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Augsburg

10.11.2017

Radler sollen Falschparker fotografieren

Ein Bild, das alles zeugt: Ein Auto blockiert den Radstreifen in der Grottenau. Für Radler bedeutet das ein gefährliches Ausweichmanöver auf die Fahrbahn.
Bild: thingsonbikelanes-aux.tumblr.com, Sven Külpmann

Mithilfe einer Internetseite können Radfahrer der Stadt melden, wenn ihre Wege zugeparkt sind. Wie die Verwaltung mit den Anzeigen umgeht.

Für Radler sind sie ein regelmäßiges Ärgernis: Autofahrer und Paketdienste, die ihre Fahrzeuge auf Radspuren abstellen. Dort gilt zwar ein absolutes Halteverbot, doch das wird regelmäßig missachtet. „Für Fahrradfahrer ist es gefährlich, wenn sie wegen eines Falschparkers auf die Fahrspur für Autos ausweichen müssen“, sagt Janos Korda vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub in Augsburg. Ein Ausweichen auf den Fußweg ist nicht nur verboten, sondern für Fußgänger und Radler ein Risiko. Der ADFC hat darum eine Aktion gestartet, die für Diskussionen sorgen dürfte.

Vor einigen Tagen wurde im Internet die Seite zwei-minuten.net eingerichtet. Dort können Radler ein Formular mit ihren Personalien und Angaben zu einem Falschparker (Ort, Zeit, Kennzeichen, Fahrzeugtyp) samt einem Beweisfoto ausfüllen. Die Internetseite hilft beim Erzeugen einer Mail, die an die städtische Verkehrsüberwachung geht. Eine Veröffentlichung von Daten im Sinne eines Prangers sei nicht geplant, betont Korda.

Wer ist zuständig

„Es geht auch nicht darum, das Denunziantentum zu fördern oder die Behörden zuzumüllen“, so Korda. Allerdings sei die Thematik mit zugeparkten Radwegen seit Jahren ein wachsendes Problem. Der ADFC klagt, dass die Behörden sich nicht zuständig fühlen und man nach dem Buchbinder-Wanninger-Prinzip zwischen Polizei, Parkraumüberwachung und Ordnungsamt hin- und hergeschickt werde.

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Für Stadt und Polizei ist das Thema auch deswegen schwierig in den Griff zu bekommen, weil die meisten Gehweg-Parker dort nur kurze Zeit stehen – nach zwei Minuten im Schreibwarengeschäft oder beim Bäcker sind sie wieder weg. Stadt und Polizei betonen, sehr wohl ein Auge auf die Thematik zu haben. Zehn bis 25 Euro werden fürs Parken auf dem Radstreifen fällig.

Vor Jahren sorgte ein Fall um einen Rentner für Aufsehen

Mit der Aktion, die zunächst bis Anfang Dezember begrenzt ist, wolle man bei Autofahrern ein Bewusstsein für die Problematik schaffen, sagt Korda. „Viele glauben, dass es ein Kavaliersdelikt ist und ohnehin niemand danach schaut.“ Vor allem gehe es darum, Situationen anzuzeigen, von denen eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer ausgeht. „Es soll hier niemand mit dem Meterstab rumlaufen und eine Anzeige wegen fünf Zentimetern erstatten.“ Auch für Radler sei die Aktion ein Zeichen: Wer andere anzeige, solle sich auch selbst an die für ihn geltenden Regeln halten, so Korda.

Was wenig bekannt ist: Grundsätzlich geht die Verkehrsüberwachung auch Anzeigen von dritter Seite, also etwa von Passanten, nach, wenn es um Falschparker geht. Allerdings dürfen diese nicht anonym sein, weil die Anzeigeerstatter gegebenenfalls als Zeugen vor Gericht erscheinen müssen. Schlagzeilen machte vor drei Jahren ein Rentner, der in Oberhausen innerhalb von fünf Jahren hunderte falschparkende Autofahrer der Verkehrsüberwachung meldete. Allerdings stand er am Schluss wegen falscher Verdächtigung vor Gericht, weil er einige vermeintliche Parksünder offenbar zu Unrecht angeschwärzt hatte. Er erhielt eine Geldstrafe.

Stadt gibt Tipps

Auch der ADFC weist Radler darauf hin, dass Eintragungen korrekt sein müssen und die Verfasser dafür gerade stehen. Vorläufig werden Autofahrer aber wohl nicht ohne Weiteres mit Strafzetteln rechnen müssen. Einfach nur einen Zeitpunkt des Verstoßes zu benennen, wie es die Internetseite nahelegt, genüge jedenfalls nicht, so Andreas Bleymaier, Fachbereichsleiter beim Verkehrsüberwachungs- und Ordnungsdienst. Aufgrund rechtlicher Vorgaben sei es nötig, einen Zeitraum anzugeben, auch wenn es bei Radwegparkern (anders als etwa beim abgelaufenen Parkschein) keine Karenzzeit gibt. Allgemein erfolge eine Ahndung durch die Verkehrsüberwachung auch nicht, wenn der Fahrer noch im Auto sitzt. Die Mitarbeiter würden in diesen Fällen den Fahrer auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen, statt sofort einen Strafzettel zu schreiben.

Zudem, so Bleymaier, müssten Beweisfotos so aufgenommen sein, dass klar daraus hervorgeht, welcher Verstoß vorliegt. Sofern man nur einen Zeitpunkt während eines Verstoßes mitgeteilt bekomme, werde keine Ahndung erfolgen. Die Verkehrsüberwachung will, nachdem schon etliche Anzeigen via Mail eingetrudelt sind, auf die Macher der Seite zugehen und sie darauf hinweisen, wie sie die Formularfelder anpassen müssten, damit eine Weiterverfolgung möglich ist.

In Augsburg wird immer wieder über Gefahrenstellen für Radler diskutiert. Wir hatten unsere Leser im Mai gefragt, wo sie sich gefährdet fühlen, und die Ergebnisse in dieser Karte gebündelt:

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

13.11.2017

Die Radler sollten mal ihre große Klappe halten. Ich jährlich so 4 und mehr Wochen in Ausgburg und fahre, wenns Wetter zuläßt mit dem Rad in die Stadt. Füt viele Radler gibt es keine Regeln und fahren wie die Geisteskranken. Außerdem sind die Radwegein der Stadt oft unerklärlich, da endet ein Radweg plötzlich ohne Hinweis wies weitergehen soll oder unvermittelt gibt es gewollten Gegenverkehr. Hinweisschilder: Radler wird oben Fußgänger unten angezeigt, wo fährt man dann! Über die Köpfe der Füßgänger! Alles sehr dubios, von der Beschilderung, Strecke bis zu den Teilnehnernern angeht.

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16.11.2017

Sicher , "Für viele Radler gibt es keine Regeln...."

Und andere kennen nicht mal die Bedeutung von Verkehrszeichen,

wie die Bemerkung "Radler wird oben Fußgänger unten angezeigt, wo fährt man

dann! Über die Köpfe der Fußgänger!" zeigt.

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13.11.2017

Die Äußerung (wohl eher Nichtäußerung), "den Einzelfall" nicht beurteilen zu könnnen, halte ich für sehr fadenscheinig. Bei dem angesprochenen Problem geht es nicht um einen zurückliegenden Einzelfall, wie allgemein bekannt sein dürfte.

Noch eine Gelegenheit zur Klärung, Herr Marks:

Sind die Radfahrer, die wegen eines (allgemein gemeint, keine Zahl 1) Radwegparkers in dichten Autoverkehr - wie z.B. in der Grottenau - ausweichen müssen, und diese(n) deshalb anzeigen (werden), nach Ihrem Verständnis Denunzianten?

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12.11.2017

Notwendige Berichtigung:

Ich habe überlesen, dass Herr Marks, der das Unwort (ja Unwort, in diesem Zusammenhang)

"denunzieren" - (abwertend) (aus persönlichen niedrigen Beweggründen) anzeigen - eingebracht

hat, sich auf meine Frage

" Ist der Radfahrer, der wegen eines Radwegparkers in den dichten Autoverkehr ausweichen muss,

und diesen deshalb anzeigt, nach Ihrem Verständnis ein Denunziant?"

sich doch geäußert hat:

"Den Einzelfall kann ich nicht beurteilen" !!

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11.11.2017

Wer einen von einem Radwegparker unmittelbar Betroffenen, der dies - durchaus

nicht zu Unrecht - der Ordnungshörde anzeigt, stellt diesen (wissentlich oder

unwissentlich) mit der Bezeichnung "Denunziant" ins moralische Abseits. Dies stellt

die Verhältnisse auf den Kopf. Kein Drumrumreden - komme dann keiner mit "Synonymen"

(letztlich mangelnde Sinn- oder Bedeutungsgleichheit!). Also sollte man dies lassen.

Übrigens vermisse ich noch die erbetene (evtl. klarstellende) Äußerung von Juergen (ue?)

M a r k s.

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10.11.2017

Da braucht man keinen langen Kommentar schreiben: das Denunzierung par excellence. Aber das ist ja seit eingen Jahren "in". Manche haben halt nichts besseres zu tun als andere zu beobachten und zu melden. Soll in Nachbarn-Bereich stark verbreitet sein. Je älter die Leute werden .... .

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10.11.2017

Mal ganz abgesehen davon, dass jene Falschparker ja ganz öffentlich zeigen, dass sie sich für die StVO an dieser Stelle einen Dreck interessieren. Kann ja jeder sehen... Aber ja, Fotos & Co. gehen auf keinen Fall öffentlich, schon aus rechtlichen Gründen. Von Pranger, Denunzieren oder ähnlichem kann schlicht keine Rede sein. Aber das ist auch ein Symptom von Autodeutschland: Zeigt man auf einen Missstand in Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen (vor allem Autos), fliegt ganz schnell die Anfeindungskeule zurück. Als wenn derjenige, der den Missstand benennt, derjenige wäre, der das Verwerfliche begeht. Aber vorwiegend bei Autos. Wer sich über Fußgänger, Radfahrer, oder den Paketboten beschwert, dem wird natürlich ganz schnell zugestimmt.

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11.11.2017

Es gibt durchaus auch eine andere Bedeutungsebene von denunzieren:

>>anschwärzen, anzeigen, verdächtigen, verleumden, verpfeifen, verraten, melden, verklatschen, verpetzen,<<

Mindestens drei davon passen genau auf die Seite und Ihre Begeisterung dafür.

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11.11.2017

Die beim Duden kapieren es auch nicht - na klar.

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12.11.2017

Durchaus - wenn man es so meint, dann sollte man sich auch für eines dieser

Wörter entscheiden.

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11.11.2017

Eigentlich sollte ich darauf nicht antworten, aber ich habe gerade 3 Minuten Zeit:

- Öffentlichkeit: breitbeinug forografieren, Anzeige bei Polizei, ggfs. Verhandlung, Leserbrief an AZ: habe 3 zur Strecke gebracht... das alles und noch mehr ist öffenlich

- der neidere Beweggrund: Schadenfreude (kann noch beliebig ergänzt werden.

PS: Ich habe noch einen ROT-fahrenden Radler angezeigt(der mich nicht behindert hat), wäre mindestens einmal am Tag möglich, da mir niedere Beweggründe fremd sind.

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11.11.2017

Wo sehen Sie Schadenfreunde? Sie unterstellen es nur ohne Indizien.

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Ziel ist das durchgehende störungsfreie Befahren einer Rad Ost-West-Achse.

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Das macht zwar dort auch keine Freude aber man kommt wenigstens vorwärts.

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11.11.2017

Die Indizien liegen in der Psyche des Verpfeifers. Er freut sich einfach für Recht und Ordnung gesorgt zu haben und fühlt sich dann gleich um ein Vielfaches besser.... .

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11.11.2017

»Leserbrief an AZ: habe 3 zur Strecke gebracht... das alles und noch mehr ist öffenlich«

Wo genau wird dazu aufgerufen? Schöner Strohmann, können Sie gleich wieder einpacken.

»Ich habe noch einen ROT-fahrenden Radler angezeigt(der mich nicht behindert hat), wäre mindestens einmal am Tag möglich, da mir niedere Beweggründe fremd sind.«

Genau. Weil man Ihnen in dieser Situation überhaupt nichts von dem unterstellen könnte, was Sie gerade völlig offen anderen unterstellen. Viel Spaß noch beim weiter stänkern. Da können Sie mit dem Fuß so lange aufstampfen, wie Sie wollen: Wer falsch parkt und dann von Betroffenen angezeigt wird, der ist schlicht selbst schuld. Hat ihn keiner dazu gezwungen, andere im Verkehr zu behindern, und das noch auf eine klar und deutlich als illegal deklarierte Weise.

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10.11.2017

Rücksicht durch Denuzieren wird wohl nicht klappen. Vor allem sind die meisten von uns ja nicht entweder oder Verkehrsteilnehmer sondern sowohl als auch. Diese Spaltung - ich Fahrrad und Du MIV - trifft ja nur auf wenige zu. Jeder sollte sich mal ein wenig locker machen, weniger huoen, weniger schimpfen und dem anderen ein wenig Platz lassen.

Die Stadt muss eine Grundlage für ein gutes Miteinander schaffen und das tut sie aktuell nur unzureichend. Aktuell bleiben vor allem die Interessen und die Sicherheit fer Fahrradfahrer auf der Strecke: Fahrradweg Langenmantelstr. für 2017 versprochen und beschlossen - nichts. Magesberg: Seit einem Jahr der Fahrradweg stadteinwärts blockiert, weil die Umbaunummer mit dem Saudi nicht so läuft usw..

Wir werden in Augsburg immer mehr und ohne ein wenig Gelassenheit wird es nicht laufen.

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10.11.2017

Gelassen sind die Täter - die (wenigen) Falschparker auf den Radwegen.

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Gelassen sind auch der Staat und seine Bediensteten; man schafft Regeln und überwacht nur jene Regeln, die politisch opportun erscheinen.

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Wenn Sie mehr Gelassenheit fordern, kann das eigentlich nur die Opfer des falschen Verhaltens betreffen. Die sollten sich vielleicht nicht als Opfer sehen sondern das ganze besser als Erlebnis - Abenteuer Radfahren in der Großstadt.

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10.11.2017

Doch - gelassen. Kein Opfer-Täter Gedingse. Ich bin als Fahrradfahrer in der Innenstadt täglich unterwegs und nur wenig mit dem Auto. Ich ärgere mich über die Fahrradwege in der Grottenau, die rücksichtslosen Parker auf Fahrradwegen (kann ich auch nicht immer gelassen bleiben) und die schlecht geräumten Fahrradwege am Morgen im WInter.

Ich fahre aber auch mal kurz in der Karolinenstr. in der falschen Richtung zum Pustet, fahr mit dem Kinderanhänger mitten auf der Frauentorstr., weil die Schienenführung blöd ist, hab mal ein kaputtes Licht, kürze mal eben über den Fußweg ab usw. und bin froh, über jeden, der auch mich mit Gelassenheit erträgt und nicht gleich hupt, schreit und mich anzeigt.

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10.11.2017

Ich fahre aber auch mal kurz in der Karolinenstr. in der falschen Richtung zum Pustet, fahr mit dem Kinderanhänger mitten auf der Frauentorstr., weil die Schienenführung blöd ist, hab mal ein kaputtes Licht, kürze mal eben über den Fußweg ab usw.

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Aha - und wenn das jeder in einer Großstadt so macht?

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Und "Schienenführung blöd" lässt die Vermutung zu, dass Sie weder gelassen noch klug sind.

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Und was Sie noch gar nicht kapiert haben:

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Regeln nicht beachten

vs.

Regeln nicht beachten und andere dabei behindern/gefährden

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10.11.2017

Wenn man es nicht verstehen will, dann halt nicht. Persönlich werden dabei ist halt auch ein wenig arm. Viel Spaß noch und immer schön photographieren!

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10.11.2017

»Ich fahre aber auch mal kurz in der Karolinenstr. in der falschen Richtung zum Pustet«

Wie geht das denn? So weit links, oder wie? Wäre für mich völlig unverständlich, weil es genau keinen vorteil bietet. (Hint: die KS ist ganz legal in beiden Richtungen befahrbar.)

»fahr mit dem Kinderanhänger mitten auf der Frauentorstr., weil die Schienenführung blöd ist«

Ähm... und? Wo sonst? Hint: Laut gängigen Gerichtsurteilen, müssen Radfahrer wenigstens 75-80 cm Abstand zu Gehwegen und wenigstens einen Meter zu Parkern einhalten. Insbesondere mit Gespann natürlich von der äußersten Kante gemessen, also entweder Lenkerende oder aber Anhänger-Ende. Und wenn anderweitig kein Befahren möglich ist, so what? Solange Sie nicht auf der Gegenspur rum gurken (wo auch die Schienen sind...) ist das alles in Ordnung.

So weit ist es schon gekommen, dass sich Leute für völlig legales Verhalten rechtfertigen, nur weil sie das mit dem Rad machen. Zum Rest: Ich hoffe, dass Sie dann nicht zu denen gehören, die gerne mal sagen, dass sie gerne »erstgenommen werden wollen«. Denn genau das ist die Kehrseite der Medaille: Wer fährt wie ein Hampel, darf sich auch nicht darüber beschweren, wenn er wie einer behandelt wird. Trifft das zu?

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10.11.2017

Da steht jemand noch offenbar stolz dazu, dass er recht ungeniert

und ohne Hemmungen sich über Verkehrsregeln hinwegsetzt - und erwartet,

mit Gelassenheit ertragen zu werden - typisch für heutzutage

vielfach zu beobachtendes Verkehrsverhalten. Ich ich nur ich .......

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11.11.2017

Das erlebe ich aber in vielen Bereichen, dass dann sinngemäß ein »leben und leben lassen« als hohe Regel angeschleppt wird, aber faktisch bleibt davon fast immer nur »ich will machen dürfen, was mir gerade einfällt« übrig. Auf so einer Basis ist aber kein gemeinschaftliches Auskommen miteinander möglich. Es gibt gewisse Grenzen, die man sich im Konsens selbst auferlegt hat (allen voran die, die andere vor den eigenen Taten schützen sollen). Wenn man die Einhaltung dieser Grenzen dann einfordert, ist das sicher nicht bequem, aber genau so sicher völlig legitim.

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10.11.2017

Bussgelder in der Schweiz in CHF

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222.1. Parkieren auf einem Radstreifen (Art. 19 Abs. 2 Bst. d VRV) bis 60 Minuten 120

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222.2. Halten auf einem Radstreifen, wenn der Fahrradverkehr dadurch behindert wird (Art. 40 Abs. 3 VRV) 80

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10.11.2017

Dann fordere ich aber auch Gleichberechtigung für alle. Für die Radler ihren Weg und für die Lieferdienste mindestens eine Be- und Entladezohne pro Straße. Je nach länge der Straße.

Aber wie immer wird das nur ein Wunschtraum bleiben, denn wir Lieferdienste sind ja nur lästiger Müll den keiner haben will. Aber natürlich jammert jeder rum wenn wir nicht liefern. :(

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10.11.2017

Kann Sie gut verstehen. Ein harter Job. Ausbeuterei und statt Dank und ein wenig Anerkennung für diese Knochenarbeit noch dumme Kommentare von Sackkarren mit denen die Auslieferer mit zig Paketen gerne mal ein paar Hundert Meter durch die Gegend laufen können. Hauptsache der Fahrradfahrer muss nicht anhalten. Das sind dann vermutlich diejenigen, die Rettungsdiensten aufs Dach hämmern und Spiegel abtreten, weil sie doch im Rechtrechtrecht sind.

Merke: Ein Radfahrer hat das verbriefte Grundrecht, nicht anhalten zu müssen. Für nichts und niemanden, Rücksichtnahme fordert er ein, gewährt sie aber anderen nur selten. Von Zurückeroberung von Verkehrsraum schwadronieren sie und so verhalten sie sich auch.

(Pauschalisierungen und Bewertungen, die als Anspielung wirken. sind rein zufällig haben nichts mit hier Diskutierenden zu tun. ^^)

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10.11.2017

Ich halte diese organisierte Aufforderung, andere Verkehrsteilnehmer zu denunzieren, für problematisch. Hier schießt die Fahrradfahrer-Lobby über das Ziel hinaus. Gäbe es eine Fußgänger-Lobby, könnte die ähnlich handeln. Wer ist nicht schon einmal in der Fußgängerzone von einem Fahrradfahrer gefährdet worden? Oder von einem Fahrradfahrer, der abends ohne Licht unterwegs ist? In unserem immer dichteren Verkehr geht es aus meiner Sicht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und mit Toleranz. Anzeigen sind der falsche Weg.

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10.11.2017

Wäre schön, wenns so klappen würde mit der Rücksichtnahme. Unser Bürgermeister fordert auch immer größere Tolerenz ein. Nur sollte zuerst ein Status Quo erreicht werden, indem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt und sicher unterwegs sein können. Dies wird aktuell in Deutschland sellten erreicht, da die über jahrzehnte fehlgeleiteten, autozentrierten Infrastrukturmaßnahmen dazu führten, dass Radfahrer, Fußgänger und Öffentlichen zurückgedrängt wurden. Was wir jetzt erleben ist eine "Rückeroberung" des öffentlichen Raums von den Autofahrern. Das wird schmerzlich sein, aber es muß zum Wohle aller sein!

Und die eklatante Missachtung der Radstreifen durch Autofahrer ist ein Ärgerniss welches offensichtlich die Unterstützung der Betroffenen braucht, da die Ordungsdienste und Polizei dafür keine ausreichenden Kapazitäten haben.

Und zum Schluss: Die Fehler der einen, heben die Fehler der Anderen nicht auf. Also bitte nicht immer einen Missstand mit einem anderen vergleichen. Es geht hier um Falschparker.

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10.11.2017

»Und zum Schluss: Die Fehler der einen, heben die Fehler der Anderen nicht auf. Also bitte nicht immer einen Missstand mit einem anderen vergleichen.«

Das ist leider so Usus in Deutschland. Wie damals im Kindergarten: »Aber der andere, der...« Ich bin da mehr ein Kennedy-Fall: »Dont ask, what the others can do for social climate in traffic. Ask what you can do for social climate in traffic.« Oder wie man früher gesagt hat: Erst mal vor der eigenen Haustür kehren. Und da muss ich dann sagen: Mit den meisten komme ich super aus. Es sind nur einige wenige Knallköpfe, mit denen das nicht gelingen will. Wenn dann aber sogar der Staat (großflächig) weg sieht, läuft was verdammt schief.

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11.11.2017

Danke für Ihre Meinung. Mir geht es darum, dass hier eine Verkehrsgruppe sich mit Strafanzeigen gegen andere Verkehrsteilnehmer organisiert. Ich finde das schwer erträglich. Wir machen alle Fehler. Fußgänger, Radler, Autofahrer. Wenn wir uns gegeneinander mit Anzeigen jagen, ist das mit meinem Verständnis von Toleranz schwer zu vereinbaren.

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11.11.2017

Der Haken daran ist nur, dass es für viele Radfahrer täglich unerträglich wird, auf den Wegen zu fahren, auf die man sich auch noch per Verordnung zwingt. Da wird dann fröhlich falsch geparkt, aber von allen Seiten weggesehen. Man hats ja auch im Artikel schon schön lesen können, wie man versucht, bloß irgendwie nicht aktiv werden zu müssen. Da werden dann Märchen raus gezogen, die mit dem Bußgeldkatalog und auch mit der StVO nicht zu begründen sind. Stellen Sie sichs einfach mal so rum vor: Sie wollen aus Ihrem Grundstück raus, da parkt einer alles zu. Sie Rufen bei der Polizei an, und die erklärt nur lapidar: »Für den ruhenden Verkehr sind wir nicht zuständig.« Aha. Danke fürs Gespräche. Und im selben Stile läuft das ständig. Das ist unerträglich, aber Alltag. Wenn einem nichts anderes mehr hilft, als anzueigen, liegt das nicht an den Opfern, sondern an den Tätern und hier auch noch dem wegsehenden Staat.

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10.11.2017

Zu "denunzieren" habe ich folgende Bedeutung gefunden:

- (abwertend) (aus persönlichen niedrigen Beweggründen) anzeigen -

Ist der Radfahrer, der wegen eines Radwegparkers in den dichten

Autoverkehr ausweichen muss, und diesen deshalb anzeigt, nach

Ihrem Verständnis ein Denunziant?

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10.11.2017

Vor allem, weil »denunzieren« i. A. auch impliziert, dass der Denunziant nicht betroffen von den Verfehlungen des anderen ist. Wir reden hier nicht von »Zaungästen«, die andere anschwärzen, sondern davon, dass die Betroffenen gegen das vorgehen, was ihnen persönlich schadet, bzw. sie in Gefahr bringt. Und genau wie letzteres ist die Aktion eigentlich gemeint. Ich würde gerne mal sehen, wie jemand, der eine Anzeige wegen seines gestohlenen Geldbeutels erstattet, »Denunziant« genannt wird. Da wird dann so richtig offensichtlich, wie bescheuert der Vorwurf in solchen Konstellationen eigentlich ist.

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11.11.2017

Wahrscheinlich werden aber eher die Zaungäste wie Sie es nennen dort melden als Betroffene. Denn die Betroffenen haben es ja eilig, sonst könnten sie ja ohnedies kurz anhalten und wenn dann frei ist ungefährdet um das Hindernis herumfahren. So wie sie es auf einmal können, wenn sie ein Foto machen - hihi - haben Sie unlängst geschrieben. Entlarvender geht es doch gar nicht mehr.

Dann muss der Radfahrer ja auch noch ein paar Minuten warten, weil er einen Zeitraum angeben muss, in dem das Fahrzeug da falsch parkte.

Merken Sie was?

Nur ein übereifriger Radler wird sich da betätigen, Herr Huber zum Beispiel ist schon ganz wild drauf. Auch der Impetus des - ich möchte ganz ganz viel melden, bestätigt die Einschätzung als Denunzianten (Petzertum).

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11.11.2017

»Wahrscheinlich werden aber eher die Zaungäste wie Sie es nennen dort melden als Betroffene.«

Glauben Sie doch nicht ernsthaft, oder? Was soll das Unbetroffene (also Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer auf der anderen Straßenseite) so weit jucken, da aktiv zu werden? Oder anders rum, glauben Sie doch nicht, dass sich Radfahrer auf der Fahrbahn oder Autofahrer plötzlich aktiv zeigen, wenn der Gehweg zu geparkt ist. Juckt keinen. Das ist ja Teil des Problems, dass selbst die Opfer meistens keine ausreichene Motivation haben, aktiv zu werden. Sie schreiben es ja selbst: »Denn die Betroffenen haben es ja eilig, sonst könnten sie ja ohnedies kurz anhalten und wenn dann frei ist ungefährdet um das Hindernis herumfahren.« Warum sollten dann ausgerechnet die nicht betroffenen hier groß in Aktion treten? Nee, das sind schon vor allem die, die betroffen sind. Also Fußgänger auf Gehwegen und Radfahrer auf Radwegen. Alle anderen juckts ja eh nicht.

»Merken Sie was?«

Ich merke, dass es anscheinend en vogue ist, in Deutschland auf die Opfer zu hauen, wenn sie anfangen sich zu wehren, statt die Täter zu belangen. Das merke ich vor allem.

»ich möchte ganz ganz viel melden, bestätigt die Einschätzung als Denunzianten (Petzertum).«

Und selbst wenn es so währe: Es würde keinen falschen treffen. Ich sage es mal ganz plump: Die müssen da nicht falsch parken. So leicht ließe sich dieses angebliche »Denunziantentum« eindämmen. Einfach nicht falsch parken.

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11.11.2017

Das wollten Sie halt nur diese Bedeutung finden.

Es gibt auch andere:

>>anschwärzen, anzeigen, verdächtigen, verleumden, verpfeifen, verraten, melden, verklatschen, verpetzen,<<

anschwärzen, verraten, melden und verpetzen treffen es doch ganz gut.

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11.11.2017

Den Einzelfall kann ich nicht beurteilen. Die Organisation einer Strafanzeiegen-Website durch eine Lobby von Verkehrsteilnehmern halte ich für nicht zu Ende gedacht.

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11.11.2017

»Die Organisation einer Strafanzeiegen-Website durch eine Lobby von Verkehrsteilnehmern halte ich für nicht zu Ende gedacht.«

Wissen Sie, es ist immer einfach, gegen etwas zu sein. Machen Sie doch mal den Anfang: Wie würden Sie die wilde alltägliche Falschparkerei und das gleichzeitige Wegsehen der Behörden angehen? Mal ganz konkret bitte. Wir haben es schon auf anderem Wege versucht, aber es bringt nichts. Wie soll man auf so einen Missstand aufmerksam machen? Indem man schön die Schnauze hält und es weiter jeden Tag erträgt? Das machen zehntausende Radfahrer täglich in Augsburg. Es hilft offensichtlich nichts, weil es nur noch schlimmer wird. Ihr adjektiv »unerträglich« ist schon sehr gut brauchbar, um diese tägliche Ignoranz zu beschreiben.

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10.11.2017

Anzeigen sind der falsche Weg.

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Also a) schweigen oder b) Bike-Milizen gegen Sachen und Menschen?

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Somalia wir kommen ...

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Herr Marks haben Sie überhaupt verstanden was Rechtsstaat und staatliches Gewaltmonopol bedeuten? Und dann noch die Verunglimpfung mit "denunzieren" - ich fasse es nicht.

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10.11.2017

»Bike-Milizen gegen Sachen und Menschen?«

In Mexiko sind die Leute da wesentlich direkter: Wer ständig z. B. Schulwege zu parkt, kommt irgendwann mal an den Ort des Falschparkens zurück und hat vier zerstochene Reifen. Wäre natürlich auch eine Maßnahme, hätte aber im Rechtsstaat nichts verloren.

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11.11.2017

Ja Mexiko ist cool - kürzlich über Sicario im TV gestolpert - Kamerafahrt mit einem Rudel PickUps der FedPol - Kinnlade unten und vor dem Gerät geblieben.

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Frau S. das ist nicht der autoritäre Rechtsstaat den Sie mir unterschieben wollen ;-)

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11.11.2017

Diese Art autoritärer Rechtsstaat, der Ihnen vorschwebt, ist ganz nah dran am Spitzelstaat, den wir GsD überwunden haben. Was Sie in diesem Zusammenhang mit Gewaltmonopol meinen, ist nicht so ganz klar.

Ja, richtig, die Fahrradfahrer verpetzen die Autofahrer, die Fußgänger die Radfahrer und als jeweils gerade in der anderen Rubrik Verärgerter alle anderen.

Dank Smartphone heute ja alles ganz einfach - ach so ja nein, erst braucht es noch Kennzeichen für Räder und Passanten, damit da Gleichberechtigung herrscht.

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11.11.2017

Es ist das übliche Vorgehen einer Lobby, Andersdenkenden den Verstand abzusprechen. Sie erfüllen meine Erwartungen.

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11.11.2017

Verstand haben Sie schon, aber Sie haben hier einfach Unfug geschrieben.

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Anzeigen sind der falsche Weg.

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Aber schön dass Sie mich zur Radfahr-Lobby zählen; andere Kommentatoren meinen ja ich wäre Diesel-Lobby.

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Diese Gruppenzuordnung macht den Alltag wirklich einfacher...

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11.11.2017

Nicht so, wie wenn man die Aktion an sich als nicht zu Ende gedacht hält. Immerhin, die Sache kritisieren, ist schon besser. Hilft aber auch nicht bei der Abhilfe des eigentlichen Problems. Nur: Wieso kommen Sie auf die Idee, dass Peter P. eine Lobby ist? ;-)

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10.11.2017

"Gäbe es eine Fußgänger-Lobby, könnte die ähnlich handeln."

Wer sagt denn, dass bei der Aktion Fußgänger ausgenommen wären? Lesen Sie sich mal den Text auf der entsprechenden Webseite durch. Dort steht nirgendwo, dass es nur um Radwege geht... Einfach mitmachen.

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11.11.2017

Da haben Sie recht. Die Radfahrer-Lobbyorganisation ADFC wendet sich auch an Fußgänger und bittet um Unterstützung für Ihre Aktion, mit massenhaften Strafanzeigen gegen Falschparker einzutreten. Ich bin in dieser Stadt als Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und Trampassagier unterwegs. Ich erlebe Verfehlungen aller Verkehrsgruppen. Insgesamt freue ich mich aber über ein tolerantes Klima. Eine Strafanzeigenaktion gegen eine dieser Gruppen ist für überflüssig und vergiftet das Klima. Denn niemand ist ohne Fehler.

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11.11.2017

Denn niemand ist ohne Fehler.

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Es ist die Anzahl der Fehler die gute und weniger gute Leute unterscheidet.

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Und Fehler geschehen üblicherweise aus Versehen, Schlamperei, Schläfrigkeit, Drogen und nicht aus Vorsatz. Darum ist ihr Hinweis nicht zielführend. Dieses Parken auf Radwegen erfolgt aus Vorsatz.

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11.11.2017

»Es ist die Anzahl der Fehler die gute und weniger gute Leute unterscheidet.«

Eigentlich ist »Fehler« bei dieser Handlung meistens ohnehin nicht angebracht. »Fehler« impliziert so ein bisschen, dass der Täter ja gar nicht wusste, was er damit anrichtet. Sorry, aber da gehe ich nicht mit. Diejenigen, die sich mit wachsender Begeisterung auf Geh- und Radwege stellen, machen das ganz bewusst in dem Wissen, dass das was sie da machen nicht in Ordnung ist (oder sie sollten schleunigst mal wieder eine Fahrschule besuchen). Das ist kein »Oh, ich wusste gar nicht, dass die verkehrsberuhigte Zone hier schon gilt.« Es ist also kein Fehler im Sinne von »aus Unwissen, ausversehen«, sondern eher Absicht. Ob man das noch Fehler nennen kann, ist wohl Geschmacksache. Ich meine, nicht.

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11.11.2017

Wissen Sie, in Sachen Falschparker gilt ein mal mehr (für die ach so Harmoniebedürftigen): Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dumme ist. Und das haben wir jetzt seit Jahrzehnten gesehen, wohin das führt. Wenn dann ein mal derselbe Dumme die Schnauze voll hat und endlich Maßnahmen sehen will, die die tägliche Verfehlungen auf dessen Kosten abstellen (oder wenigstens erheblich weniger attraktiv sein lassen), dann ists auch wieder nicht richtig. Allen recht getan... Es wäre so einfach, wenn die Leute einfach das Falschparken unterlassen würden. Bräuchte keiner so eine Webseite machen. Wäre mir auch am liebsten.

Ist aber leider nicht so. Und von nett gemeintem »hach wir sind hier aber alle Freunde« werden sich die wenigen Stinker, die das ausnutzen, nicht sonderlich beeindrucken lassen. Und da sehe ich den Staat in der Pflicht. Sonst kann er mit seiner StVO auch gleich einpacken. Dann ist die nämlich keinen Pfifferling mehr wert, wenn man nur ein Auto fahren muss, um gewisse Dinge systematisch immer wieder tun zu können, ohne im Ansatz Sorge haben zu müssen, dass das auch mal negative Konsequenzen hat. Das Argument zieht in anderen Bereichen genau so gut, und auch da wäre die Frage, ob man nicht endlich mal genauer hin sehen und aktiv werden will. Um nicht mehr aber auch nicht weniger geht es: Lieber Staat, mach endlich deinen Job anständig, denn die Leute kriegen es offensichtlich allein nicht hin.

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11.11.2017

Ja, aber es geht nur gegen Autofahrer.

Gegen Radfahrer, gegen die viele Fußgänger gerne was unternehmen würden, geht es mitnichten. Vom ADFC natürlich auch nicht ernsthaft zu erwarten. ^^

Und eben leider auch gar nicht umzusetzen.

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11.11.2017

»Ja, aber es geht nur gegen Autofahrer.«

Nö, es geht auch gegen LKW-Fahrer. :-P Mal ernsthaft: Wer parkt denn sonst meterbreite Wege komplett zu?

»Vom ADFC natürlich auch nicht ernsthaft zu erwarten. ^^«

Ernsthaft: Der ADFC steht sicher nicht dafür, dass man mit dem Rad die Sau raus lassen kann oder darf. Gegen Stinker auf dem Rad kann man genau so vorgehen. Ernsthaft: Machens einen Fußgänger-Verein auf (Fuss e. V. gibt es in Augsburg leider noch keinen...) und machens was dagegen. Meckern in irgendwelchen Kommentarbereichen der AZ hilft nichts.

»Und eben leider auch gar nicht umzusetzen.«

Wieso? Es gab z. B. vom ADFC Magdeburg Kooperationen mit der Verkehrspolizei, wo Geisterfahrerei Thema war. Da standen die ADFC-Aktiven mit bei der Kontrolle, und statt Knöllchen gab es erst mal eine Standpauke, warum das Bockmist ist, was einige da mit dem Rad machen. Beim zweiten Mal dann nicht, dann gibt es volle Breitseite. Würde mich sicherlich nicht daran stören, wenn so was käme. Aber man fängt halt irgendwo an... Die Reihenfolge schmeckt nur komischerweise immer genau denen nicht, die es als erste abkriegen.

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10.11.2017

Berichtigung:

Statt "Verkehrsüberwachungsdienstes" richtig "Ordnungsdienstes"

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10.11.2017

Die bemerkenswerte, von Patrick R. in Frage gestellte Äußerung des Verkehrsüberwachungsdienstes

zur Verwarnung von Radwegparkern kann im Internet unter DAZ "Die Augsburger Zeitung" "Fahrradstadt

2020 - Eine Ortsbegehung" (23.02.21017) nachgelesen werden.

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10.11.2017

Die Augsburger Allgemeine lässt Antworten in den Kommentaren zu. Das macht Ihre Anmerkungen leicht zuordbar. Ich habe Ihre Aussage nicht angezweifelt, Nur mit Zitaten ohne direkten Quellenbezug sollte man vorsichtig umgehen, weshalb ich die Äußerung nicht direkt übernommen habe. Die Aussage halte ich dennoc weiter für sehr fragwürdig da die komplette Existenzgrundlage des OA die Überwachung zur Einhaltung der Gesetze und Verordnungen ist. Welche gerade geandet werden liegt hier nicht in einem Ermessensspielraum, wenn hierbei eine offensichtliche Gefährdung stattfindet.

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10.11.2017

"Die Aussage halte ich dennoc weiter für sehr fragwürdig da die komplette Existenzgrundlage des OA die Überwachung zur Einhaltung der Gesetze und Verordnungen ist."

Viel härter: Der gesamte Rechtsstaat könnte mit dieser Denkweise ausgehebelt werden: Weil sich deswegen trotzdem nicht jeder dran hält, macht man einfach nichts. Tolle Wurst. Damit kann ich auch Diebstahl, Steuerhinterziehung, Sachbeschädigung, usw... nicht mehr verfolgen. Das ist genau das, was mir auch sofort sauer aufgestoßen ist, damals bei der Grünen-Veranstaltung. Zeigt aber, wessen Geistes Kinde das ist: Man will eigentlich nicht.

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10.11.2017

Ich werde rege teilnehmen, schade das die Aktion jetzt im Winter statt findet wenn so wenige Radfahrer unterwegs sind!

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10.11.2017

Sagt ja keiner, dass man im Sommer nicht mehr dürfte. ;-) Die Aktion ist mehr gedacht, um mal eine zahlenmäßige Idee für die Verantwortlichen zu kriegen. Kann natürlich gut sein, dass die Leute auf den Geschmack kommen, und das auch über den Dezember hinaus nutzen/machen. Ist mehr die Frage, wie lange der ADFC die Seite bestehen lässt. Aber da denke ich mal, wird es auch keine Bestrebungen geben, das schnell wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen.

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09.11.2017

Zu dem Wunsch nach einer konsequenten Ahndung von Parkverstößen auf markierten Radwegen

berichtete Die Augsburger Zeitung (DAZ) in einem Artikel über eine von der Stadtratsfraktion der

Grünen veranstaltete Diskussion:

"Die Vertreterin des städtischen Ordnungsdienstes meinte allerdings, dass Verwarnungen hier nichts

brächten, da das jeweilige Auto ja trotzdem weiterhin im Weg stünde"

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10.11.2017

Genau an solchen Sätzen kann man eben sehen, dass es doch keinen Ansporn gibt. Eigentlich™ wäre sogar Abschleppen möglich, da objektiv betrachtet eine Gefährdung der Verkehrsabläufe vorliegt. Aber zumeist landet nicht mal der Zettel unter dem Scheibenwischer. Nächste Woche steht der halt wieder da.

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10.11.2017

Das Argument des Ordnungsdienstes (sollte es so gefallen sein) ist hier einfach sinnfrei und würde die komplette Arbeit des Ordnungsdiensts in Frage stellen. Verwarnungen sollen nicht alle Verkehrsteilnehmer darauf hinzuweosen, sondern die Sünder zu verwarnen und anderen damit die Problematik ins Gewissen zu rufen, damit diese selbst nicht dort parken. Aber es zeigt sich auch hier wieder mal das Schwarzer-Peter-Spiel der eigentlich zuständigen Dienste.

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10.11.2017

Ja, ist sinngemäß wirklich so gefallen. Weil sich keiner dran hält, resigniert man lieber, weil ja eh zu viel Arbeit. Ich war dabei, und habe mir an den Kopf gefasst.

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09.11.2017

Ich möchte wissen, wie sich manche Leute vorstellen, dass Paketdienste, Müllfahrzeuge und Taxifahrer ihre Arbeit verrichten sollen, ohne hin und wieder einen Fahrradstreifen auf der Straße zu blockieren.

Und dann warte ich auf die ersten Fotos von Polizei- und Rettungsfahrzeugen. ;-)

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09.11.2017

Wie auf dem Beispielfoto oben zu sehen ist, wäre das auf zweispurigen Straßen sehr einfach: Einfach auf die rechte der beiden Fahrspuren stellen und den Radweg freihalten, so haben Autos immer noch eine freie Fahrspur.

Und wenn es irgendwo nicht klappen sollte, dann müssen eben Anlieferparkplätze eingerichtet werden.

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10.11.2017

"Einfach auf die rechte der beiden Fahrspuren stellen und den Radweg freihalten, so haben Autos immer noch eine freie Fahrspur."

Ja, aber dann würde man ja mit dem eigenen Verhalten den "richtigen" Verkehr einschränken. Eine Krähe und so...

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09.11.2017

1. Gewerbetreibende tragen Mitverantwortung für ihre Belieferung

2. Stadt schafft in der ganzen Innenstadt Ladezonen

3. Lieferdienste kaufen sich Sackkarren und laufen auch mal ein paar Meter

4. Arbeitslose werden als Träger verpflichtet - USO - Umwelt-Service-Officer

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10.11.2017

Es werden aber nicht nur Gewerbetreibende beliefert. In der Innenstadt ist natürlich jede Menge Platz für Ladezonen.

Warum schlagen Sie nicht einfach Lieferungen durch Lastenfahrräder vor? Ach so, die stünden ja dann auch auf den Fahrradstreifen, weil wohin denn mit ihnen.

Für Taxen schafft man auch Ein- und Austeigeplätze irgendwo im Umkreis von 500 m zu Arztpraxen, Tageskliniken, Friseuren etc. Und die Gehbehinderten schauen dann eben, wie sie dorthin kommen, wo sie hin müssen.

Und das alles, damit eine Sorte Verkehrsteilnehmer nur ja NICHT in ihrem Fortkommen beeinträchtigt wird? Was spricht denn dagegen, dass der Radfahrer einfach bremst und anhält bis frei ist, um das Hindernis herumfährt und die Fahr wieder aufnimmt. So wie es der KfZ-Verkehr auch tun muss, wenn seine Spur blockiert ist.

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10.11.2017

Auch Gehbehinderte haben kein Recht Radfahrer zu gefährden - Punkt.

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Auch Behinderte haben sich an Gesetze zu halten - willkommen beim Thema Gleichberechtigung.

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Und genau dafür sollte es flächendeckend Ladezonen, die bei Fehlnutzung drakonisch bestraft werden (Fahrverbot 14-Tage). Die Menschen brauchen Regeln sonst gibt es Anarchie. Ich sehe sonst nicht, warum Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen gegen Falschparker ein Problem sein sollten.

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10.11.2017

Ahja, hochinteressant. Sie bewerten das Recht des Fahrradfahrers auf ungestörtes Fortkommen - um die Sicherheit geht es mitnichten, ich habe Ihnen bereits dargelegt, wie Fahrradfahrer sich trotz blockierten Fahrradweges rechtlich einwandfrei und sicher behelfen können- höher als das Interesse eines Schwerbehinderten, seinen Arzt aufsuchen zu können.

Was für eine einseitige bornierte Denke. Sorry. Vllt. kommen Sie ja selbst mal in die Lage, dass Sie nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs sein können, sondern von jemanden zum Ärztehaus gebracht werden müssen, der Sie dann mit Müh und Not die 10 m vom Auto bis zum Aufzug schleift - weiter würde sie es nicht schaffen. Nur dass 10 m vor dem Haus halt seltenst eine legale Haltemöglichkeit ist.

Würden Sie das für einen Krankenwagen auch so sehen und wenn nicht, warum machen Sie für diesen einen Unterschied?

Das Taxi ist ein öffentliches Verkehrsmittel und genau für die Fälle da, wo eine Person nicht mehr am normalen öffentlichen Verkehrsgeschehen teilnehmen kann, aber eben auch noch nicht den Krankentransport in Anspruch nehmen muss/will/darf.

In dieser schönen Welt, die Sie uns reglementieren möchten, möchte ich auch als Fahrradfahrer lieber nicht leben.

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10.11.2017

»Warum schlagen Sie nicht einfach Lieferungen durch Lastenfahrräder vor?«

Hihi, das ist lustig, weil:

http://www.adfc-augsburg.de/index.php/verkehrspolitik/472-alle-verantwortlichen-sind-gefragt

Dort gibt es u. A. auch genau den Vorschlag. Den hat der ADFC schon vor über einem Jahr in abgewandelter Form (nämlich so wie Sie es vorschlagen) gemacht. Bekommen haben wir, dass man jetzt mit dem Rad wenigstens genau so lang, wie mit einem tonnenschweren, fetten LKW in die FuZo darf. Immerhin.

»Und das alles, damit eine Sorte Verkehrsteilnehmer nur ja NICHT in ihrem Fortkommen beeinträchtigt wird?«

Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Das ist das Prinzip Radweg. Bleifuß heben ist zu schwer, also müssen langsamere Verkehrsteilnehmer abhauen. Aber nicht einfach nur weil sie langsam sind (das sind z. B. Mofa-Fahrer auch), sondern weil sie keinen Motor haben. Das wars auch mit den Unterschieden. (In T-30-Zonen werde ich immer mal wieder schon 30 fahrend immer noch angehupt – am Tempo liegts also eher nicht.) Und weils nicht ausreicht, Reservate einzurichten, wird auch noch deren Benutzung vorgeschrieben (das Blaue Schild, was die Stadt Augsburg gießkannemäßig überall hin stellt, egal ob legal oder nicht). Um dann von Parkern doch wieder ausgebremst und verscheucht zu werden. Wer wird da eigentlich von wem beeinträchtigt?

»So wie es der KfZ-Verkehr auch tun muss, wenn seine Spur blockiert ist.«

Der Unterschied ist, wenn die KFZ-Spur, so wie viele Radwege, teils stundenlang unpassierbar blockiert würde, wäre innerhalb einer halben Stunde ein Abschleppwagen da. Auf Radwegen setzt es zumeist nicht mal ein Knöllchen. Genau darum geht es bei der Aktion.

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09.11.2017

Wenn die Verkehrsüberwacher "in diesen Fällen den Fahrer auf sein Fehlverhalten

aufmerksam machen", so wird es in wenigen Wochen sicher erheblich weniger

Verstöße von Radwegparkern geben!?

So beseitigt man keine große Gefahrenquelle für Radfahrer - ein großes Interesse

daran, dies doch zu tun, scheint nicht zu bestehen.

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10.11.2017

Genau letzteres hat man in den letzten Jahren einfach überdeutlich aus den Aussagen ableiten können: »Wir wissen, wie es da zugeht, aber eigentlich haben wir keinen Bock was dran zu setzen, es zu ändern.« Und zwar alle drei Zuständigen gleichermaßen. Da hat jeder seine ganz eigene Ausrede, warum er da jetzt nicht aktiv werden muss. Mal drei Highlights: »Für den ruhenden Verkehr sind wir nicht zuständig« (war glaube ich die Polizei), »für Radwege sind wir nicht zuständig« (Parkraumüberwachung) und der Oberknaller: »Die Parken trotzdem weiterhin falsch, Knöllchen bringen da nichts.«. Und so tut keiner ernsthaft was dagegen. Und das ist dem Rechtsstaat unwürdig. Radfahrer (zu recht!) in der FuZo anhalten können sie ja auch. Ginge alles, wenn man wollte. Aber daran hängts halt.

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09.11.2017

Das ist doch ein alte Hut. Die http://thingsonbikelanes-aux.tumblr.com/ wurde schon vor Jahren erstellt und hat die Autofahrer an den Pranger gestellt. Also zu dem zeitpunkt an dem man das Projekt Fahrradstadt 2020 ausgerufen und angeblich auch so gemeint hat. Auf der Seite waren Bilder von Falschparkern (meist an den immer gleichen Stellen) mit Datum und Ort gepostet. Genutzt hat es nichts. Weder Stadt, Ordnungsamt oder die Polizei haben ihre Kräfte in die Ahndung oder Verhinderung gesteckt. Letztere waren selbst oft genug auf den Bildern zu sehen. Einzig ein lustiger Spruch oder Kommentar unter dem Bild erheiterte einem den Tag und schmerzte über die Untätigkeit der Verantwortlichen hinweg. Als Radfahrer wurde man stehts mit einem freundlichen Mittelfinger begrüßt, wenn man den Falschparker inflagranti erwischt, angesprochen oder das Fahrzeug fotografiert hat. In Augsburg ist das zuparken von Rad- und Fußwegen schon lange gang und gebe. "Ich muss ja nur mal kurz ....(zum Bäcker, Bank, Briefkasten etc.) ....

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09.11.2017

Naja, ganz so einfach ists nicht. Es ist schon noch mal ein erheblicher Unterschied, ob man ein Foto nebst Spaß-Text auf einer privat betriebenen Webseite ablädt, oder ob man direkt eine Anzeige bei der offiziell zuständigen Behörde macht. Letzteres können sie nicht ganz so einfach ignorieren. Aber ich gehe insofern mit, dass die Fotos allein schon eine Wirkung hätten haben müssen. Hatten sie aber nicht, weshalb er Betreiber auch irgendwann resigniert hat. Der ADFC geht jetzt einen Schritt weiter, denn es geht bei der Aktion nur mittelbar um die Autofahrer. In erster Linie geht es mal um das Bewusstsein bei den Behörden selbst. Erst wenn die Behörden endlich mal ernsthaft aktiv werden, hat man eine reelle Chance, dass Knöllchen und Co. auch beim Autofahrer eine Wirkung entfalten. Denn ein mal im Jahr 20 € zahlen müssen, sorry, dafür ist das Parkhaus dann wirklich zu teuer...

P. S.: Die Webseite wurde inzwischen auch schon aktualisiert, mit einem entsprechenden Hinweis.

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09.11.2017

"Aufgrund rechtlicher Vorgaben sei es nötig, einen Zeitraum anzugeben, auch wenn es bei Radwegparkern (anders als etwa beim abgelaufenen Parkschein) keine Karenzzeit gibt."

Die gibt es auch nicht mehr, sobald jemand sein Fahrzeug verlässt. Zitat aus §12 StVO: "Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt."

Sobald also keiner mehr drin sitzt und irgendwas anderes macht (was meistens der Fall ist), ist das Parken.

"Sofern man nur einen Zeitpunkt während eines Verstoßes mitgeteilt bekomme, werde keine Ahndung erfolgen."

Da würde mich dann doch interessieren, woran genau man das fest macht. Denn, siehe oben, sobald geparkt wird, an einer Stelle, an der das nicht erlaubt ist, sollte das doch wohl reichen. Und dazu sollte ein Zeitpunkt hinreichend sein, weil keiner gerade für die Dauer von 0 Sekunden falsch parkt. Ich kann das verstehen, wenn man die drei Minuten halten Regel anwenden will. Aber die gilt halt nur, wenn noch einer drin sitzt. Siehe oben: Seltenst der Fall.

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09.11.2017

Ich nehme an, das sind interne "rechtliche" Vorgaben um einen möglichst widerspruchsfreien Arbeitsalltag zu haben.

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Der Artikel zeigt eigenlich nur, dass die "Fahrradstadt" ein politische Worthülse und kein reales Projekt ist. Eine Parkraumüberwachung sollte so in erster Linie Verhalten sanktionieren, welches den Verkehr behindert oder gefährdet. Hier scheint es aber eher um Einnahmesteigerungen durch Parkzeitüberschreitungen zu gehen.

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Nach diesem Artikel verstehe ich jetzt immerhin besser, warum die in Berlin diese Brutallösung anstreben.

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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/berlin-hauptstadt-plant-sichere-radwege-a-1177003.html

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Keine Ahnung was gefährlicher ist; der Depp oben mit Kangoo oder an jeder Stelle Poller neben der Fahrbahn.

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Es zeigt aber nur wieder einmal, dass dieser Radweg durch die Grottenau einfach populistischer Mist mit extra dreckiger Luft ist. Eine Fahrradstraße via Obstmarkt zum Stadttheater wäre ampelfrei und angenehmer gewesen.

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09.11.2017

»Ich nehme an, das sind interne "rechtliche" Vorgaben um einen möglichst widerspruchsfreien Arbeitsalltag zu haben.«

Ich denke mir bei so was nur immer: Bei meinen Eltern oder Vorgesetzten oder sonst wem komme ich auch nicht mit so windigen Argumentationen durch. Warum kommen Behörden (oder der Gesetzgeber, je nach dem) beim Bürger (in letzter Instanz also ihrem Vorgesetzten) immer damit durch? Ich vermute mal, weil es eben doch auch sau bequem ist, überall parken zu können, ohne einen einigermaßenen Angstfaktor zu haben, erwischt zu werden. Erwischt wird man viel zu selten und selbst wenn, macht das finanziell nicht das Kraut fett.

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09.11.2017

Warum ausgerechnet Sie sich über das Zuparken von Radwegen echauffieren, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Sie sind doch derjenige, der seit Jahren gegen sämtliche Radwege wettert. Der Radfahrer soll im normalen Verkehr mitschwimmen. So ist doch Ihre Position, oder?

Dann gibt es auch keine extra Spur für Fahrradfahrer, deren Blockieren an den Pranger gestellt werden müsste. Alternativ forderte man von allen Autofahrern ebenfalls, dass sie Parkende in zweiter Reihe anzeigen mögen.

Und im Übrigen: Wo kann man denn die zahlreichen Verstöße von Fahrradfahrern hinposten? Ach so ja, da bräuchte es ja erst noch Kennzeichen.

Das sollte dringlichst eingefordert werden.

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09.11.2017

Autofahrer haben auch Kennzeichen und trotzdem werden unzählige Verstöße nicht geahndet.

Wo Radler sich und andere gefähren ist meiner Meinung nach v.a. Geisterradeln und ohne Licht fahren. Das sollte auch strenger kontrolliert werden.

Grundsätzlich ist es aber einfach so, dass Auto- und LKW-Fahrer Radler und Fußgänger bei Fahrt durch die hohe Masse und größere Geschwindigkeit sehr viel mehr gefährden als andersherum. Und beim Parken eben durch das große Ausmaß der Fahrzeuge, da sie Rad- oder Fußwege blockieren. Bei Radwegen müssen Radler in den fließenden Verkehr ausweichen, bei Fußwegen werden besonders in Kreuzungen die Sichtmöglichkeiten für Fußgänger stark eingeschränkt. Das erhöht wiederum die Unfallgefahr für genau diese schwächeren Verkehrsteilnehmer. Also sollte man doch besonders bei der Ursache ansetzen, also den Autos und LKWs.

Am Besten wäre es natürlich so, wenn alle Radverkehrsanlagen so gebaut wären, dass die missbräuchliche Benutzung erst gar nicht möglich ist.

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10.11.2017

>>Am Besten....>>

Genau, zäunen wir die Radwege ein, so wie sie es in Berlin jetzt vorhaben.

Wenn es den ersten Toten gibt, weil bei Zusammenstößen von Radfahrern (es gibt ja immer welche, die selbst auf Radstreifen in der falschen Richtung unterwegs sind) einer gegen so einen Sicherheitabsperrpfosten gefallen ist, wird man vllt. fragen, wer für so eine geniale Lösung Verantwortung trägt.

Die Kontrollen der Fahrradfahrer sind ungefähr so wirksam, wie die Kontrollen der Radstreifenblockierer. Ergo muss ein Pranger auch für Rowdyradfahrer her. Sie gefährden auch andere Verkehrsteilnehmer - vor allem auch noch schwächere, nämlich die Fußgänger.

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10.11.2017

»Ergo muss ein Pranger auch für Rowdyradfahrer her.«

So würde ich es nicht schreiben. Aber es muss endlich mal ein Einwirken auf die gesamte Bevölkerung her, denn das ist kein Problem von einer Verkehrsteilnehmergruppe im Speziellen. Es muss endlich ein allgemeines Bewusstsein her, dass man erstens nicht allein im Straßenverkehr unterwegs ist, zweitens keiner irgendwelche Vorrechte hat und drittens jeder mit Verantwortlich dafür ist, wie gut man miteinander auskommt.

»Sie gefährden auch andere Verkehrsteilnehmer - vor allem auch noch schwächere, nämlich die Fußgänger.«

Die machen es einem aber auch sehr oft sehr leicht. Klassiker: Ohne vorher auch nur im Ansatz die Lage zu checken einfach blindlings über den Radstreifen drüber. Und in gemeinsam genutzten Verkehrsräumen darf man sich auch als Fußgänger gerne mal umsehen, bevor man unvermittelt nach links oder rechts zieht. Dass der Hintermann trotzdem bei unklarer Verkehrslage das Tempo drosseln sollte, liegt aber auch auf der Hand. Und da sind auch die Behörden gefragt: Ist es jetzt wirklich unabdingbar, Radfahrer auf Gehwege zu zwingen (VZ 240)? Ich sage: Praktisch nie. Denn auf der Fahrbahn geht dieselbe Debatte dann mit Autofahrern weiter. Warum können die nicht mal den Fuß vom Gas nehmen und beim Überholen ausreichend Abstand halten? Ginge alles. Wie ich sage, ein Miteinander muss her.

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10.11.2017

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!!! Pranger wäre es wen die Daten veröffentlicht würden…. Hier ein Link zu der Definition Pranger https://de.wikipedia.org/wiki/Pranger Wesentlicher Bestandteil ist die öffentliche zur Schaustellung!

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10.11.2017

Prima Hinweis - ich denke aber, dass die Verunglimpfung der ADFC Aktion hier System hat und Sie mit solchen sachlichen Argumenten bei den Radwegparkern nichts erreichen.

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11.11.2017

Keine Sorge, je größer der Gegenwind, desto eher hat man offensichtlich die richtigen getroffen. Denn der Anteil der (Auch)Autofahrer ist sicherlich gewaltig. Und der Anteil derer unter ihnen, die schon mal dann und wann falsch parken, wird auch nicht gerade verschwindend sein. Und getroffen Hunde bellen bekanntlich. Wenn das Bellen aus vielen Richtungen gleichzeitig kommt, nur weil Leute Gebrauch von ihren Rechten machen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder das zugrundeliegende Recht ist verkehrt (was so wohl keiner bei Falschparkerei unterschreiben würde, kaum etwas kann man so billig tun) oder aber die Täter sind doch weit häufiger anzutreffen, als es einem lieb ist.

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10.11.2017

»Am Besten wäre es natürlich so, wenn alle Radverkehrsanlagen so gebaut wären, dass die missbräuchliche Benutzung erst gar nicht möglich ist.«

Na den Zaubertrick will ich dann mal sehen. Spätestens bei Geisterfahrern dürfte das unmöglich sein. Wenn ich sogar Leute auf Radfahr- und Schutzstreifen in Gegenrichtung fahren, und Fußgänger drauf rumlaufen sehe, frage ich mich, ob das ganze Konzept nicht schon lange gescheitert ist. Will nur keiner zugeben, denn dann müsste man ja auch wieder darüber diskutieren, woher die Idee des Radwegs überhaupt kommt und wo da die Ursachen sind. Hint: Es sind nicht die Fußgänger, die welche wollen...

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09.11.2017

Warum ausgerechnet Sie sich über das Zuparken von Radwegen echauffieren, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.Sie sind doch derjenige, der seit Jahren gegen sämtliche Radwege wettert.

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Ihnen ist aber schon klar, dass der oben im Bild zugeparkte Radweg eine Benutzungspflicht auslöst?

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Man darf da nicht auf der Straße fahren - also ist Kritik über das Zuparken unabhängig von den sonstigen Vorstellungen zur Anlage von Radwegen zulässig.

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10.11.2017

Doch darf man.

>>Sind die Radwege zugeparkt, zugestellt, blockiert oder werden sie durch Fußgänger genutzt, kann der nicht nutzbare Abschnitt durch Nutzung der Fahrbahn umgangen werden.<<

Und genau deshalb ist mein Einwand an Martin W. zutreffend, denn wenn gar kein Radstreifen auf der Fahrbahn markiert wäre und das Auto dort stünde, wäre die Situation genau dieselbe aber von ihm so erwünscht.

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10.11.2017

Umgehen oder Umfahren?

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Wollen Sie uns auf den Arm nehmen? Natürlich muss man nicht hinter dem Hindernis warten; der Nutzen dieser Millionen-Malerei auf der Straße geht dann aber gegen NULL.

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...wenn gar kein Radstreifen auf der Fahrbahn markiert wäre und das Auto dort stünde, wäre die Situation genau dieselbe aber von ihm so erwünscht.

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Unfug, dann würde das Auto wie früher die Rechtsabbiegespur zum Ernst-Reuter Platz blockieren, während der Radler störungsfrei auf der Spur geradeaus fährt.

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10.11.2017

»Natürlich muss man nicht hinter dem Hindernis warten;«

Ähm. Doch. Zumindest so lange, bis man seinen Nachrang an der Stelle nicht mehr hat. Einfach in den fließenden Verkehr drücken ist nicht. Aber man muss nicht wie klein Doofie da rum stehen und warten, bis der Parker gnädigerweise seine Karre weg schiebt. Aber ich gehe mit dem Satz trotzdem mit:

»der Nutzen dieser Millionen-Malerei auf der Straße geht dann aber gegen NULL.«

So ist das nämlich. »Ein Angebot für die Radfahrer machen«, ja nee, iss klaar. Im Wesentlichen ein fetter Parkstreifen ist draus geworden.

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10.11.2017

»wäre die Situation genau dieselbe aber von ihm so erwünscht.«

Wie ich schon schrieb, der Unterschied ist vor allem der, dass auf der Fahrbahn solches Schindluder seltenst getrieben wird. Und wenn, hagelt es ganz schnell.

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10.11.2017

»Ihnen ist aber schon klar, dass der oben im Bild zugeparkte Radweg eine Benutzungspflicht auslöst?«

Der Streifen allein noch nicht. Das blaue Schild daneben (hat es in A fast immer) aber schon. Zeigt auch, woher der Wind beim Radweg weht: Radfahrer verpiss dich aus dem Weg vom Autofahrer. Und dann stehen die genau da auch noch drauf rum. Und Knöllchen will keiner verteilen. Man könnte es auch einfach »Schikane« nennen, was da mit Radfahrern gemacht wird.

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10.11.2017

»Warum ausgerechnet Sie sich über das Zuparken von Radwegen echauffieren, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.«

Das ging leider im Artikel auch unter: Es betrifft ja gerade nicht nur Radfahrer. Was meinen Sie, wie oft ich schon auf Gehwegen im Geheimen überlegt habe, ob so ein kleiner Kratzer im Lack vielleicht dafür sorgen würde, dass der Täter zukünftig nicht mehr den Gehweg unpassierbar macht? Oft kommt man mit dem Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen schlicht nicht mehr vorbei. Danke auch, lieber Falschparker. (Die kann man übrigens auch mit dieser Webseite melden.)

Und ja, ich persönlich scheiße auf Radwege, u. A. wegen diesem Problem. Radwege sind Verkehrsraum, der von niemandem respektiert wird. Radfahrer fahren in falscher Riuchtung drauf rum, Fußgänger latschen drauf rum, Anwohner laden ihr Zeug drauf ab und Autofahrer machen alles mögliche drauf, Fahren, Parken, Halten, Ausladen, ... was man halt so mit dem Auto drauf machen kann. 3 m weiter links hat man diese Probleme in der Form nicht. Und wenn man sie hat, schreitet die Polizei recht schnell und vorbildlich ein. Notfalls wird abgeschleppt.

»Und im Übrigen: Wo kann man denn die zahlreichen Verstöße von Fahrradfahrern hinposten?«

An dieselbe Stelle, an die man die zahlreichen Verstöße von Fußgängern und Autofahrern hin meldet. Erstere haben auch kein Nummernschild, letzter hält es offensichtlich nicht davon ab. Da braucht man dier Hand nicht umdrehen, auch wenn Sie jetzt wieder versuchen, den alten Grabenkampf aufzumachen. Was macht man eigentlich mit den vielen Menschen, die alles drei sind? Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer? Müssen die sich dann entscheiden, gegen wen sie stänkern müssen, oder wie ist das?

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