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Augsburg

23.03.2015

Sanierung der B17: Ab Freitag drohen Dauerstaus

Die B17 in Augsburg wird in den nächsten Monaten zur großen Staufalle. Zeitweise steht in jede Richtung während der Bauarbeiten nur eine Fahrspur zur Verfügung.
Bild: Silvio Wyszengrad

Autofahrer müssen sich bis Anfang Juni auf Probleme einstellen. Im schlimmsten Fall könnte es sogar sein, dass die A8-Anschlussstelle dichtgemacht werden muss.

Ab kommenden Freitag wird die Stadt die Sanierung der B17 auf Höhe Kriegshaber/Bärenkeller in Angriff nehmen. Über mehrere Monate wird nur eine Fahrspur je Richtung auf der vielbefahrenen Westtangente geben, auf der 60.000 Autos pro Tag unterwegs sind. Es ist mit kilometerlangen Rückstaus zu rechnen. Zeitweise werden auch die Aus- und Einfahrten auf der etwa drei Kilometer langen Strecke zwischen dem Holzweg (Bärenkeller) und der Bürgermeister-Ackermann-Straße (Kriegshaber) gesperrt sein.

Bauphase A (27. März bis 4. April) - Vorbereitungsarbeiten: Im Bereich Bürgermeister-Ackermann-Straße gibt es nur eine Fahrspur in jede Richtung.
Bild: Stadt Augsburg

Die Stadt wird, wie berichtet, die schadhafte Grundwasserwanne auf Höhe Kriegshaber abdichten. Mehrere Lecks an dieser Stelle, die dafür sorgen, dass Grundwasser auf die Fahrbahn drückt, beschäftigen die Ingenieure seit Jahren. Teils riss man die Straße auf und suchte mit Wärmebildkameras nach den Leckagen. Mit der Grundsanierung soll sich das Problem geben. Zudem wird der Asphalt der Bundesstraße, die in diesem Abschnitt um die 20 Jahre alt ist, komplett erneuert. Er hat seine Griffigkeit verloren.

Nach Ostern gibt es etwas Entspannung für Autofahrer

Los geht es am Freitag mit Abfräsarbeiten auf Höhe der Bgm-Ackermann-Straße. Für den Verkehr wird nur eine Fahrspur je Richtung bereitstehen. Bei vergleichbaren Baustellen waren Staus bis weit nach Gersthofen die Regel. Die Stadt hofft durch den Beginn der Osterferien auf eine gewisse Entlastung.

Bauphase B (7. bis 30. April) - Sanierung der Grundwasserwanne: Außerhalb der Hauptverkehrszeiten von 9 bis 15 Uhr und ab 18 Uhr steht nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung.
Bild: Stadt Augsburg

Nach Ostern gibt es dann etwas Entspannung für die Autofahrer: Während der Arbeiten an der Grundwasserwanne sind immerhin zu den Hauptverkehrszeiten alle vier Spuren frei. Von 9 bis 15 Uhr und abends ab 18 Uhr steht aber nur eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung. Diese Phase dauert bis 30. April.

Danach wird es richtig heftig: Wenn die Fahrbahndecke erneuert wird, gibt es bis 6. Juni nur eine Fahrspur je Richtung. In dieser Zeit sind die Auf- und Abfahrten Holzweg, Kobelweg, Bürgermeister-Ackermann-Straße, Stadtbergen/Nestackerweg komplett gesperrt. Dies liegt daran, dass die Bauarbeiter dort zugange sind.

Bauphase C/D (4. Mai bis voraus. 6. Juni) - Erneuerung des Belags: Je eine Seite der Fahrbahn ist abschnittsweise gesperrt - der Verkehr läuft über die Gegenfahrbahn. Zudem...
Bild: Stadt Augsburg

„Die Sperrung hilft aber auch, den Verkehrsfluss in diesem Bereich konstant zu halten“, so Gunter Höhnberg, stellvertretender Tiefbauamtsleiter. Weil die Straße weniger Autos fassen kann, würde das Einfädeln an den Auffahrten zu einem Chaos führen.

An der Anschlussstelle Augsburg-West drohen wohl auch Probleme

Probleme sind auch an der Autobahn-Anschlussstelle Augsburg-West absehbar, wo die B17 die A8 kreuzt. Die Autobahndirektion will die Anschlussstelle sperren, sollte es durch die B17-Baustelle zu Rückstaus auf die Autobahn kommen. Besonders Rückstaus aus dem Westen wären kritisch, weil dort auf der Autobahn ebenfalls gebaut wird. In diesem Fall könnte es sein, dass Verkehrsteilnehmer bereits in Neusäß abfahren müssen und über das Güterverkehrszentrum nach Augsburg geleitet werden.

... werden alle Zufahrten sowie mehrere Ausfahrten gesperrt. Sollte es zu extremen Rückstaus auf die A8 kommen, kann die Auffahrt Augsburg West gesperrt werden.
Bild: Stadt Augsburg

Konkrete Umleitungsempfehlungen für Autofahrer, die die B17 im innerstädtischen Verkehr nutzen, gibt es nicht, weil keine andere Straße die nötigen Kapazitäten hat. Man hofft darauf, dass die Autofahrer sich ihre Schleichwege suchen. Die Stadt kündigt an, am Oberen Schleißweg zwischen Holz- und Kobelweg die Fahrbahnverengungen zu entfernen. Der überörtliche Verkehr soll in Haunstetten von der B17 abfahren und über die Schleifenstraße ausweichen oder schon in Königsbrunn die B17 verlassen und über Mering und Friedberg auf die Große Ostumgehung (AIC25 neu) fahren.

Gersthofener Bürgermeister kritisiert Stadt Augsburg

Kritik kommt im Vorfeld der Baumaßnahme aus Gersthofen. „Die ganze Region wird unter einem Problem leiden, das uns die Stadt Augsburg eingebrockt hat“, wettert Bürgermeister Michael Wörle. Die Rückstaus könnten im Norden bis Langweid reichen, so seine Befürchtung. Bedenken der Umlandkommunen seien ungehört verhallt. Es würde die Situation entspannen, so Wörle, wenn die Stadt die Arbeiten auf die Nacht und das Wochenende beschränkt.

„Es gibt keine Alternative“, so der scharfe Konter vom Augsburger Baureferenten Gerd Merkle. Man arbeite, so schnell es geht, etwa auch nachts und am Wochenende. Sich auf diese Zeiträume zu beschränken, sei unsinnig. „Dann würden wir für die Maßnahmen sechs Monate brauchen.“ Die Stadt kündigt an, die Verkehrssituation im Blick zu behalten. „In der ersten Woche werden wir sehr sensibel schauen“, so Merkle. Wo möglich, werde man flexibel versuchen, an Stellschrauben zu drehen.

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