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Augsburg

02.01.2020

Siedler beklagen Baumfällungen in Oberhausen

Auf diesem Areal in Oberhausen-Nord baut der FCA einen Hybridrasenplatz mit Flutlichtanlage für seine Nachwuchsarbeit.
Bild: Annette Zoepf

Der Eingriff in die Natur hängt mit der neuen Anlage für den FCA-Nachwuchs zusammen. Was das städtische Baureferat zu dem Vorgehen sagt.

Die Schönbach-Siedler im Norden Oberhausens sind alarmiert wegen Baumfällungen in ihrer Nachbarschaft. Konkret geht es um das Areal des ehemaligen DJK-Sportplatzes am nördlichen Ende des Nachwuchs-Leistungszentrums des FC Augsburg. Dort errichtet der Fußballklub für seine Nachwuchsarbeit einen Hybridrasenplatz mit Flutlichtanlage. Unter einem Hybridrasen wird ein Naturrasensportbelag bezeichnet, der durch künstliche Fasern verstärkt wurde und damit strapazierfähiger ist.

Siedler hörten Kettensägen

Die Schönbach-Siedler hätten nichts gegen den Sportplatz an sich, sagt Stefan Oberschmid als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft und unmittelbarer Nachbar der Baustelle. Die Eingriffe an der Sportanlage seien jedoch nicht hinnehmbar. „Was da genau geschieht, darauf sind wir erst aufmerksam geworden, als wir Anfang Dezember die Kettensägen hörten.“ Jetzt sind nach seiner Schätzung von dem Baumbestand 80 Prozent verschwunden.

Er trauert nicht nur der verschwundenen Natur nach, die Bäume hatten für die Siedlung auch eine wichtige Funktion: Sie hielten Lärm von der nahen Donauwörther Straße ab. Auf der anderen Seite ist die Einmündung der Stuttgarter Straße. Lärm dringe nicht immer herüber, räumt Oberschmid ein; es hängt von der Windrichtung ab. Jedenfalls hat es früher an der Schönbachstraße einen begrünten Erdwall gegeben, der Lärm abhielt. Er wurde abgetragen, als hier ein provisorisches Vereinsheim der DJK entstand. Da die DJK ins neue Sportzentrum am Meierweg umgezogen ist, gibt es diesen Containerbau nicht mehr. Anstelle der Bäume fordert Oberschmid nun einen neuen Lärmschutzwall.

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Augsburger Baureferat weist auf Ersatzpflanzungen hin

Wie das städtische Baureferat mitteilt, hätten die gefällten Bäume zum Großteil nicht der Baumschutzverordnung unterlegen, heißt es. Für die übrigen gebe es Ersatzpflanzungen. Elf Bäume würden an der Donauwörther Straße, und weitere fünf im Südosten des Platzes nachgepflanzt. Die Untere Naturschutzbehörde war laut Baureferat in das Vorgehen eingebunden. Was die Schallsituation anbelangt, rechnet das Referat nicht mit einer Verschlechterung.

Die Siedler hingegen sind auch nicht glücklich über die geplante Flutlichtanlage. „Die Leute wollen ja mal in ihrem Garten sitzen. Mit dem Flutlicht werden sie sich dann wie im Biergarten vorkommen“, befürchtet Oberschmid. Laut Baureferat werden die im Hinblick auf die Nachbarschaft zulässigen Immissionswerte eingehalten. Das beziehe sich sowohl auf die Lichtstärke als auch auf den Geräuschpegel, der vom Fußballbetrieb ausgeht. „Die Genehmigung gilt bis 22 Uhr.“

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02.01.2020

"Die Untere Naturschutzbehörde war laut Baureferat in das Vorgehen eingebunden. "
Na klar, wenn in Augsburg irgendwo Bäume gefällt werden, ist der Herr Erben nie weit...

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