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Theater Augsburg

19.05.2018

Publikum feiert Premiere von Solaris

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Bild: Jan Peter Fuhr

Die Premiere der Oper von Dai Fujikura war nicht ausverkauft. Was die Augsburger dann aber erlebten, war eine Überraschung.

Bei der Premiere der Oper Solaris im Stadttheater Augsburg blieben zahlreiche Stühle leer. Vielleicht lag das daran, dass das Stück von Dai Fujikura keinen hohen Bekanntheitsgrad hat. Es wurde erst 2015 in Paris uraufgeführt.

Umso mutiger war es, dass Theaterintendant Andre Bücker und Operndirektor Daniel Herzog die Oper auf den Augsburger Spielplan gesetzt hatten. Die Inszenierung von Dirk Schmeding, der erstmals am Theater Augsburg arbeitete, begeisterte das Publikum.

Am Ende gab es von den etwa 500 überraschten Premierenbesuchern donnernden Applaus. Das Bühnenbild beeindruckte mit einem schwebenden Raumschiff. Lichteffekte und Nebelschwaden unterstrichen die Weltraumatmosphäre. Vorlage der Oper ist eine Novelle von Stanislaw Lem aus dem Jahre 1962. Darin gerät ein Team von Weltraumforschern zum Planeten Solaris. Der dortige intelligente Ozean spiegelt die schmerzlichen Erinnerungen der Besucher.

Unter den Zuschauern hörte man häufig das Wort "Überraschung". Kaum einer hatte so eine interessante Oper erwartet. Intendant Andre Bücker sagte in seinen Dankesworten bei der Premierenfeier: "Was wir heute Abend gesehen haben, war eines Staatstheaters würdig."

Zu Gast bei der Premiere war auch der japanische Komponist Dai Fujikura. Er hatte die Oper 2015 komponiert. Der Augsburger Operndirektor Daniel Herzog fotografierte Fujikura nach der Premiere in dem Bühnen-Raumschiff. "Er liebt dieses Raumschiff", lachte Herzog. Aus Niedersachen reiste der frühere Augsburger Operndirektor Ralf Waldschmidt für die Ur-Aufführung an. Er ist seit 2011 Intendant am Theater in Osnabrück ist.

Die Entscheidung der Staatsregierung, Augsburg zum Staatstheater zu machen, war ein häufiges Gesprächsthema an dem Premierenabend. Im Zuge der Aufwertung sollen die Augsburger Philharmoniker in den Rang eines A-Orchesters erhalten. Auch der Chor soll vergrößert werden, was mehr Inszenierungen ermöglicht.

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