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Augsburg

29.09.2017

Silvano Tuiach sowie Herr und Frau Braun treten wieder gemeinsam auf

Silvano Tuiach (rechts) mit „Herr und Frau Braun“, Roland Krabbe und Gabriela Koch. Die drei stehen nun mit dem Programm „So klein isch die Welt!“ wieder gemeinsam auf der Bühne.
Bild:  Rolf Störmann

Silvano Tuiach und Herr und Frau Braun sind seit 1983 immer mal wieder gemeinsam aufgetreten. Nach 16 Jahren Pause haben sie zusammen ein Programm geschrieben.

Die Augsburger treffen sich oft völlig unverhofft. Mal im Baumarkt, mal in der Innenstadt oder im Biergarten. Dann heißt es „So klein isch die Welt!“, hat Kabarettist Silvano Tuiach schon oft beobachtet und es auch gleich als Namen für das neueste Programm verwendet. „Das Lustige ist, dass der Augsburger immer so überrascht tut, wenn er jemanden trifft. Dabei ist Augsburg ganz einfach nur klein“, sagt er und lacht. Doch auch bei ihm gab es ein unverhofftes Wiedersehen. Er hat sich mit Roland Krabbe und Gabriela Koch, alias Herr und Frau Braun, zusammengetan und wird mit ihnen ab dem 22. Oktober ihr gemeinsames Programm vorstellen. „Ob wir zu zweit als Herr und Frau Braun noch ein Solo-Programm auf die Beine gestellt hätten, ist fraglich“, sagt Roland Krabbe.

Und auch Silvano Tuiach wollte nicht alleine auf die Bühne. Zu dritt hatten sie aber genug Schwung, ein neues Programm anzugehen. Dass sie zusammen arbeiten können, wissen sie schon lange. Bereits 1983 standen sie gemeinsam auf der Bühne – damals unter dem Namen „Geisterfahrer“. Silvano Tuiach hatte sich den Namen für die Kabarettisten ausgedacht. „Ich wollte damit ausdrücken, dass wir gegen den Strom schwimmen. Ich bin bei dem Namen geblieben.“

Nachdem er damals eine kurze künstlerische Pause einlegte, gingen Gabriela Koch und Roland Krabbe die folgenden Jahre alleine auf Tour: als Herr und Frau Braun. Vor 16 Jahren gab es dann nochmals eine gemeinsame Tour – das Programm hieß damals „Schupfnudelparadies“.

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Drei Tage im Hotel

Seit Anfang des Jahres haben die drei Kabarettisten an ihrem Programm gefeilt. Im Mai ging es für sie in Klausur. „Wir sind drei Tage in ein Hotel gefahren und haben dort alles zusammengetragen“, sagt Silvano Tuiach, der dieses Arbeiten sehr gut fand. „Alleine ist das oft nicht einfach. Da ist man manchmal gedanklich kurz vor dem Riesengag und kommt einfach nicht drauf.“ Zusammen ging es leichter: Herausgekommen ist, wie Roland Krabbe sagt, eine „bodenständige Unterhaltung“, und, wie Silvano Tuiach anfügt, ein „zweistündiges intelligentes Programm“.

Natürlich steht wie immer der Augsburger im Fokus ihrer Betrachtungen. Alte Bekannte, wie der Herr Ranzmayr, dürfen da nicht fehlen. Während Herr Braun in seinem vergangenen Programm als Professor die Anatomie des Augsburgers unter die Lupe nahm, wird er sich diesmal die Besonderheiten des Gehirns vornehmen. Alle drei haben sich Gedanken über alternative Spielstätten gemacht. Auch das Thema der vielen Apps auf den Smartphones der Nutzer wird humorig hinterfragt.

Er hat gar kein Handy

Silvano Tuiach kann den Hype ohnehin nicht nachvollziehen. Er besitzt gar kein Handy. „Wenn man etwas mit ihm ausmachen will, dann erreicht man ihn entweder auf seinem Festnetz-Telefon oder spricht ihm auf seinen Anrufbeantworter“, erzählt Roland Krabbe und grinst. Ihn habe noch jeder erreicht, entgegnet Tuiach im Gespräch. Doch er komme sich noch in einem weiteren Bereich wie der „letzte Mohikaner“ vor.

„Mich würde mal interessieren, wie ein junger Augsburger Kabarettist die Stadt sieht. Jemand, der so zwischen 25 und 35 Jahren ist. Doch so jemand gibt es nicht“, sagt er. Vieles habe sich in den vergangenen Jahren verändert. „Als wir angefangen haben, haben wir uns darüber lustig gemacht, dass sich in Augsburg nichts tut. Aber das kann man heute gar nicht mehr sagen, außer eben ein typischer Augsburger Grantler“, sagt Silvano Tuiach. Hätten sie früher noch theaterhaft ganze Szenen durchgespielt, hat inzwischen auch bei ihnen der Stand-up-Trend Einzug gehalten. Ganz früher sind sie auch ohne großartige vorherige Probe in die Premiere gestartet. „Das ist heute undenkbar“, sagt Roland Krabbe.

Vor ihrem großen ersten Auftritt am 22. Oktober im Spectrum geben sie ein paar kleinere Vorstellungen. „Das ist wichtig, damit wir sehen, ob ein Gag zu lang ist, oder ob wir noch einmal daran feilen müssen.“

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