund Schmerz, Leid oder Schaden zugefügt werden. Die Haltung der Fische für medizinische Behandlungen – etwa bei Neurodermitis – ist hingegen zulässig. Gegen das Haltungsverbot durch die Stadt hat das Kosmetikstudio geklagt. Beim Termin am Mittwoch soll auch ein Sachverständiger ein Gutachten zum Thema Fischhaltung abgeben.

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