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21.10.2009

Prügelattacke: Polizei überführt die Schläger

Während in Augsburg über die öffentliche Sicherheit diskutiert wird, hat die Polizei die jüngste Prügelattacke vom Wochenende aufgeklärt. Die Ermittler haben einen 16-Jährigen und einen 18-Jährigen identifiziert, die in der Nacht zum Sonntag einen Mann (38) auf dem Parkplatz eines Burger-King-Restaurants geschlagen haben sollen. Beide Täter sind der Augsburger Polizei bekannt, sie sind schon häufiger durch Straftaten aufgefallen.

Den Erfolg brachten laut Polizei Bilder einer Überwachungskamera. Beamte der Lechhauser Inspektion erkannten darauf den 18-Jährigen. Der junge Mann ist in der Vergangenheit immer wieder kriminell geworden, hat eine Reihe von Vorstrafen. Deshalb hatten ihn auch Beamte der Kripo im Visier, die sich um jugendliche Intensivtäter kümmern. Im Verhör machten die beiden Verdächtigen unterschiedliche Angaben zu der Prügelei. Einen konkreten Grund für die Attacke konnten sie bisher offenbar nicht nennen.

Mehrere Zeugen hatten die Auseinandersetzung gesehen und waren dem 38-Jährigen zur Hilfe geeilt. Ganz so schlimm, wie zunächst angenommen, war der Übergriff aber wohl nicht. Der Mann sei zwar zu Boden gegangen, die Angreifer hätten aber nicht auf seinen Kopf eingetreten, sagte Polizeisprecher Robert Göppel. Das Opfer hatte sich Schürfungen und Prellungen zugezogen, die nach der Prügelei ambulant im Klinikum behandelt wurden. Gegen die mutmaßlichen Täter wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Unterdessen hat sich auch der städtische Ordnungsreferent Walter Böhm (CSU) in die Diskussion um die Sicherheit in Augsburg eingeschaltet. Um Gewalttaten zu verhindern, sei es wichtig, den Alkoholkonsum einzudämmen, sagt er. Der Stadt seien aber die Hände gebunden. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt ist es in Augsburg verboten, sich mit alkoholischen Getränken an öffentlichen Plätzen niederzulassen. "Wenn aber jemand mit der Wodkaflasche herumläuft, können wir als Stadt nichts tun", sagt Böhm. "Dazu fehlt uns die Rechtsgrundlage." Die Stadt habe deshalb schon vor einigen Monaten eine Resolution an den bayerischen Landtag gerichtet. "Darin sind mehrere Forderungen aufgelistet, wie man den Alkoholkonsum eindämmen könnte." Doch geschehen sei bisher nichts.

Prügelattacke: Polizei überführt die Schläger

Gefordert wird in der Resolution auch ein Verbot des nächtlichen Alkoholverkaufs an Tankstellen. Auch hier könne die Stadt im Alleingang nichts bewirken, meint Böhm. Der Geschäftsführer des Vereins "Brücke", Erwin Schletterer, verweist auf das Beispiel Ingolstadt, wo sich Tankstellenbetreiber freiwillig dazu verpflichtet hätten, den Verkauf von Alkohol einzuschränken. Eine gute Idee, sagt der Ordnungsreferent. In Augsburg sei man mit Versuchen, die Tankstellen ins Boot zu holen, leider gescheitert. "Manche Tankstellen sind heute halbe Getränkemärkte", sagt Böhm. "Die leben zum Teil davon." "Einblick

"Interview Polizeipräsident Klaus Waltrich beklagt einen Werteverfall. Die Polizei alleine könne dagegen nichts tun, sagte er. "Seite 41

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