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Augsburg

14.01.2020

Sie betreibt am Judenberg die neue Espressobar "Stretto"

Simone Kopp ist die Betreiberin der neuen Espressobar "Stretto" am Judenberg.
Bild: Bernd Hohlen

Plus Wo früher am Judenberg der Falafel-Imbiss "Kichererbse" war, schenkt Simone Kopp nun Kaffee und Drinks aus. Eigentlich hat die 37-Jährige einen anderen Job.

Das schmale Geschäft am Judenberg hatte vergangenes Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Nach über 20 Jahren wurde dort dem Falafelimbiss „Kichererbse“ gekündigt. Die Aufregung ist längst versiegt. Falafelkoch Majed Al Naser hat einen neuen Standort in der Annastraße gefunden. Am Judenberg gibt es dafür nun eine kleine Espressobar.

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Der Laden an dem Berg, der von der Altstadt nach oben in die Maximilianstraße führt, ist kaum wiederzuerkennen. Früher nahm die Küche mit dem Herd, auf dem in einer gußeisernen Pfanne Kichererbsenbällchen im heißen Fett brutzelten, den größten Teil der rund 15 Quadratmeter ein. Heute bietet eine lange Holztheke Gästen Platz. Hinter ihr steht eine blonde Frau, die die Kaffeemaschine bedient oder Gläser befüllt.

Espressobar statt Falafelimbiss am Judenberg in Augsburg

Seit Mitte Dezember schenkt die 37 Jahre alte Simone Kopp in ihrem „Stretto“ Kaffeespezialitäten und Aperitivgetränke aus. „Stretto“ steht im Italienischen für „eng“ und „schmal“, so wie der Laden nun einmal ist. Genau diese Eigenschaft schätzt die Augsburgerin an der Räumlichkeit. So komme sie mit den Menschen schneller in Kontakt, sagt sie. „Aber auch die Gäste untereinander.“

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Simone Kopp hat sich den Traum von einer eigenen Espressobar erfüllt. Den hegte sie schon, als sie in Augsburg noch Betriebswirtschaftslehre studierte und nebenbei in der Gastronomie jobbte. Auch als Bedienung auf dem Münchner Oktoberfest hat sie ihre Erfahrungen gesammelt. „Ich mag die Gastro, weil man nie weiß, was der Tag so bringt.“ Das hat sie bereits in den wenigen Wochen nach der Eröffnung am Judenberg erfahren. In der Espressobar habe Kopp schon lustige und interessante Begegnungen gehabt. Sie erinnert sich an das Paar aus Australien.

"Stretto": Was für Simone Kopp eine Espressobar ausmacht

„Die beiden wollten nur schnell etwas trinken. Daraus wurden zwei Stunden und eine Einladung für mich nach Melbourne.“ Oder an die Gruppe aus Garmisch vor Weihnachten, die zwischen Besuchen in der Fuggerei am Nachmittag und am Abend im Spiegelzelt bei ihr in der Bar landete. „Dabei stellte sich heraus, dass einer von ihnen eine Kaffeerösterei betreibt. Bei mir wird es hier bald geröstete Kaffeebohnen aus Garmisch geben.“

Simone Kopp freut sich über die alte Holztheke aus Berlin. Sie hat sie im Internet entdeckt.
Bild: Bernd Hohlen

Solch unerwartete Momente und Begegnungen machen für Kopp eine Espressobar aus. So wie man sie in Italien vorfindet. „Dort gibt es überall solche Bars. Man geht schnell rein, um einen Kaffee oder abends nach der Arbeit einen Prosecco zu trinken, ohne erst auf eine Bedienung warten zu müssen, und kommt ins Gespräch.“ Bei der Einrichtung hat Kopp darauf geachtet, dass nicht alles neu ist.

Die Bar etwa hat sie auf der Internetplattform Ebay erstanden. „Sie stand früher in einem Punkschuppen in Berlin“, erzählt sie und lacht. Die überdimensionalen Glühbirnen, die darüber hängen, habe sie in Meran entdeckt und nachgekauft. An der leicht gewölbten Decke wurde in grauer Farbe ein geometrisches Muster angebracht.

Noch hat Simone Kopp vorerst nur an drei Tagen in der Woche geöffnet, nämlich Donnerstag (12-20 Uhr) sowie Freitag und Samstag (jeweils 12-22 Uhr). Denn die Neugastronomin arbeitet weiterhin bei einer großen Firma in der Umgebung, bei der sie schon seit zehn Jahren angestellt ist. Aber sie kann sich vorstellen, sich künftig für das „Stretto“ personelle Unterstützung zu holen. „Erst einmal muss ich hier aber Anlauf nehmen“, sagt die Barbetreiberin.

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