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23.06.2009

Reicht der Platz auf dem Hochablass für Radler?

Dass Radler lieber auf den Fußweg ausweichen, weil es an manchen Stellen zu gefährlich oder zu umständlich ist, ist nach Meinung vieler Leser verständlich. Manche Fahrradfahrer üben aber Selbstkritik.

Werner Geyer hat die Kreuzung am MAN-Hochhaus (Ecke Thomm-/Georg-Haindl-Straße) als neuralgischen gefährlichen Punkt ausgemacht. "Hier findet reger Fahrradverkehr, zum Teil rücksichtslos, auch in falscher Richtung und auf den Gehwegen statt." Regina Kenklies-Mayr fordert verstärkte Kontrollen am Judenberg. "Bei schönem Wetter ist dies bergabwärts eine Rennstrecke."

Norbert Ruhnau klagt über Radler in der Bahnunterführung in der Holzbachstraße auf dem dortigen schmalen Weg. Das Schild "Radfahrer absteigen" interessiere keinen Menschen. "Hier sollte eine Woche kontinuierlich die Polizei stehen."

Eva Streit sieht dieselbe Stelle als Problempunkt. Sie klagt aber vor allem, dass dort kein Gitter zwischen Fahrbahn und Fußweg angebracht ist, um Fußgänger und Radler vor Autos zu schützen. "Diese Unterführung dürfte für Radfahrer und Fußgänger noch gefährlicher sein als die Pferseer Unterführung."

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Auch die Pferseer Unterführung ist nochmals Thema in einigen Zuschriften. Oliver Witthus plädiert dafür, den offenen Gehweg stadtauswärts als Radweg auszuweisen. Durch Kontrollen der Polizei sei die Situation für Radler jedenfalls nicht in den Griff zu bekommen. Sabine Herzog merkt an, dass sie in der Pferseer Unterführung als Radlerin auf dem Gehweg noch nie Probleme mit Fußgängern hatte. "Ein rücksichtsvolles Miteinander, dann klappt es auch." Generell fordert sie, Einbahnstraßen in beide Richtungen für Radler zu öffnen und Radwegstreifen rot zu markieren. "Solange Fahrradwege durch Masten und Bäume verbaut werden, im Nichts enden, umständlich über Ampeln und Kreuzungen geführt werden oder gar nicht vorhanden sind, wird es immer wieder zu Verstößen kommen."

Die Familie Becker-Baldischwiler sieht das ähnlich und zahlt lieber mal eine Verwarnung fürs Benutzen eines Gehsteigs, als überfahren zu werden. Klar sei aber auch, dass Radler gegenüber Fußgängern manchmal rücksichtslos seien. "Erste Priorität im Straßenverkehr sollte der Fußgänger haben."

In diesem Zusammenhang fragt sich Henry K. Ostberg, warum Radler nur bis 9 Uhr morgens die Fußgängerzone benutzen dürfen, der Lieferverkehr aber bis 11 Uhr.

Zwei Leser forderten, den Hochablass für Radler freizugeben. Besonders an sonnigen Wochenenden drängen sich Radler und Fußgänger auf dem schmalen Lech-Übergang - fahren ist dann unmöglich. Doch an vielen Tagen stellt sich das anders dar, so Bernd Anders. "Den Hochablass zum Gehweg zu erklären, nur weil sich dort an wenigen sonnigen Tagen einige Fußgänger aufhalten, wenn er doch ganzjährig von vielen Radfahrern als wichtiger Verkehrsweg genutzt wird, ist einfach nur ungerecht." Dieser Meinung ist auch Michael Pruß. "Die Idioten, die Fußgänger als Slalomstangen benutzen, bekommt man ohnehin nicht durch Verkehrsschilder in den Griff." Für die anderen Radler seien diese eine unnötige Einschränkung.

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