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Augsburg

09.08.2013

Rätsel um eine Postkarte ist gelöst

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2 Bilder
Die Lokalpolitik im Visier: Manfred Hörr schlägt die Thesen der „Polit-WG“ ans Augsburger Rathaus.
Bild: Jörg Heinzle

Eine Gruppe aus der Kulturszene will die Augsburger Lokalpolitik aufmischen und in den Stadtrat. Deshalb hat sie Karten verteilt -  und jetzt Thesen am Rathaus angeschlagen.

Diese Postkarte war Stadtgespräch in den vergangenen Wochen: Ein roter Hintergrund, Fotos von aktuellen Bauprojekten in der Innenstadt und der Slogan „Eine der ältesten Städte Deutschlands – jetzt mit 35 Prozent weniger Renaissance“. Eine deutliche Kritik am Bauboom – allerdings ohne Hinweis auf den Urheber. Viele rätselten, wer wohl hinter dem kreativen Protest steht. Nun haben sich die Schöpfer der Karte zu erkennen gegeben. Am Donnerstagabend präsentierte sich die Gruppe mit dem Namen „Polit-WG“ auf dem Rathausplatz. Acht Thesen zur Stadtpolitik wurden von den Aktivisten symbolisch ans Tor des Rathauses geschlagen.

Rund 40 Teilnehmer hatte die „Polit-WG“ zusammengetrommelt. Zahlreiche Passanten blieben stehen und hörten zu, als David Jahnke die Thesen verkündete. Jahnke betreibt mit einem Partner eine Medienproduktionsfirma und ist in der Kulturszene aktiv – so wie die meisten seiner Mitstreiter.

Die Thesen zeigen, dass die Gruppe die Augsburger Lokalpolitik aufmischen will. Gefordert werden unter anderem bessere Radwege, kostenloser Nahverkehr, weniger Privatisierung und mehr Förderung für die freie Kulturszene. „Es ist an der Zeit, für mehr Leben in der Politik zu sorgen“, sagt Oliver Nowak. „Es ist zu wenig Raum für unkonventionelle Ideen.“ 

Die Gruppe meint es ernst mit ihrem Engagement. Das erklärte Ziel ist es, bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr anzutreten und in den Augsburger Stadtrat einzuziehen. Möglichst viele Kandidaten sollen dafür in den nächsten Monaten gewonnen werden. Auch ein Verein soll gegründet werden. Das WG im Namen steht für „Wählergemeinschaft“ – es soll symbolisieren, dass sich ähnlich wie in einer Wohngemeinschaft Augsburger mit ganz unterschiedlichem Hintergrund zusammenfinden können.

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