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E-Scooter

22.11.2019

Sicherheitslücke bei "Voi": Hacker findet Zugang zu Kundendaten

Die E-Roller von Voi stehen auch in Augsburg in vielen Straßen und Ecken bereit. Nun berichtet der schwedische E-Scooter-Anbieter von einem Datenleck.
Foto: M. Hochgemuth

Der schwedische E-Scooter-Anbieter "Voi" berichtet von einem Datenleck im Bereich der Kundenrechnungen. Doch der Hacker habe nur seine eigene Rechnung heruntergeladen.

Auch in Augsburg stehen die orange-roten E-Scooter von "Voi" an vielen Ecken zum Rollen bereit. Für manche sind sie praktische Fortbewegungsmittel, andere betrachten sie als ein Ärgernis - oder als ein Sicherheitsrisiko für den Verkehr.

Einen E-Scooter zu buchen, das kann anscheinend auch zu Risiken und Gefahren jenseits der Straße führen: Die Nachricht vom Datenleck bei Voi erreichte die Scooter-Nutzer am Freitag per E-Mail. Der schwedische Anbieter teilt seinen Kunden mit: "Mit Bedauern haben wir festgestellt, dass ein Nutzer einen Weg gefunden hat, auf einen Teil unseres Systems zuzugreifen, in dem wird die Belege unserer Kunden speichern."

Doch schon im nächsten Satz folgt die Entwarnung: Der Kunde habe nur seine eigenen Buchungs-Belege heruntergeladen. Er habe keine anderen sensiblen Kundendaten kopiert oder veröffentlicht.

Voi reagiert und schließt die Sicherheitslücke im Datennetz

Der schwedische E-Scooter-Anbieter legt in der Rundmail offen, wie der Vorfall geklärt wurde: Nachdem das Unternehmen auf das Datenleck gestoßen sei, habe es die Sicherheitslücke innerhalb einer Stunde beseitigt. Kreditkarten-Daten und Passwörter seien nicht enthüllt worden. Das schwedische Unternehmen verweist dabei auf sein Sicherheitssystem: Alle Karteninformationen werden laut Voi über die Bezahlsysteme von "Stripe" und "Paypal" abgewickelt.

Voi habe die schwedische Datenschutzbehörde DPA über den Hacker-Angriff informiert. Und das Unternehmen kündigt Konsequenzen an: Inzwischen sei bei Voi eine neue Arbeitsgruppe gegründet worden, die sich allein damit beschäftigen soll, Datenpannen dieser Art bei der E-Scooter-Buchung zu verhindern. Laut Voi werden externe Berater der IT-Sicherheitsunternehmen "Detectify" and "Nixu" die Gruppe unterstützen.

Es ist nicht die erste Daten-Sicherheitspanne bei Voi

In der Mitteilung heißt es: Das Unternehmen werden den Fall zum Anlass nehmen, ein neues, noch sicheres System einzurichten. Es ist jedoch nicht das erste Datenleck, das bei Voi aufgedeckt wurde. Journalisten des Bayerischen Rundfunks hatten im März 2019 im System des Scooter-Unternehmens eine Sicherheitslücke entdeckt. Dabei konnten die Journalisten Daten wie Namen, Mobilfunknummern und E-Mail-Adressen von rund 460.000 Nutzern einsehen.

Lesen Sie dazu auch: Die Stadt Augsburg prüft Parkverbote für E-Scooter

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