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Augsburg

19.09.2016

Schwabenhalle steht fürs Theater bereit

Die Schwabenhalle ist Ausweichspielstätte für das Theater Augsburg. Ab Oktober laufen die Produktionen.
Bild: Fred Schöllhorn

Auch das Messegelände dient als Ausweichspielstätte. Geschäftsführer Gerhard Reiter erläutert im Interview, welche Konsequenzen damit verbunden sind. Drohen Einbußen im Kongressgeschäft?

Herr Reiter, eine private Frage: Sind Sie Theatergänger?

Gerhard Reiter: Ja. Ich habe zwar kein Abo für das Theater Augsburg, bin aber regelmäßig dort. Und ich werde auch für den Zeitraum der Theatersanierung und der Ausweichspielstätten ein Theatergänger bleiben.

Insofern passt es für Sie doch sicherlich gut, dass das Theater einen Teil seiner Produktionen auf das Messegelände verlagert?

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Reiter: Für mich natürlich schon. Insofern freue ich mich auch, ab 2. Oktober den „Nussknacker“ und ab 28. Oktober „Tosca“ in unserer Schwabenhalle auf kurzem Wege besuchen zu können.

Die Messe Augsburg sprang kurzfristig als Ausweichspielstätte für das Theater ein. Die Not der Stadt war groß. Wie bewerten Sie als Messe-Geschäftsführer diese Entwicklung?

Reiter: Generell positiv, weil es ein partnerschaftliches Miteinander ist. Zudem ist die Schwabenhalle eine geeignete Ausweichspielstätte. Die Produktionen des Theaters versprechen zudem eine hohe Auslastung der Schwabenhalle.

Wie einschneidend sind die möglichen Einschränkungen, die die Messe bei der Hallenbelegung machen muss?

Reiter: Es gibt keinerlei Einschränkungen für die Messe Augsburg bei der Hallenbelegung. Alle Termine können gehalten werden beziehungsweise es muss kein Termin verschoben werden

Wie hat sich die Messe auf die angekündigten Theaterproduktionen einzustellen?

Reiter: Es geht speziell um die Licht- und Tontechnik. Entsprechende Anlagen wurden installiert und sind bereits abgenommen.

Das Theater kommt. Perspektivisch gesehen: Erwarten Sie, dass die Akquise für die Messe schwieriger wird, weil auch immer an das Theater gedacht werden muss?

Reiter: Ich sehe hier keine Schwierigkeiten, weil das Theater Augsburg „nur“ die Schwabenhalle (Halle 1) belegt. Die letzte vertraglich fixierte Aufführung findet am 4. Feb-ruar 2017 statt. Bis dahin gibt es folglich eine sehr gute Auslastung der Halle 1. Die Termine ab dem 5. Februar 2017 werden infolgedessen also normal bearbeitet und vergeben.

Wäre kurzfristig auch noch eine Veranstaltung möglich?

Reiter: Die Messe Augsburg ist sehr flexibel, da sich die Hallen sehr gut kombinieren lassen.

Wie eng ist die Zusammenarbeit der Messe mit Stadt (Kulturreferat) und Theater (Intendanz)?

Reiter: Zu Beginn waren eine enge Zusammenarbeit und intensive Abstimmungsrunden notwendig. Nun spreche ich von einer ganz normalen Zusammenarbeit seit Festlegung der Termine und der erfolgreichen Proben hinsichtlich Licht- und Tontechnik und Bühnenbau.

Messen und Kongresse, die auswärtige Besucher nach Augsburg ziehen, bringen Geld. Hotels profitieren davon, die Gastronomie, aber auch der Handel – Umwegrentabilität lautet der Begriff dafür. Befürchten Sie als Experte des Messe- und Kongresswesens hier mögliche Einbußen? Oder womöglich gar tiefere Einschnitte?

Reiter: Was diese Umwegrentabilität angeht, wird es seitens der Messe keine Einbußen geben. Wir werden auch im nächsten Jahr nur Zeitfenster anbieten, die unser bestehendes Portfolio nicht beeinträchtigen und die so liegen, dass eventuelle, kurzfristig geplante, neue Veranstaltungen, vor allem Messen, entsprechend der Flexibilität des Geländes mit vier Eingangsbereichen, noch platziert werden könnten. Den einzigen Einschnitt gäbe es bei kurzfristigen Konzertanfragen. Aber das hätte wiederum keine große Auswirkung auf die Umwegrendite.

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