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Wirtschaft

09.01.2019

So läuft die Suche nach dem neuen Messe-Chef

Geschäftsführer Reiter geht Ende März. Die Gesellschafter wollen ihr weiteres Vorgehen noch abstimmen

Neun Jahre lang war Gerhard Reiter Geschäftsführer der Messe Augsburg. Zum 31. März 2019 nimmt er Abschied. Mit den Messe-Gesellschaftern hat er sich auf eine Aufhebung des Arbeitsvertrags geeinigt. Reiter, 59, wechselt nach Heidelberg. In Augsburg beginnt unterdessen die Suche nach einem Nachfolger.

Nach Informationen unserer Zeitung wird es dabei keinen nahtlosen Übergang geben, da der Abgang von Reiter nun relativ zügig über die Bühne ging. Richard Goerlich, Sprecher der Stadt Augsburg, sagt zum zeitlichen Verlauf: „Der ordnungsgemäße Geschäftsgang in der Messe ist auch nach dem 1. April sichergestellt.“ Dem Geschäftsführer Reiter sind Karlheinz Neumeier als Leiter Finanzen, Controlling und Personal sowie Gregor Weimer als kaufmännischer Leiter direkt unterstellt.

Goerlich betont, dass eine zügige Nachbesetzung angestrebt werde. Zum weiteren Vorgehen sehe es so aus, dass die Vertreter in der Gesellschafterversammlung sich im Januar zum weiteren Ablauf abstimmen wollen. Es wird erwartet, dass die Gesellschafter einen Headhunter einschalten werden. Der Begriff Headhunter kommt aus dem Englischen und hieße wörtlich übersetzt „Kopfjäger“. Gezielt werden Personen angesprochen, denen man zutraut, die Führungsaufgabe in Augsburg zu übernehmen. Goerlich informiert: „Ein Headhunter ist noch nicht beauftragt.“ Gesellschafter der Messe sind die Stadt Augsburg (64,09 Prozent), der Landkreis Augsburg (20,44 Prozent), der Bezirk Schwaben (4,43 Prozent), der Kreis Aichach-Friedberg (3,96 Prozent), die Industrie- und Handelskammer (3,54 Prozent) und die Handwerkskammer (3,54 %).

Ein Messe-Geschäftsführer in Augsburg dürfte, so die Einschätzung eines Insiders, um die 200000 Euro verdienen. Das Thema Gehalt war einmal öffentlich diskutiert worden, als im Jahr 2012 eine Gehaltserhöhung bei Reiter politisch zu entscheiden war. Damals verdiente Reiter dem Vernehmen nach rund 150000 Euro im Jahr. Darin enthalten war ein fünfstelliger Betrag, so war zu hören, der als Boni gezahlt wurde. Es sollten danach 180000 Euro im Jahr sein. Die Gehaltserhöhung wurde wiederum mit Sonderzahlungen verknüpft. Dies beschloss im Herbst 2012 der städtische Wirtschaftsausschuss einstimmig. Aus dem städtischen Beteiligungsbericht für das Jahr 2016 geht hervor, dass es in dem betreffenden Jahr Bezüge von knapp 190000 Euro gewesen sind.

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