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05.06.2009

Schmuckkästchen für Senioren

Haunstetten Die Erleichterung war allen Beteiligten deutlich vom Gesicht abzulesen: Es war ein langer Weg bis zur Einweihung des Neubaus des AWO-Seniorenheimes in Haunstetten. "Was lange währt, wird endlich gut", freute sich AWO-Vorstandsvorsitzender Eberhard Gulde bei der Einweihungsfeier über das gelungene Projekt.

Fünf Jahre ist es in etwa her, dass die AWO mit der Planung des Neubaus in der Sauerbruchstraße begann. Das alte, 1964 erbaute Haus entsprach nicht mehr dem erforderlichen Pflegestandard und ein Umbau war nicht möglich, fasste Architekt Leonhard Höss den damaligen Stand zusammen.

Wunschstandort für das neue Gebäude war von Anfang an das Grundstück gegenüber dem alten Heim, doch diesen durchzusetzen, entpuppte sich als äußerst schwierig. "Lange haben wir gekämpft", erinnerte sich Gulde an den Grundstückskauf und die zähen Verhandlungen mit den Behörden um die Genehmigungen für einen Bau im Wasserschutzgebiet. "Der Standort ist einfach ideal: die Nachbarschaft zum Krankenhaus, die Nähe zum Siebentischwald und die ruhige Lage." Das Haus soll abgerissen, das Grundstück renaturalisiert werden, wodurch eine weitere Grünfläche entstehen soll. Auch Dr. Heinz Münzenrieder, Vorsitzender des AWO-Präsidiums, freute sich über das gelungene Projekt: "Wir haben gemeinsam ein Schmuckkästchen geschaffen." Hell, modern und offen wirkt das Haus durch das Glasdach und die runden Formen; es wurde von den geladenen Festgästen einstimmig gelobt. "Das Haus strahlt eine ganz tolle, wohltuende Atmosphäre aus", sagte Bezirkstagsvizepräsident Alfons Weber.

Trotz höherer Preise alle Bewohner in neue Anlage eingezogen

Schmuckkästchen für Senioren

Die Baukosten beliefen sich auf 10 Millionen Euro. 2,3 Millionen steuert die Stadt Augsburg in Form eines Baukostenzuschusses bei. Den Rest finanzierte die AWO Schwaben aus eigenen Mitteln. Oberbürgermeister Kurt Gribl hob das Konzept des Wohnheims hervor: "Das Umfeld entspricht der Würde des Menschen, die Atmosphäre ist häuslich, familiär und freundlich."

Anfang März zogen die Bewohner vom alten in das neue Haus um. 110 Heimbewohner leben dort überwiegend in Einzelzimmern, die zu kleinen Wohngruppen zusammengefasst sind. Die Preise sind im Vergleich zum alten Heim um etwa 400 Euro gestiegen. Dennoch konnten alle Bewohner umziehen. "Bei einigen Bewohnern deckt der Sozialhilfeträger die Kosten", so Gulde.

Anna Illek und Elfriede Krause gefällt es in ihrem neuen Domizil. Sechs Jahre wohnte Elfriede Krause im alten Heim und hatte sich auf den Umzug gefreut: "Was Neues ist immer schön."

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