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Augsburg

09.01.2019

Romantische Straße: Bekannte Bustour in Not

Die Romantische Straße ist eine bekannte Ferienstraße. Archivbild
Bild: Anton Schlickenrieder

Vor allem Asiaten nutzten früher gerne die Bustouren der „Romantischen Straße GbR“. Warum die Gästezahlen aber einbrechen.

Sie gilt als die berühmteste Ferienstraße Deutschlands: Die Romantische Straße zwischen Würzburg und Füssen wurde im Jahr 1950 offiziell ins Leben gerufen. Vor allem Asiaten nutzen die Bustouren der „Romantischen Straße GbR“, um die Sehenswürdigkeiten an der Route abzuklappern. Auch in Augsburg wird gerne Halt gemacht. Doch die Zukunft dieser Traditions-Busreisen ist ungewiss.

„Die Zahl der Touristen aus Japan ist stark zurück gegangen“, sagt Jürgen Wünschenmeyer, Geschäftsführer der Touristik-Arbeitsgemeinschaft „Romantische Straße“. Einst habe man pro Jahr an die 180000 Übernachtungen entlang der Route gehabt. „Jetzt sind es keine 20000 mehr. Das ist wirklich traurig.“ Drei Gründe macht Wünschenmeyer dafür aus. Durch die Berichterstattung über AfD und Pegida in japanischen Medien habe seiner Einschätzung nach Deutschland für manche asiatische Besucher an Attraktivität verloren. Dieser Effekt sei nicht zu unterschätzen. Zudem habe sich das Reiseverhalten der Japaner verändert.

„Die älteren Japaner waren Kulturreisende. Für die junge Generation hingegen steht mehr der Spaß im Vordergrund, sie fliegt lieber ans Meer, als sich Städte anzuschauen.“ Hinzu käme, dass der Tourismusmarkt in Asien einem Wandel unterliege. „Man bemüht sich, mit Billigfliegern die Urlauber im asiatischen Raum zu halten.“

In Augsburg hält der Romantische-Straße-Bus immer am Rathaus. Den Reisenden wird der Goldene Saal und die Maximilianstraße empfohlen.

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