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Augsburg

06.09.2018

Schulen machen sich fit für die Zukunft

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2 Bilder
An der Grundschule vor dem Roten Tor ist die Verbindung von Alt und Neu gut zu erkennen. Links befindet sich der denkmalgeschützte Altbau. In der Mitte entsteht gerade der Erweiterungsbau mit Mensa und Pausenhalle und rechts wird die Turnhalle gebaut.

An zahlreichen Schulen sind Handwerker zugange. Manche Einrichtungen werden generalsaniert, andere erhalten Erweiterungen für den Ganztagsbetrieb. Die Kinder am Roten Tor dürfen sich auf eine neue Turnhalle freuen

Ohne körperliche Fitness wären Handwerker auf Baustellen fehl am Platz. Die Männer, die gerade auf dem Gelände der Grundschule vor dem Roten Tor zugange sind, schaffen die Voraussetzung für die Kondition der Kinder. Sie errichten eine Turnhalle für den Sportunterricht. Der Neubau – eine Stahlbetonkonstruktion – ist weit fortgeschritten.

Und auch der Innenausbau kommt voran, wie Architektin Brigitte Steigleder vom Hochbauamt bei einer Besichtigung berichtet. So ist die 15 mal 27 Meter große Halle komplett mit einer hölzernen Schallschutzverkleidung ausgestattet, auch die Halterungen für die Basketballkörbe sind angebracht. Tageslicht dringt durch die weit oben angebrachten Fenster ins Innere. Im Bereich der Nebenräume ist der Neubau zweistöckig, so dass die Geräte unten aufbewahrt werden und sich die Umkleiden im Obergeschoss befinden.

Die neue Turnhalle ersetzt zwei alte Sportstätten, die übereinander gelegen waren. Wegen statischen Problemen war die obere Halle schon länger gesperrt, die untere bis zum Abriss nur eingeschränkt nutzbar. Voraussichtlich bis Anfang 2019 müssen die Klassen beim Sportunterricht improvisieren oder in andere Schulen ausweichen. Dann soll die Halle am Roten Tor in Betrieb gehen.

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Zwei Projekte für 6,5 Millionen Euro

In den Gesamtkosten von 6,5 Millionen Euro ist noch ein zweites Projekt enthalten. An die Turnhalle schließt sich ein Trakt an, der die Grundschule für den Ganztagsbetrieb wappnen soll. Neben einer Mensa entsteht eine Pausenhalle, die (bei Bedarf auch gemeinsam) als Veranstaltungsaula genutzt werden können. Und dank eines Aufzugs an der Nahtstelle von Neu- und Altbau ist die mehr als 100 Jahre alte Schule jetzt barrierefrei.

Die Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb werden aktuell noch an weiteren Grundschulen geschaffen. Nahezu abgeschlossen sind die Bauarbeiten für den Erweitrungstrakt an der Wittelsbacher- Grundschule im Antonsviertel. In dem Neubau finden Mensa, Küche, sowie Unterrichtsräume sowie eine Pausenhalle Platz. Die Kosten: rund 4,4 Millionen Euro.

Derzeit muss die Werner-Egk-Grundschule mit ihren Ganztagsklassen noch improvisieren. Sie ist unter anderem im nebenan gelegenen Jugendzentrum zu Gast. Im Lauf des nächsten Jahres können die Kinder und ihre Betreuer dann einen Neubau beziehen. Er entsteht unter einem Flügel des Erweiterungsbaus. Gesamtkosten: knapp drei Millionen Euro.

Dieses Projekt war Auslöser, das Brandschutzkonzept für die gesamte Werner-Egk-Schule an aktuelle Bestimmungen anzupassen. Beim Brandschutz herrscht ebenso Nachbesserungsbedarf wie bei der Statik des aus dem Jahr 1892 stammenden Altbaus. Fassade, Fenster, Sanitäranlagen müssen ebenso modernisiert werden wie Böden und Beleuchtung. Angestrebt wird ein Beginn der Generalsanierung im Jahr 2020, die Kosten müssen noch ermittelt werden.

Die Luitpold-Grundschule in Lechhausen muss generalsaniert werden

Eine Generalsanierung steht auch in Lechhausen in der Luitpold-Grundschule (rund 350 Schüler) an. Von der Heizung über Brandschutz bis zum Ausbau des Dachs für Fachräume und dem Einbau eines Aufzugs reichen hier die Arbeiten. Auch ein aus dem Jahr 1990 stammender Pavillon ist renovierungsbedürftig. Gesamtkosten: rund 3,8 Millionen Euro. Um während der Bauarbeiten den Unterrichtsbetrieb aufrechterhalten zu können, weicht die Schule teilweise auf Ersatzräume in der Umgebung aus. Zu einem späteren Zeitpunkt ist in Lechhausen noch ein Erweiterungsbau geplant, der unter anderem eine Pausenhalle, eine Mensa für den Ganztagsbetrieb sowie Klassenzimmer beherbergen soll. Für diesen Posten gibt es noch keinen Termin, nur einen Kostenvoranschlag: rund neun Millionen Euro.

Neun Millionen Euro sind auch für die Generalsanierung der Hans-Adlhoch-Schule in Pfersee kalkuliert. Die Arbeiten laufen bereits seit zwei Jahren, im Herbst 2019 soll alles fertig sein.

Voraussichtlich ab Ende 2019 wird die Löweneck-Schule in Oberhausen auf Vordermann gebracht. Kosten: rund 16 Millionen Euro. Saniert werden sollen des Weiteren die St.-Anna-Grundschule in der Innenstadt und die Schiller-Schule in Lechhausen – bei letzterer ist auch ein Erweiterungsbau geplant.

Bis all diese Projekte fertiggestellt sind, stehen vermutlich schon die nächsten Bauvorhaben an. Bei 70 Schulen (und 120 Gebäuden) sind die Bildungsstätten für die Stadt Dauerbaustellen. Staatliche Zuschüsse fließen aktuell vor allem über das Förderprogramm „300 Millionen für unsere Schulen“. Laut Gerald Federle vom Bildungsreferat wird durchschnittlich die Hälfte der Kosten erstattet. "Kommentar

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