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Augsburg

27.10.2012

Sängerin Nena: „Ich bin eine glückliche Acht“

Sängerin Nena: „Ich bin eine glückliche Acht“
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 Im Interview spricht Nena, Stargast des Presseballs, über ihr Leben, ihr neues Album und den Sinn von „Friedenshymnen“

Ihre „99 Luftballons“ sind Kult. Alle kennen diesen Song von Nena. Doch die Sängerin hat sich seit diesem Erfolg der 1980er nicht ausgeruht. Im November erscheint ihr neues Album „Du bist gut“, am 10. November ist die Sängerin Stargast auf dem Augsburger Presseball. Wir sprachen mit ihr über ihre Arbeit, ihre Songs und mehr.

Ihr neues Album heißt „Du bist gut“. Warum?

Nena: Es ist ein Appell an die Selbstliebe, eine Motivationsformel, die einlädt, ermutigt und inspiriert, die eigenen Kräfte zu aktivieren. Und es ist die schlichte Erkenntnis, dass jeder Mensch unendliches Potenzial in sich trägt und es darum geht, seinem Herzen zu folgen, um glücklich zu werden.

Sängerin Nena: „Ich bin eine glückliche Acht“

Man kann sagen, dass Sie alles erreicht haben, was man erreichen kann. Warum machen Sie weiter?

Nena: Das Gefühl, alles erreicht zu haben, kenne ich gar nicht und wahrscheinlich bleibe ich deswegen in Bewegung. Es gibt kein Ende und keinen Anfang. Wenn ich mich als Zahl definieren müsste, dann wäre ich eine glückliche Acht, die endlos ihre Bahnen zieht und an der Schnittstelle nicht kneift. Ich bin verliebt ins Leben und werde es bis zum letzten Atemzug genießen und durchackern.

„Du bist gut“ wurde auf Island aufgenommen. Warum dort?

Nena: Die isländische Natur ist überwältigend schön und vielfältig. Es ist ein Zauberland mit elementaren Kräften, die dich bei jedem Atemzug an deine Ursprünglichkeit erinnern. Dadurch wurden wir Städter sofort gelassener und konnten uns auf das Wesentliche konzentrieren – unsere Musik. Island hat uns in die Arme genommen und das hört man dem Album an.

Wie sind die Songs entstanden?

Nena: Songs entstehen nicht, sie warten irgendwo. Ich schalte auf Empfang, höre hin, und irgendwann fliegen die ersten Töne und Worte in mein Gehirn, in meine Gedanken und in mein Herz. Manchmal geht’s ganz schnell, manchmal bleibt es lange still. „Im Reich meiner Mitte“ kam wie ein Guss – ein paar Minuten mit mir und meinem Klavier, und alles war da. Andere Songs drehe und wende ich tage- oder wochenlang und lasse ihnen und mir endlos Zeit. Durch solche Prozesse bin ich geduldiger geworden.

Kann man mit dem Singen von Friedenshymnen wirklich etwas bewegen? Singt man sich damit nicht einfach nur ein gutes Gewissen herbei?

Nena: Keine gesungene Friedenshymne ist verschwendet. In den Schriften der Weisen heißt es, die Welt, das Universum sei Klang, Ton, Frequenz und damit Schwingung. Warum summen die tibetischen Mönche ihr Mantra, dieses Om? Damit sie mit der Welt in Einklang kommen. Wer die Welt verändern will, muss bei sich selber anfangen. Also, los geht’s, singen wir doch jeden Tag eine Friedenshymne, deren Schwingung sich immer weiter ausbreitet, ins kollektive Bewusstsein strömt und vielleicht zur Wiedervereinigung der gesamten Menschheit führt! Davon träume ich, und ich bin sicher, dass wir das erleben werden.

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