Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. So kommt der Papst in die Firnhaberau

09.02.2015

So kommt der Papst in die Firnhaberau

Eine  Spitze gegen die „ewige“ Baustelle an der MAN-Kreuzung.
3 Bilder
Eine  Spitze gegen die „ewige“ Baustelle an der MAN-Kreuzung.
Bild: Wolfgang Diekamp

Pfarrer Anton Schmid erntet viel Zuspruch in seiner Rolle als Franziskus. Augsburgs einziger Faschingsumzug bringt viele Menschen auf die Beine

Von Gerlinde Knoller

„Habemus Papam!“, schallte es gestern freudig durch die Firnhaberau. Und da kam er schon, Papst Franziskus, in einer Sänfte. Anton Schmid, Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Franziskus alias der Papst, dürfte beim Faschingsumzug der Pfarrei eines der beliebtesten Fotomotive gewesen sein. Stilecht, in weißer Soutane und Pileolus auf dem Haupt, grüßte er lächelnd und winkend die Menschen am Straßenrand. Die Frauen und Männer des Pfarrgemeinderats gingen als Franziskaner an seiner Seite.

Seit 39 Jahren stellt der Pfarrgemeinderat diesen Faschingszug auf die Beine – heute der einzige in Augsburg. 15 Gruppierungen waren diesmal dabei, vorwiegend aus dem Gemeinde- und Pfarrleben in der Firnhaberau und der Hammerschmiede. Waren im vergangenen Jahr der Kommunalwahlen auch nahezu sämtliche Parteien mit von der Partie, zeigte sich diesmal nur die CSU vom Ortsverband Firnhaberau, die mit ihrem Wagen des fünfjährigen Jubiläums „Umleitung und Stau statt Jux und Radau“ an der MAN-Brücke gedachte.

Phantasievoll und witzig waren die Ideen der Akteure: zum Beispiel der Wagen des Elternbeirats der Grundschule Hammerschmiede, wo auf einem Förderband „Mamas Essen“ durch das der neuen, vor wenigen Monaten fertiggestellten Mensa verschluckt wurde. Mit ihren grellen Perücken zeigten die Frauen vom Katholischen Deutschen Frauenbund der Pfarrei St. Franziskus, dass durch seine rund 40 aktiven Frauen das Leben in der Pfarrgemeinde erst richtig „bunt“ wird. Als „Privatleute“ liefen Karl und Hildegard Rauch mit – als „Bahnhofstunnelbaubeschleunigermaulwürfe“, selbstverständlich ausgerüstet mit dem richtigen Handwerkszeug: Eimerchen und Schäufelchen. Selbst zur Tat schritt die Siedlergemeinschaft Hammerschmiede-West, indem sie einfach eine Straßenbahn der Linie 1 a nachbaute.

Starke Truppen bildeten die Kinder, ihre Eltern und auch die Erzieherinnen aus den Kindertagesstätten St. Franziskus und aus der Dr.-Otto-Meyer-Straße. Letztere verteilten als freundliche Affen Bananen an die Passanten am Straßenrand – eine willkommene Ergänzung zum süßen Bonbonregen, der schauerartig niederging.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren