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Augsburg

01.02.2019

Sebastian Hrabak übernimmt "Mohrenkönig" im Antonsviertel

Sebi Hrabak ist der neue Pächter des Mohrenkönigs in der Sulzerstraße im Antonsviertel.
Bild: Silvio Wyszengrad

Sebastian Hrabak, Geschäftsführer der Schwarzen Kiste, übernimmt den "Mohrenkönig". Warum ihn die Traditionskneipe besonders reizt und was er damit vorhat.

Die letzten Tage des alten „Mohrenwirts“ im Antonsviertel sind gezählt. Ende Februar geht Wirt Bernhard Riepl, wie berichtet, in Rente. Doch die Traditionskneipe wird deshalb nicht ihre Türe schließen. Es gibt einen neuen Pächter, der am Freitagmittag den Vertrag mit der Brauerei Riegele unterzeichnet hat: Sebastian Hrabak, Betreiber der „Schwarzen Kiste“. Der 37-Jährige wird dafür einen seiner anderen Standorte aufgeben.

Er habe sich schon immer für den Mohrenkönig als Objekt interessiert, meint Hrabak. Nicht nur weil er selbst in der Nähe wohnt und dort die letzten Jahre immer wieder gerne zu Gast war. Sondern auch, weil er den Biergarten mit den alten Kastanien und das Flair der Kneipe schätzt. „Ich habe mich immer wieder erkundigt, was mit dem Objekt passiert.“ Dass Wirt Riepl mit 66 Jahren nun in Rente geht und Sebastian Hrabak sich zugleich verändern will, sei ein toller Zufall gewesen.

Hrabak: Mohrenkönig soll keine Burger-Butze werden

Bereits im vergangenen Jahr habe es Gespräche über die Nachfolge des Mohrenkönigs gegeben. Dafür schließt Hrabak ein anderes Lokal. Zum 30. April dieses Jahres macht er seine „Schwarze Kiste Burger & Bar“ in der Gögginger Straße dicht. Doch, sie sei schon gut gelaufen, meint der Gastronom auf Nachfrage. Aber er wolle sich verändern. „Ich will mehr auf die Stadtviertel-Thematik eingehen. Und der Mohrenkönig ist für das Antons- und Thelottviertel wichtig.“ Die Wirtschaft wolle er zu keiner „Burger-Butze“ machen, versichert der Gründer der „Schwarzen Kiste“.

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Erst im September vergangenen Jahres hat Sebastian Hrabak den Kiosk am Hochablass neu eröffnet.
Bild: Michael Eichhammer

Hrabak plant eine bierorientierte Speisewirtschaft mit bayerischer Küche und regionalen Produkten. Mit der Traditionsbrauerei Riegele habe er eine feste Konstante im Hintergrund. Auch Frühstück will er anbieten. Sebastian Hrabak betont, er wolle aus dem Mohrenwirt kein Schickimicki-Lokal machen. „Ich liebe die alte Gastwirtschaft mit ihrer Patina. Dieser Charme wird erhalten bleiben.“ Hrabak will offen für alle Gäste sein. „Das kann der Herr im Anzug und die Frau im kleinen Schwarzen sein, die danach eine Veranstaltung im Kongress am Park besuchen. Auch der Arbeiter soll nach seiner Schicht auf zwei halbe Bier vorbeikommen.“ Es werde einen Stammtisch geben, die Gäste sollen Schafkopf spielen. Der Mohrenkönig soll eine Wirtschaft für alle bleiben und „eine Begegnungsstätte für die Leute im Viertel“, sagt Hrabak. Die Umbaumaßnahmen beginnen voraussichtlich im März.

Wann die Neueröffnung des Gaststätte im Antonsviertel geplant ist

„Die Toiletten werden modernisiert, auch das Kühlhaus und die Küche. Die Gaststube bleibt mit ihrer Aufteilung, wie sie ist.“ Ob die Wirtschaft ihren Namen behält, da ist er sich allerdings noch unschlüssig. Die Neueröffnung ist momentan am 1. Juni geplant. Für Sebastian Hrabak ist der Mohrenwirt eine weitere Station in seiner bisherigen Gastronomen-Laufbahn, die 2012 begann.

Damals startete der studierte Sport- und Politikwissenschaftler, der bei der Augsburger Allgemeinen auch ein Volontariat absolvierte, mit der „Schwarzen Kiste“ an der Haunstetter Straße. Erst im September vergangenen Jahres hat er den Kiosk am Hochablass neu eröffnet. Zudem betreibt Hrabak den Kaffee- und Imbissstand am Moritzplatz und eben noch die Burger Bar in der Gögginger Straße sowie eine Kaffeeschule. Seine Café an der Haltestelle Königsplatz hatte er 2016 aufgegeben.

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01.02.2019

Es ist schön zu lesen, dass der Mohrenkönig eine "bierorientierte Speisewirtschaft mit bayerischer Küche und regionalen Produkten" werden/bleiben soll. Leider werden Gaststätten mit deutscher Küche in Augsburg - zumindest gefühlt - immer weniger. Da kommt diese Nachricht sehr willkommen. Darüber hinaus wäre es schön, wenn der traditionsreiche Name "Mohrenkönig" erhalten bliebe.

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