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Augsburg

24.01.2020

Rund 30 Menschen protestieren am Kö gegen Altersarmut

Rund 30 Menschen demonstrierten am Kö gegen Altersarmut.
Bild: Wyszengrad

Bei einer Kundgebung am Königsplatz geht es am Freitag um höhere Renten. Was die Organisatorin sagt.

Bundesweit sollten am Freitag Mahnwachen gegen Altersarmut stattfinden. "Fridays gegen Altersarmut" nennt sich die Bewegung, mehr als 300.000 Menschen folgen ihr auf Facebook. Nach Angaben der Initiatoren sollten knapp 200 Kundgebungen stattfinden, davon rund 20 in Bayern. Auch in Augsburg kam es zu einer Mahnwache am Königsplatz. Im Vorfeld hatte es Kritik an den Aktionen gegeben – unter anderem von Sozialverbänden und Gewerkschaften. Sie befürchten eine Unterwanderung der Bewegung durch Rechtsextreme.

Es gebe keinen Platz für Parteiarbeit, heißt es

Organisiert wurde die Augsburger Mahnwache von Nadine Englert, etwa 30 Menschen nahmen teil. Zu Beginn der Mahnwache stellte Englert klar: "Wir stehen für den kleinen Mann. Es ist einfach nicht schön, wenn ein Rentner Flaschen sammeln muss, um überleben zu können." Für Hetze gegen andere Bevölkerungsgruppen oder Parteiarbeit sei hier kein Platz. Prinzipiell sei aber jeder willkommen, "links, rechts, grün, gelb, ganz egal". Laut einer aktuellen Studie droht in 20 Jahren jedem fünften Rentner ein Leben in Armut. Expertenmeinungen zur Anzahl der in Armut lebenden Rentner gehen weit auseinander: Von 500.000 bis neun Millionen reichen die Schätzungen.

Fritz Huber ist Mitorganisator der Mahnwache. Er sagte, "wenn ich auf meinen Rentenbescheid blicke, weiß ich, warum ich hier stehe." 25 Jahre sei er Bauleiter gewesen und nun das. Die Teilnehmer, unter ihnen kaum junge Menschen, kamen vereinzelt ins Gespräch mit interessierten Passanten. An einem Infostand lagen Flyer bereit mit den wichtigsten Forderungen – unter anderem die Steuerbefreiung von Rentenbeiträgen und die Rücknahme der Agenda 2010. Nadine Englert erklärte, "je nachdem wie es heute läuft, kann es hier in Zukunft zu weiteren Mahnwachen kommen."

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