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Schade um die alternative Wohnform "Wilde Siedlung"

Schade um die alternative Wohnform "Wilde Siedlung"
Kommentar Von Ina Marks
07.11.2019

Es ist schade, dass die Wilde Siedlung geräumt werden muss.

Rund 15 Jahre haben hier Menschen in selbst gebauten Hütten nahe des Lechhauser Gewerbegebietes zusammen gelebt. Dass solch eine exotische Form des Wohnens dauerhaft funktioniert, ist bemerkenswert. Die Grundstückseigentümerin hatte erlaubt, dass auf ihrem Terrain eine wilde Siedlung errichtet wird. Die Bewohner organisierten sich gut. Sie zahlten Grundsteuer an die Stadt, die Müllabfuhr leerte die Tonnen, Briefe wurden von der Post zugestellt – meistens zumindest.

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Die Bewohner hatten dort niemanden gestört. Sie wollten lediglich in ihrem außergewöhnlichen und bescheidenen Idyll leben. Dass die Siedlung offiziell nie genehmigt worden war, wurde ihnen letztendlich zum Verhängnis. Und natürlich war die Stadt gezwungen zu handeln, um rechtlich Ordnung zu schaffen – entweder mittels einer nachträglichen Genehmigung oder, wie jetzt geschehen, durch die angeordnete Räumung.

Es ist schade, dass keine andere Lösung gefunden werden konnte. Denn in Zeiten der Grundstücks- und Wohnungsknappheit und steigender Mieten sollten alternative Ideen wie diese, zumal sie erfolgreich umgesetzt wurde, nicht einfach zunichtegemacht werden.

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