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Augsburg

22.06.2017

Sanierung der Hans-Adlhoch-Schule für neun Millionen Euro

Teilweise hat die Hans-Adlhoch-Schule bereits einen neuen Anstrich erhalten. Die Farbgebung orientiert sich an der ursprünglichen Fassadenfarbe und wurde mit dem Denkmalschutz abgestimmt.
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Teilweise hat die Hans-Adlhoch-Schule bereits einen neuen Anstrich erhalten. Die Farbgebung orientiert sich an der ursprünglichen Fassadenfarbe und wurde mit dem Denkmalschutz abgestimmt.
Bild: Annette Zoepf

Die Hans-Adlhoch-Schule wird in drei Jahren auf Vordermann gebracht. Einiges ist bereits geschafft, darunter die Außensportanlage.

Drei Jahre Bauzeit, neun Millionen Euro Kosten – die Sanierung der Hans-Adlhoch-Schule in Pfersee ist ein gewaltiger Kraftakt. Und doch wird sich das 100 Jahre alte Gebäude nach Abschluss der Arbeiten – voraussichtlich im Herbst 2019 – in vertrauter Optik präsentieren. Weil die Schule unter Denkmalschutz steht, erfolgt die Frischzellenkur in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Lediglich die beiden neuen Feuertreppen, die links und rechts am Gebäude entstehen, sind ein Zugeständnis an die verschärften Brandschutzrichtlinien.

Mit rund 1,6 Millionen Euro ist der Brandschutz ein großer Brocken im Gesamtpaket. Aktuell bringen die Handwerker im zweiten Obergeschoss spezielle Platten am Boden der Flure an, bevor darauf das Parkett verlegt wird. Alle Klassenzimmer in diesem Trakt sind leer geräumt.

Rücksicht auf Prüfungen

Rektorin Sabine-Stahl Schnitzler und ihr Team sind logistisch gefordert, um die 23 Klassen der Jahrgangsstufen eins bis neun mit insgesamt 455 Schülern unterzubringen. „Wir mussten die Fachräume umfunktionieren und Klassen in den Keller verlagern“, sagt sie. Außerdem stehe von zwei Pausenhöfen nur einer zur Verfügung. Auch Bildungsreferent Hermann Köhler weiß, dass die Arbeiten bei laufendem Unterrichtsbetrieb eine Herausforderung darstellen. „In einem leeren Gebäude wäre das einfacher.“ Diese Option habe aber wegen der sehr komplexen Maßnahme nie bestanden. Dennoch sagt Stahl-Schnitzler: „Auch wenn wir enger zusammenrücken müssen, läuft es erstaunlich gut.“ Die lärmintensiven Arbeiten würden überwiegend auf den Nachmittag gelegt, auf Prüfungssituationen werde Rücksicht genommen.

Wer die Treppe in das dritte Obergeschoss erklimmt, sieht, was bereits geschafft ist: Die Schüler lernen in sanierten Klassenzimmern, die unter anderem mit Schallschutzdecken ausgestattet sind. Die Gänge wirken luftiger denn je, da die Gewölbedecken freigelegt wurden. Hier im Außenbereich sind Lernzonen vorgesehen, die sich jeweils zwei Klassen teilen.

Fassade wird gestrichen

Wenn in fünfeinhalb Wochen die Sommerferien beginnen, legen die Handwerker unter der Regie des Architekturbüros Jasarevic und der Bauleitung der Wohnbaugruppe Augsburg Entwickeln (früher AGS) in Sachen Lautstärke eine Schippe drauf. In allen Stockwerken muss die Decke durchbrochen werden, um den Aufzug zu installieren. Damit wird die Schule erstmals in ihrer Geschichte barrierefrei. „Sogar unser Hausmeister, der im Gebäude wohnt, macht wegen des Lärms länger Urlaub“, sagt die Rektorin. In den Ferien wird außerdem der bereits begonnene Fassadenanstrich – im ursprünglichen Gelb-Ocker-Ton – vollendet. Auch Dacharbeiten und Toilettenanlagen stehen auf dem Bauplan.

Wenn die Schüler im September wieder kommen, können sie bei schönem Wetter an der frischen Luft turnen. Die neuen Außenanlagen für den Schulsport (unter anderem Multifunktionsplatz, Laufbahn und Sprunggrube) sind weitgehend fertig. Der völlig eingewachsene alte Platz war in einem so schlechten Zustand, dass er seit Jahrzehnten brach lag.

Im nächsten Schuljahr erfolgt unter anderem die Sanierung des ersten Stocks und des Erdgeschosses sowie des Pausenhofs. Der Ausbau des Tiefparterres zu einer Mensa erfolgt 2019. Und zum Abschluss wird die alte Turnhalle zur überdachten Pausenhalle beziehungsweise Aula umfunktioniert. Trotz mancher „Überraschung“, die sich in Wänden oder im Boden verbirgt, gehen die Verantwortlichen davon aus, Zeitplan und Kostenrahmen einhalten zu können. Die Sanierung erfolgt im Rahmen des Schulertüchtigungsprogramms. Laut Köhler kann die Stadt mit 3,7 Millionen Euro vom Freistaat rechnen.

Vier weitere Klassenräume

Die Hans-Adlhoch-Schule ist nicht die einzige Bildungsstätte in Pfersee mit Bauarbeiten. Demnächst beginnt die Erweiterung des Westpark-Bildungshauses auf dem Sheridan-Areal. Köhler rechnet mit einem Bezugstermin im nächsten Frühjahr. Die erst einige Jahre alte Schule ist bereits seit Längerem zu klein. Sie ist ursprünglich auf 16 Klassen angelegt. Hinzu kommen in dem neuen Trakt vier weitere Klassenräume und eine Lerninsel. Die Kosten betragen rund zwei Millionen Euro.

Ursprünglich sollten die Arbeiten weiter gediehen sein. Doch der Baubeginn verzögerte sich aus unterschiedlichen Gründen. Der neue Trakt entsteht auf dem weitläufigen Freigelände der Schule. Der Sportplatz bleibt davon unberührt, aber ein Teil der Grünfläche muss geopfert werden.

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