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25.06.2007

Schnelle Untersuchung kann Leben retten

Egal ob Junge oder Mädchen - die Hauptsache das Baby ist gesund. Diese Aussage hört man von werdenden Eltern wohl am häufigsten. "Die größte Angst bei Eltern ist, dass ihr Kind einen Herzfehler hat", weiß Michael Heinrich durch seine Arbeit als Chefarzt am Josefinum. Jetzt kann der 56-Jährige bereits wenige Stunden nach der Geburt auch darauf eine Antwort geben. Denn seit Anfang Juni werden die Neugeborenen durch die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut auch auf Herzfehler hin untersucht.

Bereits seit Jahren wird dort bei Neugeborenen neben den vorgeschriebenen Untersuchungen zusätzlich Gehirn, Hüftgelenk und Harnwege mittels Ultraschall untersucht und ein Hörtest durchgeführt. "Jetzt kommt die Herzuntersuchung serienmäßig ohne Aufpreis dazu", sagt Heinrich. Für Alexandra Herget war dies mit ein Grund, ihr erstes Baby im Josefinum zu entbinden. Bei der Untersuchung ihres kleinen Marius zeigt das Gerät eine vorbildliche Sauerstoffsättigung von 99 Prozent an. "Das ist einfach ein beruhigendes Gefühl", meint die 37-Jährige.

Eine im Jahr 2005 in Zürich durchgeführte Studie belegt, wie sinnvoll und effektiv solch eine Untersuchung bei Neugeborenen ist. Für Chefarzt Heinrich war es keine Frage, diese schnellstmöglich auch am Josefinum mit ins Programm aufzunehmen. "Wenn wir im Jahr fünf bis sechs Kindern damit helfen, hat sich der Aufwand schon gelohnt." Die Untersuchung innerhalb der ersten zwölf Lebensstunden sei auch deshalb so wichtig, da Mütter heute häufig nur noch zwei, statt wie früher fünf Tage nach der Geburt in der Klinik bleiben würden. Wird ein schwerer angeborener Herzfehler nicht gleich erkannt, kann sich der Zustand des Neugeborenen nach ein paar Tagen innerhalb kürzester Zeit in einen lebensbedrohlichen Schock verschlechtern. Und angesichts der Möglichkeit einer solch einfachen und schnellen Untersuchung müsse das nicht sein.

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