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Augsburg

14.02.2019

Rewe eröffnet einen neuen Supermarkt in Hochzoll

Noch sind die Schaufenster dunkel, aber jetzt ist der Bauantrag für einen Rewe-City-Markt am Zwölf-Apostel-Platz bei der Stadt eingegangen. Statt eines Neubaus ist nun ein Lebensmittelladen in der bestehenden Immobilie vorgesehen. Rewe hätte gern neu gebaut, aber die Eigentümergemeinschaft spielte nicht mit.
Bild: Annette Zoepf

Gute Nachricht für die Bewohner des Augsburger Stadtteils Hochzoll: Der lange ersehnte Supermarkt soll endlich kommen.

Die Menschen in Hochzoll-Süd können aufatmen: Sie werden am Zwölf-Apostel-Platz wieder die Möglichkeit haben, Lebensmittel einzukaufen. Bei der Stadt ist jetzt der Bauantrag für einen Rewe-City-Markt eingegangen, der in die Räume des früheren Edeka-Ladens ziehen wird, wie das Wirtschaftsreferat mitteilte. Dieser Markt wird zugleich ein wichtiger Magnetbetrieb für die übrigen Geschäfte rund um den Platz sein.

Im vergangenen Jahr war die lange erwartete Umgestaltung und Sanierung des Platzes abgeschlossen worden. Zusammen mit der Beseitigung altersbedingter Schäden hatte die Stadt die in den Platz eingebauten Treppenstufen beseitigt; er ist nun barrierefrei. Angetan waren Kunden und Geschäftsleute auch von zwölf neu gepflanzten Platanen, Sitzbänken und einem Wasserspiel. Sie verleihen dem Platz deutlich mehr Aufenthaltsqualität als früher.

Die Bauarbeiten waren mit Lärm, Schmutz und zahlreichen Einschränkungen verbunden. Fast alle Geschäfte blieben jedoch bestehen; ihre Inhaber oder Geschäftsführer blickten mit Zuversicht voraus auf die Zeit, wenn der Platz fertig wäre. Nur der Lebensmittelmarkt –- Edeka hatte 2016 geschlossen –- wurde immer wieder vermisst.

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Rewe hatte schon lange Interesse, am Zwölf-Apostel-Platz eine Filiale zu eröffnen. Eigentlich hätte man gern das alte Gebäude abgerissen und eine Halle mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche neu gebaut. Das scheiterte aber letztlich an der Eigentümergemeinschaft, der die Immobilie gehört. Nicht alle waren mit den Veränderungen einverstanden. So musste im Bestand geplant werden, der nur eine Fläche von 740 Quadratmetern hergibt.

Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin Eva Weber gibt diese Probleme auch als Grund dafür an, warum sich die Ansiedelung von Rewe einige Zeit hingezogen hat: „Aufgrund der ungünstigen baulichen Strukturen und der hohen Anforderungen an einen modernen Supermarkt ist dieser Umbau eine große Herausforderung und war daher mit einem längeren Planungsvorlauf verbunden.“

Laut der Sprecherin von Rewe, Region Süd, Ursula Egger, ist die Eröffnung noch in diesem Jahr geplant. Die Schwierigkeiten will sie auf Anfrage unserer Zeitung nicht so sehr betonen. Sie bewegten sich im normalen Bereich und entsprachen den Herausforderungen, die bei Bestandsumbauten üblich seien, sagte sie. Rewe sehe einfach großes Nahversorgungspotenzial in der Umgebung des Zwölf-Apostel-Platzes und habe daher von den Plänen nicht abgelassen.

Der Markt soll laut Wirtschaftsreferat mit einer Bedienungstheke für Wurst, Käse und Feinkost ausgestattet sein. Das Sortiment wird insgesamt etwa 8000 Artikel umfassen. In gewissem Sinn macht sich Rewe in Hochzoll-Süd künftig selbst Konkurrenz, weil im Rahmen der Entstehung der Neuen Mitte an der Hochzoller Straße, dem früheren Post-Gelände, der Rewe-Markt gegenüber dem Hochzoller Bahnhof neu gebaut wird und im Dezember eröffnen soll. Die Einkaufsmöglichkeiten werden also im Stadtteil insgesamt vielfältiger. Egger glaubt jedoch, dass sich die beiden Standorte nicht gegenseitig Kunden wegnehmen, sondern sich gut ergänzen werden.

In der Tat war in der Vergangenheit von Bürgern, die in der Nähe des Zwölf-Apostel-Platzes wohnen, immer wieder zu hören, sie empfänden es als Belastung, zum Einkaufen von Lebensmitteln und des täglichen Bedarfs fast bis zur Friedberger Straße fahren zu müssen. In diesem Bereich gibt es sonst keinen großflächigen Einzelhandel.

Auch wenn der Rewe-City am Zwölf-Apostel-Platz kleiner sein wird als die Einkaufsmärkte weiter nördlich, steht nicht zu befürchten, dass die Kunden dort nur das besorgen werden, was sie bei ihren Großeinkäufen vergessen haben. Vor allem für Ältere, die am südlichen Ende von Hochzoll leben, wird es eine wichtige Verbesserung sein, zum Einkaufen nicht mehr so weit fahren zu müssen.

Wie die Stadt ergänzend mitteilte, wird der Drogeriemarkt Rossmann in der Neuen Mitte im Frühjahr eröffnen. Norma an der Ecke Friedberger/Hochzoller Straße erweitere seine Verkaufsfläche und werde deshalb voraussichtlich im März für eine bis zwei Wochen geschlossen. Auch Norma wird nach Informationen der Stadt bereits im Frühjahr wieder eröffnen.

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