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American Football

06.02.2021

Raptors freuen sich auf den Super Bowl – nur anders

Die Footballer der Augsburg Raptors hoffen, in diesem Jahr in der Bayernliga spielen zu können.
Bild: Thorsten Franzisi

Die Augsburg Raptors hoffen auf den Bayernliga-Start im Sommer. Vereinschef Metzler über den Super Bowl, NFL-Neuling Johnson und die eigene Situation.

Wenn in Amerika der Super Bowl inszeniert wird, ist das das Sportereignis der Superlative. Beispiel: Ein Werbespot mit 30 Sekunden Länge kostet rund fünf Millionen Dollar. Millionen Menschen sitzen weltweit vor den Fernsehern, schlagen sich die Nacht um die Ohren und schieben sich Burger, Hot Dogs und allerhand Junkfood in den Mund. Die Augsburg Raptors nutzten dieses Event seit Jahren, um sich zu einer Neujahrs- und Super-Bowl-Party zu treffen. 2021 jedoch wird nichts daraus, Corona-Beschränkungen lassen die Zusammenkunft des Augsburger Football-Teams nicht zu, statt mit rund 100 Vereinsmitgliedern im Rudel zu kucken, wird jeder für sich schauen.

Raports-Chef Metzler hat im Super Bowl keinen Favoriten

Vorfreude auf den Super Bowl ja – aber anders. „Es wird alles bedeutend ruhiger ablaufen“, betont Daniel Metzler, der Vorsitzende der Raptors, und fügt hinzu: „Viel ruhiger.“ Heißt aber nicht, dass Spielzüge der Tampa Bay Buccaneers und Kansas City Chiefs nicht als Gruppe diskutiert würden. Metzler berichtet von Chats, Videokonferenzen und einer Tipprunde, in der während des NFL-Finales reger Austausch stattfinden wird. Einen Favoriten auszumachen, fällt dem Vereinschef schwer, er erwartet ein „richtig spannendes Spiel mit zwei super Teams“.

Raptors-Chef Daniel Metzler freut sich auf den Super Bowl.
Bild: Michael Hochgemuth

Während die besten Footballer der Welt ineinander rasseln dürfen, ruht das Ei auf der Anlage der TSG Augsburg. Dort tragen die Raptors ihre Spiele in der Bayernliga Süd aus. Im vergangenen Jahr fiel der Lockdown mitten in die Saisonvorbereitung, die Spielzeit wurde gar nicht erst angepfiffen. Der Kader steht, aktuell wartet die Mannschaft von Trainer Clinton Morris auf das Signal der Politik. „Die Jungs können es kaum erwarten, wieder etwas zu tun. Wir müssen aufs Feld zurück, wenn wir effektiv spielen wollen“, sagt Metzler. Die Spieler trainieren individuell, halten sich fit. In der von Taktik und Timing geprägten Sportart geraten sie aber schnell an Grenzen. Schon jetzt steht fest: Statt wie üblich im Mai wird die Saison diesmal mit Verzögerung starten, angedacht ist ein Beginn im Juni.

American Football befindet sich allgemein in Deutschland im Aufschwung

Metzler kann auf verlässliche Sponsoren setzen, trotz Corona sei der Verein „stabil“ durchs vergangene Jahr gekommen, meint er, um seine Finanzen mache er sich keine Sorgen. Dennoch betont der Raptors-Chef: „Für uns ist der Spielbetrieb wichtig. Die meisten Gelder erhalten wir durch Sponsoren und Einnahmen rund um den Spieltag.“

Metzler hat 15 Jahre lang selbst das Ei geworfen und gefangen, jetzt konzentriert sich der 36-Jährige auf seine Tätigkeiten als Jugendtrainer und Vorsitzender. Mit 250 Mitgliedern kann er zufrieden sein, die Austritte bewegen sich im normalen Bereich, bislang scheinen die Raptors gut durch die Krise zu kommen. Dass der Start der Nachwuchsteams U11 und U13 just in den ersten Lockdown 2020 fiel, sei schade gewesen, meint Metzler. „Wir hatten bis dahin einen sehr guten Zulauf.“

American Football befindet sich wegen des TV-Angebots in Deutschland allgemein im Aufschwung, Super Bowl oder der Stuttgarter NFL-Neuling Jakob Johnson tun ihr übriges. „Das hat auf jeden Fall eine positive Wirkung für uns“, betont Metzler.

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