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Radler haben andere Wünsche

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Kommentar Von Fridtjof Atterdal
25.06.2019

Drei Fahrradstraßen gibt es jetzt im Stadtgebiet. Doch die Probleme der Radler lösen sie nicht.

Man fragt sich, was die Stadt mit der Einrichtung der Fahrradstraßen bezweckt. Zunächst klingt es ja gut: Eine Straße, auf der die Fahrradfahrer Vorrang haben Auf der sie sicher und ohne von Autofahrern bedrängt zu werden, in Ruhe in die Stadt radeln können. Doch schaut man die Umsetzung in Pfersee an, ist eher das Gegenteil der Fall. Es ist so eng und unangenehm wie eh und je und durch die geänderte Vorfahrt scheinen die Autofahrer jetzt auch noch verwirrt zu sein.

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Zügig durchzufahren ist keine gute Idee, zu hoch die Gefahr, dass ein Autofahrer aus Gewohnheit über die Kreuzung schießt und einen auf die Hörner nimmt. Es ist kein Wunder, dass von Seiten der Radler und Organisationen wie dem ADFC bislang kein Applaus zu hören ist. Selbst bei der Stadt räumt man ein, die Fahrradstraßen dienen eher dem Marketing als der Verkehrssicherheit.

Bei aller Anerkennung des guten Willens der Verantwortlichen – die Fahrradfahrer in Augsburg haben andere Wünsche. Ein klares Bekenntnis zur Fahrradstadt zum Beispiel – selbst wenn man einmal den Autofahrern weh tun müsste. Verbesserte Ampelschaltungen und Tempo-30 Regelungen an unfallträchtigen Stellen könnten viel bewirken. Wenn dann noch Falschparker von den Radwegen verschwinden, wäre es ein Traum.

Lesen Sie dazu auch: Neue Fahrradstraße ist umstritten

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