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Augsburg

10.12.2013

Schmierereien auf Kirchentüren: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Wer hat „Allah ist groß“ an den Dom und weitere Augsburger Kirchen geschrieben? Die Polizei hat nun einen Verdächtigen festgenommen.
Bild: Anne Wall

Nach den Schmierereien auf Kirchentüren in der Augsburger Innenstadt hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen - nachdem er im Baumarkt weitere Spraydosen eingekauft hatte.

In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Augsburger Innenstadt die Portale mehrerer Kirchen mit Schriftzügen in arabischer Sprache beschmiert. Am Montagmorgen hat die Polizei nun einen Verdächtigen in Augsburg festgenommen. Es ist derselbe Mann, der am Freitag von der Polizei in München gefasst wurde, nachdem er auch dort Kirchentüren mit dem arabischen Schriftzug "Gott ist groß" beschmiert hatte.

Mutmaßlicher Täter kaufte weitere Spraydosen

Die Münchner Polizei hatte den Mann wieder laufen lassen müssen. Ihm drohe jedoch ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, hieß es aus München. Der Mann wohnt offenbar im Regierungsbezirk Schwaben, mit der Fahrt nach München verstieß der Asylbewerber daher zudem gegen die Residenzpflicht.

Der mutmaßliche Täter ist ein 30-jähriger Asylbewerber aus Jordanien. Wie die Polizei mitteilte, ist er den Ermittlungen zufolge für die "Gott ist groß"-Schriftzüge an drei Augsburger Kirchen und für drei weitere Schmierereien verantwortlich. Auch eine Augsburger Asylunterkunft, ein Gebäude in der Augsburger Innenstadt, das von einem muslimischen Verein als Moschee genutzt wird, und ein Autohaus in Göggingen besprühte er offenbar mit arabischen Schriftzeichen.  

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Die Polizei nahm den Tatverdächtigen am Montag fest - kurz nachdem er in einem Augsburger Baufachmarkt zwei weitere Spraydosen eingekauft hatte. Einer Polizeisteife fiel der Mann im Bereich einer Haltestelle in der Gögginger Straße auf.

Der 30-Jährige soll Morgen dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt werden. Die Ermittlungen zum Motiv des Tatverdächtigen und zu einem möglichen Mittäter dauern an.

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