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16.10.2018

Rettenbach soll vorangebracht werden

Rettenbach möchte am Dorfentwicklungsprogramm, für das es hohe Förderungsmöglichkeiten gibt, teilnehmen. Neben dem alten Schulhaus und dem früheren Raiffeisenbankgebäude wäre dabei auch das Rettenbacher Schlössle (Foto) einbezogen.
Bild: Wieser

Gemeinderat Mit der Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm soll der Ort an Attraktivität gewinnen. Doch dazu bedarf es einer Strategie

Rettenbach In Rettenbach gibt es Orte und Stellen, über die im Gemeinderat schon lange diskutiert wird. Wie sieht beispielsweise die Zukunft vom Schlössle aus, in dem Rathaus, Heimatmuseum und ein Blumenladen untergebracht sind? Beim alten Schulgebäude wäre der Wunsch nach einem Mehrgenerationenhaus vorhanden gewesen und der Traum von einem Dorfladen im ehemaligen Raiffeisenbankgebäude konnte bisher ebenfalls nicht verwirklicht werden. In der Septembersitzung war der Grundsatzbeschluss zur Einleitung eines Antragsverfahrens zur Dorfentwicklung gefasst worden. Man habe erfahren, dass man dafür hohe Fördergelder erwarten dürfe, sagte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (CSU) jetzt in der Sitzung am Montag scherzend.

Baudirektor Ludger Klinge vom Amt für Ländliche Entwicklung stellte die Möglichkeiten und den Verfahrensablauf vor: Das wichtigste sei eine Strategie mit aktiver Bürgerbeteiligung. Die Höhe der Förderung richte sich nach der Finanzkraft der Gemeinde und könne insgesamt bis zu 80 Prozent betragen. Im ersten Schritt würden der Antrag gestellt und für die förderungsfähige Vorbereitungsphase Arbeitskreise gebildet, damit Bürger und Gemeindevertreter mithilfe des Planungsbüros und des Amts Ziele erarbeiten. Gefördert werden können Plätze, Straßen, Kulturelemente, Dorfgemeinschafts- und Grünordnungsmaßnahmen, aber auch öffentlichkeitswirksame Privatmaßnahmen für die Anwohner. Nicht gefördert werden Wohnungen. „Es würde Rettenbach guttun, wenn Sie ein Gesamtkonzept haben und auch die Bürger mitnehmen“, sagte Klinge. Dritter Bürgermeister Herbert Sittenberger (BL) hielt es für sinnvoll, die vier bis fünf „Baustellen und Problemfälle der Gemeinde“, wie er es nannte, zu einem Gebiet zusammenzufassen und in der etwa einjährigen Vorbereitungsphase über ein Planungsbüro zu überplanen, um möglichst viele Fördermittel zu erhalten. Auch die Bürgermeisterin sprach sich für ein solches Gesamtkonzept, bei dem das Gebiet festgelegt werden soll, und die Mitwirkung von Bürgern und Gremium aus. Der Platz gegenüber vom Raiffeisengebäude sollte einbezogen werden. Das sah auch der Gemeinderat so: Der Beschluss, die weiteren Schritte in die Wege zu leiten, erfolgte einstimmig.

Weiteres Thema war die Erneuerung der Wasserleitung in zwei Abschnitten in der Störchenriedstraße im Ortsteil Harthausen. Andreas Kramer vom Ingenieurbüro Wassermüller aus Ulm stellte das Ergebnis der Ausschreibungen vor: Von den fünf abgegebenen Angeboten liegt das wirtschaftlichste bei rund 176000 Euro. Ursprünglich sei man von einem wesentlich höheren Betrag ausgegangen. Wenn die Möglichkeit einer gleichzeitigen Verlegung von Leerrohren für Glasfaser seitens der LEW Telnet bestünde, werde dies erfolgen. Dies dürfe allerdings aufgrund der Dringlichkeit der Maßnahme die Ausführung zeitlich nicht beeinträchtigen, betonte die Bürgermeisterin.

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Vergeben wurde am Montag auch die Baumaßnahme beim Friedhofsgässchen in Rettenbach zum Preis von rund 24500 Euro. Weiter stimmte der Gemeinderat der Vergabe der Reparaturarbeiten am Kriegerdenkmal in Rettenbach in Höhe von gut 3500 Euro zu. Dass sich überhaupt ein Unternehmen gefunden habe, sei vor allem dem Engagement von Georg Haindl, dem Vorsitzenden des Krieger- und Soldatenvereins Rettenbach, und der Mitarbeit von Gemeinderat Franz Feil (CSU) zu verdanken.

In der vorangegangenen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses hatte eine Voranfrage zum Bau eines Mehrfamilienhauses mit neun Wohnungen an der St.-Ulrich-Straße 3, direkt nördlich der Gemeindehalle angrenzend, für Diskussion gesorgt. Das gemeindliche Einvernehmen erfolgte unter der Maßgabe, unter anderem das zu massiv erscheinende Gebäude dem dörflichen Charakter anzupassen, den Nachweis über 18 Stellplätze zu erbringen und mit einer Visualisierung aufzuzeigen, wie das Vorhaben vorstellbar sei. Aufgrund der Nähe zur Pfarrkirche hatte auch das Landesamt für Denkmalpflege Bedenken gezeigt.

Weiter informierte die Bürgermeisterin zu zwei zusätzlichen Infoveranstaltungen zum Projekt der LEW Telnet für das schnelle Internet in der Gemeinde Rettenbach: Diese finden am Freitag, 19. Oktober, um 19 Uhr im Pfarrstadel in Remshart und am Mittwoch, 24. Oktober, um 18.30 Uhr im Rettenbacher Schützenheim statt.

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