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Augsburg

10.09.2019

So kam der kostenlose Nahverkehr zum Zoo an

Ab sofort ist die Fahrt mit dem Bus der Linie 32 an Sonntagen nicht mehr kostenlos. Fahrgäste müssen also wieder zahlen. Die Stadtwerke haben eine Bilanz der Gratis-Aktion gezogen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Über mehrere Wochen haben Fahrgäste den Bus der Linie 32 von der Uniklinik bis zum Zoo am Sonntag umsonst nutzen können. Nun gibt es eine überraschende Bilanz.

Wie kommt ein kostenloses Angebot im Nahverkehr bei Kunden der Stadtwerke an? In Augsburg gab es zuletzt eine Art Testphase: Immerhin hatten Fahrgäste ab Frühjahr die Möglichkeit, an Sonntagen gratis mit dem Bus auf der gesamten Strecke der Linie 32 (Uniklinik-Zoo) zu fahren. Das Angebot galt, um im Nahverkehr eine Alternative zu den überfüllten Parkplätzen am Augsburger Zoo anzubieten. Am vergangenen Sonntag gab es die kostenlose Fahrt vorerst zum letzten Mal.

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Kostenlos zum Zoo fahren: Stadtwerke Augsburg zogen Bilanz

Die Stadtwerke haben nun Bilanz gezogen. Sprecher Jürgen Fergg sagt, „die Linie wurde an den kostenlosen Sonntagen heuer etwas besser genutzt als im vergangenen Jahr, meistens gab es aber genug Platz für die Fahrgäste“. Absolute Zahlen nennen die Stadtwerke nicht. Nur an wenigen Tagen, und dann auch nur zu einzelnen Fahrten, seien die Busse voll oder so nachgefragt gewesen, dass Fahrgäste keinen Platz fanden und auf den nächsten Bus warten mussten. Fergg räumt ein: „Der Zuspruch war geringer, als wir ursprünglich erwartet hatten. Die Fahrt war ja immerhin kostenlos.“

Mit dem 15-Minuten-Takt gab es bis auf wenige Ausnahmen ein ausreichendes Angebot. Die stärksten Tage waren der Karfreitag, Ostersonntag, der 1. Mai und der Tag des Augsburger Friedensfests am 8. August.

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Freifahrten zum Zoo wird es wohl nicht mehr geben

Die Stadtwerke gehen davon aus, dass die Gratisfahrten im Jahr 2020 nicht fortgesetzt werden. Fergg: „Das war eine einmalige konzertierte Aktion mit der Stadt und dem Sicherheitsdienst ACO, um die außergewöhnliche Situation wegen der Baustelle der Kaufbach-Brücke im Spickel entschärfen zu helfen.“ Im künftigen Gesamtkonzept für die Anbindung von Zoo und Botanischem Garten sei der Nahverkehr ein wichtiger Bestandteil. Noch stünden keine Details fest, so Fergg: „Welche Anreize oder Vergünstigungen geschaffen werden könnten, muss mit allen Beteiligten besprochen werden, wobei vor allem auch die Frage der Finanzierung zu klären ist.“

Wie die Verkehrssituation künftig dauerhaft gelöst werden könnte, darüber wird in der Oktobersitzung des Bauausschusses beraten. Eine Idee ist bekannt: Abhilfe könnte ein Verkehrsleitsystem schaffen, das den Verkehrsfluss gezielt steuert. Dazu wäre es nötig, die 700 Parkplätze am Zoo mit Sensoren auszustatten. Würde die installierte Technik dann anzeigen, dass alle Parkplätze belegt sind, müssten anreisende Autofahrer auf die vorgesehenen Ersatzparkplätze hingewiesen werden.

Lesen Sie auch: Parken am Zoo: Moderne Technik könnte helfen

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