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29.01.2015

SPD vermisst Mutter-Kind-Treff

Neujahrsempfang des Ortsverbands Jakobervorstadt/Bleich: Es gibt noch Wünsche

So wirklich wohne dem Anfang dieses Jahres nicht der sprichwörtliche Zauber inne, findet Christian Gerlinger angesichts der Terroranschläge in Paris und dem Flüchtlingselend. Doch der Neujahrsempfang, zu dem der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Jakobervorstadt/Bleich mit seinem Team erstmals eingeladen hatte, strahlte eine zauberhafte Stimmung aus. Der Empfang glich eher einem freundschaftlichen Treffen von Aktiven und Bürgern als den üblichen politischen Muskelspielen.

Ganz bewusst, so Gerlinger, habe der Ortsverein darauf verzichtet, seinen ersten Empfang bereits im vergangenen (Wahl-)Jahr zu veranstalten. „Wir wollen keine kämpferische Stimmung, sondern vielmehr sachbezogen über Themen reden, die unseren Stadtteil bewegen“, begründet er diese Entscheidung.

Der erste Brennpunkt lag direkt vor der Tür des Versammlungslokals „Stella“. „Wir brauchen endlich ein echtes Stadtteilzentrum. Das kann nur rund um die Jakobskirche liegen, weil hier das Herz der Vorstadt schlägt. Die Jakobskirche wirkt eher wie eine Verkehrsinsel und nicht als prägendes Element. Außerdem wird es Zeit, diese hässliche Schneise der Jakoberstraße endlich städtebaulich aufzuwerten“, so Gerlinger.

In die gleiche Kerbe hieb auch der Pfarrer von St. Jakob, Friedrich Benning. Er wünschte sich, dass die Jakobuswoche wieder als echtes Volksfest begangen werden kann, mit der Kirche als Mittelpunkt. Er dankte der SPD für ihre Unterstützung dieses Anliegens vieler Bürger.

Auch wenn in der Bleich und der Jakobervorstadt „sehr viel gute Infrastruktur vorhanden ist, gibt es doch einige Projekte, die man mit Aufmerksamkeit verfolgen muss, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.“ Dazu zähle beispielsweise das derzeit brach liegende Gelände der Augusta Brauerei. Ein Manko sei auch das Fehlen eines Mutter-Kind-Treffs in dem Stadtteil, in dem laut Statistik weit mehr als 300 Kinder leben. Neben dem, was die Stadt mit ihren begrenzten Mitteln tun könne, „braucht es Menschen, die zupacken, damit die Jakobervorstadt weiterhin so lebens- und liebenswert bleibt, wie sie heute ist“.

Am Rande des Empfanges nannte Gerlinger gegenüber unserer Zeitung weitere Anliegen, für die sich sein Ortsverein einsetzt und weiter kämpfen werde. Dazu zähle eine bessere Anbindung des Vincentinums mit Klinik, Ärztehaus und Gesundheitszentrum. „Die Anbindung über die Buslinie 35 ist wenig attraktiv.“ Außerdem müsse die Bleich endlich touristisch aufgewertet werden, in der schließlich das Geburtshaus von Bert Brecht stehe.

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