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Augsburg

29.11.2017

Reisender hat zehn Kilo Marihuana im Gepäck

Schleierfahnder kontrollieren einen Fernbus in Oberhausen, als ein Fahrgast nervös wird. Sie finden Drogen in einem Koffer.
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Schleierfahnder kontrollieren einen Fernbus in Oberhausen, als ein Fahrgast nervös wird. Sie finden Drogen in einem Koffer.
Bild: Polizei

Schleierfahnder kontrollieren einen Fernbus in Oberhausen, als ein Fahrgast nervös wird. Sie finden Drogen. Zwei Monate zuvor waren sie auch erfolgreich.

Der Mann hatte zwei Koffer dabei, er war auf Reisen. Von Nordrhein-Westfalen ging es per Fernbus in Richtung Süden, der Bus machte auch in Augsburg Halt. Als zwei Schleiferfahnder der Augsburger Verkehrspolizei den Bus an der Haltestelle in der Biberbachstraße kontrollierten und Reisende befragten, wohin diese wollten, brach der 28-Jährige nach Darstellung der Polizei in Nervosität aus. Was mit dem Inhalt der Koffer zusammenhing.

Darin befand sich nämlich nicht übliches Gepäck wie Zahnbürste oder Unterwäsche, dafür aber zehn Kilogramm Marihuana, in Einzelportionen von jeweils etwa einem Kilogramm aufgeteilt und eingeschweißt in Plastikfolien. In den Taschen des Mannes hatten die Ermittler zuvor ein Stück Haschisch entdeckt. In den Koffern soll er zusätzlich eine größere Menge Haschisch transportiert haben, die Polizei spricht von einem „dreistelligen Grammbereich“. Die Szene spielte sich am Montag ab, der 28-Jährige aus Nordrhein-Westfalen wurde vor Ort festgenommen und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Was hatte er mit den Drogen vor?

Man habe in den vergangenen Jahren schon anderen große Mengen im Rahmen der Schleierfahndung entdeckt, sagt Alois Rager, Chef der Augsburger Verkehrspolizei. Alltäglich sei ein solcher Fund allerdings sicherlich nicht.

Die weiteren Ermittlungen, etwa zur Herkunft des Marihuana, hat die Kriminalpolizei übernommen. Ob der 28-Jährige die Drogen weiterverkaufen wollte oder sie für jemand anderes transportierte, ist noch unklar. Angaben dazu machte die Polizei mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht. Die Beamten schließen angesichts der schieren Mengen der Drogen jedoch aus, dass der Mann das Marihuana zum Eigengebrauch mit sich führte.

Bereits vor gut zwei Monaten hatte die Polizei eine ähnlich große Menge Marihuana in Augsburg sichergestellt. Wie die Polizei nun mitteilt, sei es den Drogenfahndern der Kripo im Vorfeld gelungen, Hinweise auf einen mutmaßlichen Drogendealer in Hochzoll zu erlangen. Dieser soll „im größeren Stil“ mit Marihuana gehandelt haben. Bei dem mutmaßlichen Dealer handelt sich um einen 29-jährigen Mann, der zuletzt als arbeitslos gemeldet war. Als der Mann am 6. Oktober einem seiner Kunden ein Kilogramm Marihuana verkaufen wollte, griffen die Beamten der Kripo und des Landeskriminalamts zu, heißt es von der Polizei. Bei dem Einsatz habe man ein Kilogramm an Cannabisdolden, Hieb- und Stoßwaffen sowie mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt.

Wert: Rund 100.000 Euro

Bei der Festnahme, teilt die Polizei mit, hätten sich Hinweise ergeben, dass in einer weiteren Wohnung Betäubungsmittel gelagert würden. Als die Drogenfahnder diese Wohnung durchsuchten, in der offenbar ein 23-jähriger Augsburger lebte, fanden sie dort weitere acht Kilogramm Marihuana. Besitzer soll der 23-jährige Mann sein, der von der Polizei festgenommen wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Beschuldigten ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus Drogengeschäften finanzierten. Das sichergestellte Marihuana hat offenbar einen Schwarzmarktwert von knapp 100000 Euro.

Aktuell wird es beim Landeskriminalamt gelagert, ebenso wie das Marihuana, das die Schleierfahnder bei dem Reisenden im Bus fanden. Nun soll per Gutachten geklärt werden, wie hoch die Wirkstoffkonzentration des Marihuana ist. Sobald die Betäubungsmittel als Beweismittel nicht mehr benötigt werden sagt Polizeisprecher Michael Jakob, würden sie vernichtet.

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