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23.02.2018

So hilft der Trockner beim Bügeln

Wer den Trockner richtig einsetzt, spart sich beim Bügeln Zeit, sagt Landwirtschaftsrätin Heidrun Ebert.

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Nördlingen Ein alt bekanntes Hausfrauensprichwort heißt: „Gut aufgehängt ist halb gebügelt!“ Doch die Realität sieht oftmals anders aus. In vielen Haushalten stapeln sich die Wäschekörbe mit Bügelwäsche, und die Zeit am Bügelbrett zieht sich in die Länge. Dass dem so nicht sein muss, macht Brigitte Steinle, Hauswirtschaftsoberrätin und Schulleiterin der Landwirtschaftsschule Nördlingen, Abteilung Hauswirtschaft, deutlich: „Durch zielführendes Trocknen kann das Bügeln minimiert werden.“

Landwirtschaftsrätin Heidrun Ebert, die den Schülerinnen alles über Haus- und Textilpraxis beibringt, hat hierfür verschiedene Tipps, mit denen die moderne Hausfrau dem Bügeln schon vorab beikommen kann: „Zunächst ist es wichtig, die Gebrauchsanweisung des Wäschetrockners zu lesen und sich damit auseinanderzusetzen, welche Programme er genau hat. Das kann sich je nach Hersteller und Modell unterscheiden.“ Hauptaugenmerk muss dabei auf die angegebene Füllmenge gelegt werden: „Bei Oberhemden darf man den Trockner oftmals nur etwa ein Viertel befüllen, bei einem Pflegeleicht-Programm circa die Hälfte. Um effizient und umweltschonend zu trocknen, darf die Maschine nicht überfüllt werden.“

Entsprechend muss für ein zufriedenstellendes Trocknerergebnis die gesamte Programmpalette genutzt werden. „Schranktrocken sollten lediglich Frottee, Baumwollunterwäsche und Socken getrocknet; für andere Wäschestücke ist dieses Programm weniger geeignet“, sagt die Expertin. Für Hemden, Jeans oder T-Shirts empfiehlt sie eine Bügelfeucht-Einstellung: „Wenn zum Beispiel ein Hemd so getrocknet wird, muss es direkt nach Beenden des Trockenvorgangs aus dem Gerät genommen werden. Anschließend muss es an den Nähten ausgestrichen beziehungsweise leicht gezogen, der Kragen ordentlich gelegt werden. Dann wird das Hemd auf den Bügel gehängt, die oberen beiden Knöpfe werden geschlossen. So hängt man es in den Trockenraum, bis es vollends getrocknet ist. Auf diese Weise muss es hinterher nicht mehr gebügelt werden. Gift für die Wäsche ist es aber, wenn sie nach Ende des Trockenvorgangs zu lange im Trockner verbleibt; dann wird sie wieder knittrig.“

Selbst für Feinwäsche oder Wollpullover rät sie zu einem ähnlichen Trocknereinsatz: „Diese Wäsche darf oftmals nur mit 400 bis 600 Umdrehungen pro Minute geschleudert werden. Hier kann gern noch einmal nachgeschleudert werden; dann gibt es kurze Trockenprogramme wie Glätten, Vorbügeln oder Wolle finish. Diese dauern nur vier bis zehn Minuten, aber wenn die Wäsche dann gleich entnommen und aufgehängt wird, ist sie glatt und muss nicht gebügelt werden.“

Grundsätzlich ist es wichtig, den Trockner mit Verstand zu nutzen, denn wie die Waschmaschine belastet er die Umwelt. Brigitte Steinle selbst besitzt deshalb keinen Trockner und hängt die Wäsche lieber auf, weiß aber auch, dass in vielen Wohnungen heutzutage gar kein Platz dafür ist. „Am energieeffizientesten ist das Trocknen an der Luft oder im Keller“, erklärt hierzu Heidrun Ebert, „in der geheizten Wohnung kostet das Trocknen sogar noch mehr Energie als im Wäschetrockner.“ Nachteil dabei, wenn die Sachen im Keller getrocknet würden, sei allerdings wegen der fehlenden Luftzirkulation die Trockenstarre, das heißt, die Wäsche werde hart, so Ebert. „Viele Frauen verwenden deshalb Weichspüler, der überhaupt nicht gut für die Umwelt ist. Aus diesem Grund ist die Kombination mit einem Wäschetrockner eine gute Alternative, denn durch das Warmwerden entspannen sich die Fasern, werden weich und glatt.“

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