Newsticker
Pfizer kann nicht so viel Impfstoff liefern wie zugesagt
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Seniorenheim-Besucher können jetzt im Samocca einen Corona-Test machen

Augsburg

04.01.2021

Seniorenheim-Besucher können jetzt im Samocca einen Corona-Test machen

Eva Franco macht im neuen Caritas-Testzentrum bei Stefan Grotzke einen Corona-Schnelltest.
Bild: Peter Fastl

Plus In Räumen am Augsburger Königsplatz können sich Angehörige von Caritas-Heimbewohnern sowie Mitarbeiter einem Schnelltest unterziehen. Die Stadt geht einen anderen Weg.

Für Besucher von Pflegeeinrichtungen gelten nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben in Bayern erschwerte Bedingungen, wenn sie ihre Angehörigen sehen möchten. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden (Antigen-Schnelltest) beziehungsweise drei Tage (PCR-Test) zurückliegen darf. Dies bedeutet für Angehörige, die beispielsweise ihren Ehepartner täglich besuchen wollen, dass sie zwei bis drei Mal pro Woche zum Testen gehen müssen.

Testzentrum der Augsburger Caritas ist in der Hermanstraße

Um die Betroffenen bei der Suche nach Testmöglichkeiten zu entlasten, hat die Augsburger Caritas (CAB) ein eigenes Testzentrum für die Besucher ihrer Seniorenzentren und Einrichtungen der Behindertenhilfe in der Stadt und der Region geschaffen. Auch Beschäftigte, die normalerweise zwei Mal wöchentlich an ihrem Arbeitsplatz getestet werden, können bei Bedarf dorthin gehen.

Das neue CAB-Testzentrum befindet sich direkt am Königsplatz in der Hermanstraße 8 - in den bisherigen Räumen des Café Samocca. Dieses ist aktuell wegen des Lockdowns ohnehin geschlossen und soll zu gegebener Zeit auf dem Gelände der Barmherzigen Schwestern in der Gögginger Straße wiedereröffnet werden. Das Testzentrum könne somit so lange wie nötig in Betrieb bleiben, heißt es.

In den Räumen des Cafés Samocca in der Augsburger Hermanstraße hat die Caritas ein Zentrum für Corona-Schnelltests eingerichtet.
Bild: Peter Fastl

CAB-Geschäftsführerin Brigitta Hofmann sieht das neue Angebot als Entlastung für die Pflegekräfte, die damit von Zusatzaufgaben wie die Durchführung von Schnelltests befreit würden. Nach wie vor seien diese aber auch in den Einrichtungen vor Ort möglich, etwa bei älteren Besuchern, betont die Geschäftsführerin.

Angehörige können nicht spontan ins Testzentrum kommen

Hofmann ist froh, ausreichend Personal für das neue Angebot zu haben. Auf eine entsprechende Anzeige hätten sich zahlreiche Interessenten aus dem medizinischen Bereich gemeldet, die teilweise auch ehrenamtlich tätig seien. Daher könnten in der Hermanstraße von Montag bis Freitag jeweils drei Stunden lang Schnelltests angeboten werden. Wichtig dabei: Testwillige können nicht spontan vorbeikommen, sondern werden über die jeweilige Einrichtung angemeldet. Die Terminvergabe erfolgt über ein zentrales Buchungssystem. Die CAB rechnet momentan mit rund 120 Tests von Angehörigen pro Woche, die Kapazitäten sollen sukzessive ausgebaut werden.

 

Einen anderen Weg beschreitet die städtische Altenhilfe, die mit fünf Seniorenzentren ebenfalls zu den großen Trägern von Pflegeeinrichtungen zählt. Sie bietet die Schnelltests nicht an einem zentralen Ort, sondern ausschließlich in den jeweiligen Häusern an. Diese Aufgabe übernehmen neben dem Stammpersonal auch eigens dafür eingestellte Kräfte.

Städtische Altenhilfe sucht noch nach Test-Personal

Angelaufen ist der Betrieb laut Sprecherin Daniela Frumert bereits im Servatiusstift im Antonsviertel, im Haus Lechrain in Lechhausen und im Hospitalstift am Roten Tor. Im Sparkassen-Altenheim sowie im Sanderstift in Oberhausen bildeten Schnelltests bei Angehörigen momentan die Ausnahme. "Hier sind aufgrund des Corona-Infektionsgeschehens Besucher derzeit nur in wenigen Fällen erlaubt." Sobald sich in den beiden Häusern die Lage entspannt, werde auch hier das Schnelltest-Angebot ausgebaut. Die Personalakquise sei noch nicht abgeschlossen.

Die städtische Altenhilfe appelliert dennoch an die Besucher, sich nach Möglichkeit einem Test auf anderen Wegen zu unterziehen, um die Mitarbeiter zu entlasten. "Wir sind dankbar für jeden Angehörigen, der das Testergebnis schon mitbringt", betont Frumert.

 

In einigen Seniorenheimen anderer Träger können sich Besucher ebenfalls direkt vor Ort schnelltesten lassen, wenn sie die nötige Zeit bis zum Vorliegen des Ergebnisses - etwa 20 bis 30 Minuten - mitbringen. Unter anderem bieten dies das Christian-Dierig-Haus in Pfersee und die Einrichtung St. Afra des Sozialdienstes katholischer Frauen an. "Wir haben ein Testzimmer eingerichtet. Spontane Besuche sind allerdings nicht möglich, es muss mindestens einen Tag zuvor ein Termin ausgemacht werden", sagt Afra-Leiter Andreas Bader. Auch das Pauline-Fischer-Haus beim Diako will laut Leiter Gottfried Fuhrmann demnächst Angehörigen Schnelltests direkt vor Ort anbieten.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren